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Bad Salzungen

Wer hat auf Lilly geschossen? - 1000 Euro Belohnung für Hinweis

Ist in der Region ein Katzenhasser unterwegs? In den vergangenen Wochen gab es in Schweina und Barchfeld mehrere Vorfälle, die darauf hindeuten. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise.



Lilly war so schwer verletzt, dass sie Anfang dieser Woche eingeschläfert werden musste.
Lilly war so schwer verletzt, dass sie Anfang dieser Woche eingeschläfert werden musste.   » zu den Bildern

Barchfeld/Schweina - Katze Lilly lag verletzt im Gebüsch, als sie am Montag von ihren Besitzern gefunden wurde. "Wir dachten zuerst, sie sei vergiftet worden", erzählt Laura Volkert aus Barchfeld. Sofort sei ihre Mutter zum Tierarzt gefahren, dort brachte ein Röntgenbild Aufklärung. Lilly, die bald zehn Jahre alt geworden wäre, hatte schwere innere Blutungen. Ihr Darm war verschoben, die Hüfte zertrümmert. Zudem steckte ein Diabolo, Munition aus einem Luftgewehr, in ihrem Körper. Das Tier hatte keine Überlebenschance und musste eingeschläfert werden.

Rund vier Wochen zuvor war bereits Kater Balu, der ebenfalls bei den Volkerts zu Hause ist, schwer verletzt nach Hause gehumpelt. "Er hatte eine gequetschte Hinterpfote und wird wohl nie wieder normal laufen können", erzählt Laura Volkert. Das könne aber auch ein Unfall gewesen sein, sagt die 21-Jährige. Bei Lilly ist jedoch ausgeschlossen, dass sie das Diabolo aus Versehen traf. Deswegen hat die Familie bei der Bad Salzunger Polizei Anzeige gegen unbekannt erstattet. "Wir haben die Anzeige aufgenommen und ermitteln", bestätigt Inspektionsleiter Uwe Metz auf Nachfrage. Auch das Diabolo sei sichergestellt worden. "Das ist eine riesige Sauerei und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Wer auf eine Katze schießt, hat das mit Vorsatz gemacht", befindet Metz. Werde der Schütze ausfindig gemacht, müsse er mit einer empfindlichen Geldbuße oder sogar einer Haftstrafe rechnen. Für den Kauf von Luftgewehren benötige man zwar keinen Waffenschein, dürfe diese aber nicht außerhalb von Schießständen benutzen. "Auf dem eigenen Grundstück ist das auch nur erlaubt, wenn das wirklich riesengroß ist", erklärt der Polizeichef.

Die Volkerts sind nicht die einzigen, die in den vergangenen Wochen in Sorge um ihre Tiere waren. Mehrere Leute aus Schweina kamen in der Zeit von 16. Mai bis 24. Juni mit ihren Katzen zum Tierarzt, weil diese teils schwere Verletzungen erlitten hatten. Die Knochenbrüche und Prellungen mussten kostenintensiv behandelt werden. Dass es sich um angefahrene Katzen handelte, konnte anhand des Verletzungsbildes ausgeschlossen werden, teilte die Polizei damals mit.

Wer zu den Vorfällen in Barchfeld und Schweina Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Bad Salzunger Polizeiinspektion ( 03695/5510) zu melden.

1000 Euro Belohnung

Am Freitagnachmittag hat sich auch die Tierschutzorganisation "Peta" des Falles "Lilly" angenommen. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, hat sie 1000 Euro Belohnung für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, ausgesetzt. Zeugen können sich unter 01520/7373341 melden - auch anonym. "Bitte helfen Sie mit, diesen hinterhältigen Anschlag aufzuklären", appelliert Judith Pein von Peta. "Der Täter muss für sein gewaltsames Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Wer einem wehrlosen Tier so rücksichtslos Schmerzen zufügt, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück."

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Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
06. 07. 2018
16:45 Uhr

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Marie-Luise Otto

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06. 07. 2018
16:45 Uhr



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