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Bad Salzungen

"Nachglühende Stoffe" als Ursache und überwältigende Hilfe

Fahrlässige Brandstiftung nennt die Kriminalpolizei als Ursache für den Großbrand in Kupfersuhl, bei dem zwei Wohnhäuser und deren Nebengebäude zerstört wurden. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die Hilfe für die Betroffenen sei "überwältigend", sagt der Bürgermeister.



Um zu verhindern, dass Giebelteile der abgebrannten Häuser unkontrolliert auf die Straße fallen, hat ein Bauunternehmen am Donnerstag Teile der Gebäude abgerissen. Fotos (2): Heiko Matz
Um zu verhindern, dass Giebelteile der abgebrannten Häuser unkontrolliert auf die Straße fallen, hat ein Bauunternehmen am Donnerstag Teile der Gebäude abgerissen. Fotos (2): Heiko Matz   » zu den Bildern

Kupfersuhl - Der Großbrand am Sonntagabend im Moorgrund-Ortsteil Kupfersuhl ist in der Scheune des alleinstehenden Mannes ausgebrochen. Das teilte eine Sprecherin der Suhler Kriminalpolizei am Donnerstag auf Nachfrage mit und bestätigte damit die Berichte von Augenzeugen. Die Ermittlungen zur Ursache der Brände seien abgeschlossen, heißt es zudem im Polizeibericht. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass das Feuer durch "fahrlässige Brandstiftung", genauer "den unsachgemäßen Umgang mit nachglühenden Stoffen oder offenem Feuer" verursacht wurde. Ob es sich bei diesen nachglühenden Stoffen um heiße Asche handelte, dazu gab es von der Kriminalpolizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Informationen.

Spendenkonto

Geldspenden können auf das Konto der Gemeinde Moorgrund,

IBAN DE30 8409 4754 0002 2949 23, Volks- u. Raiffeisenbank Bad Salzungen Schmalkalden, unter dem Stichwort - Gebäudebrand Kupfersuhl- überwiesen werden

 

Fest steht jedoch: Von der Scheune griffen die Flammen schnell auf das davor liegende Wohnhaus und das Nachbarhaus, in dem eine vierköpfige Familie lebte, über. Beide Gebäude sind unbewohnbar. Am Donnerstag hatte eine Firma die Giebel abgebrochen, um ein unkontrolliertes Herabstürzen von Teilen auf die Straße "An der Suhl" zu verhindern. Erst danach konnte die seit dem Brandtag gesperrte Ortsdurchfahrt wieder freigegeben werden.

 

Wie es für die Betroffenen weitergeht - die Familie ist in einer Ferienwohnung und der alleinstehende Mann bei Verwandten untergekommen - sei aktuell noch unklar, erklärte Moorgrund-Bürgermeister Hannes Knott (CDU) auf Nachfrage. "Bei all der Dramatik muss man den Geschädigten auch zugestehen, dass sie Zeit brauchen." Zudem müsse auch geschaut werden, ob die Versicherung für den Schaden aufkomme.

Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung sei "überwältigend", befindet der Bürgermeister. Zahlreiche Kupfersuhler unterstützten Koordinatorin Annelie Kost, die Sachspenden im Dorfgemeinschaftshaus anzunehmen und zu sortieren. "In den ersten Tagen haben Hunderte Leute von überall her angerufen und haben Kleidung, Bettwäsche und vieles mehr vorbeigebracht", weiß der Bürgermeister. Auf dem Spendenkonto der Gemeinde seien zudem bislang mehr als 3500 Euro eingegangen.

Auch Simone Mosebach ist am Donnerstagmorgen mit einem Wäschekorb voll Kleidung nach Kupfersuhl gekommen. "Ich habe von dem Brand bei Facebook gelesen - furchtbar ist das", sagte sie. Auch Möbel würde sie, wenn für die Betroffenen klar ist, wie es weitergeht, gerne spenden. "So etwas kann doch bei jedem passieren."

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Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2018
18:36 Uhr

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Marie-Luise Otto

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08. 11. 2018
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