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Bad Salzungen

Gänsehaut-Feeling und Beifallsstürme

Eine große Bühne bot die Michaeliskirche Völkershausen für das "Project unplugged".



15 Instrumente und 12 Stimmen: "Project unplugged" in der Michaeliskirche in Aktion. Foto: Lutz Rommel
15 Instrumente und 12 Stimmen: "Project unplugged" in der Michaeliskirche in Aktion. Foto: Lutz Rommel  

Völkershausen - Auf seiner Sommertour machte das Arnstädter Musik-Projekt Station in der Vorderrhön und begeisterte das Publikum mit zeitlosen Hits und Songs aus der Musikgeschichte. Von rockig bis romantisch erlebten die Besucher ein breites Spektrum. Durch klassische Elemente und stimmgewaltigen Satzgesang wurden große Hymnen und Balladen zu einem neuen, ungewohnten, teils überraschenden Klangerlebnis. Viele Jahrzehnte Musikgeschichte wurden dem Publikum von Jung bis Alt präsentiert, mit Titeln der Beatles, von Simon and Garfunkel, Queen, Stevie Wonder, Bob Dylan oder Whitney Houston. Auch Pink Floyd, Amy Winehouse, Rod Stewart, Karat und Pur fehlten nicht. Insgesamt sorgten 22 Musiker, 15 Instrumente und 12 Stimmen für die Glanzpunkte dieses über zweistündigen Events, das beim Publikum riesigen Anklang fand.

Erstmals trat die Gruppe in der Region auf und betrat dabei Neuland, wie Mitgründerin Ilka Langenhan berichtete. Der Kontakt wurde durch Gemeindepfarrer David Mayer hergestellt, der einst während eines Konzerts in Gotha den Keyboarder der Band und seine Frau traute und vom damaligen Auftritt noch heute schwärmt. In Mittelthüringen zieht "Project unplugged", das vorwiegend in Kirchen wegen der tollen Akustik auftritt, schon vierstellige Besucherzahlen in die Gotteshäuser. Beim Erfurter Krämerbrückenfest lockte man gar 10 000 Zuhörer auf den Domplatz. Warum das so ist, zeigten die Musiker vom ersten Akkord an. Mit Lust, Laune und ganz viel Spaß waren sie bei der Sache und nahmen das Publikum mit auf eine begeisternde Reise durch die Musikgeschichte. Echte, selbst gemachte Musik, die mit Leidenschaft präsentiert, nein, regelrecht zelebriert wurde, riss die Zuhörer förmlich mit. Streicher und Bläser sorgten für Gänsehaut-Feeling und die Solisten überraschten wiederholt mit glanzvollen Auftritten. Die Reise ging nicht nur ins Abenteuerland. "Time to wonder" war angesagt, "Superstition" oder "Blowin' in the wind" gehörten zu den Hits des Abends. Rockröhre Janka Voigt kam stimmgewaltig daher und stand Amy Winehouse in nichts nach. Faszinierend auch die Version von "Walzing Mathilda", die Antenne-Thüringen-Musikredakteur Norbert Radig mit ganz viel Emotion rüberbrachte. Gekonnt gestalteten sich auch die Ansagen der Musiker, die das Programm auflockerten und wobei man sich auch gegenseitig spaßig auf die Schippe nahm.

Alle Glanzpunkte dieses Abends aufzuzählen, würde sicher den Rahmen der Berichterstattung sprengen. Doch an zwei Punkten kommt man einfach nicht vorbei. Der Auftritt der 17-jährigen Felicitas Ziener gehört zweifellos dazu. Sie nahm sich keiner Geringeren als Pop-Diva Whitney Houston und ihrem Hit "I will always love you" an. Unbeschreiblich, was da für eine großartige, gewaltige Stimme im Raum stand - und schon war besagtes Gänsehaut-Feeling wieder da. Das Publikum erhob sich von den Plätzen und applaudierte, die Stimmung war kaum noch zu toppen. Doch der nächste Hammer ließ nicht lang auf sich warten. Die Musiker hatten mit der "Bohemian Rhapsody" von Queen noch etwas ganz Besonderes im Köcher. Wieder war das Publikum hingerissen von einem großartigen zeitlosen Song, der an den unvergessenen Freddy Mercury erinnerte.

Zugaben und Beifallsstürme hielten die Bühnenakteure noch geraume Zeit in Atem und verlängerten deren Auftritt um einige Zeit. Wo man anschließend hinhörte, herrschte die pure Begeisterung. Selbst eingefleischte Musikanten wie Renate und Klaus Enders aus Völkershausen waren schlichtweg von den Socken ob der gebotenen Vielfalt und dem Können der Künstler.

Im nächsten Jahr soll es zu einer Neuauflage in der Michaeliskirche kommen, wie bereits zu hören war. Wer das Konzert verpasst hat, bekommt dann eine neue Chance.

Einen heimlichen Wunsch hegt Managerin Ilka Langenhan noch, was die Region angeht. Der große Traum wäre ein Gastspiel gemeinsam mit den beiden angeschlossenen Chören im Großbunker des "Erlebnis Bergwerk" in Merkers. Wer schon Tausende Leute zu Konzerten in die Kirchen locken kann, bekommt die sicherlich auch in den tiefsten Konzertsaal der Erde ...

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Lutz Rommel
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Veröffentlicht am:
04. 09. 2017
16:33 Uhr

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Lutz Rommel

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Veröffentlicht am:
04. 09. 2017
16:33 Uhr



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