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Bad Salzungen

Elend, Hunger und ein Lichtblick

Wer einmal das Leid der Kinder in Rumänien erlebt hat, der kann gar nicht anders, als immer wieder dorthin zu fahren, um zu helfen, sagt Torsten Kotzan vom MC Moorgrund. Am 29. März startet der nächste Hilfstransport.



In dieser Hütte haust eine blinde Frau mit ihrem elf Jahre alten Sohn. Die Helfer aus Deutschland wollen die Ruine herrichten.
In dieser Hütte haust eine blinde Frau mit ihrem elf Jahre alten Sohn. Die Helfer aus Deutschland wollen die Ruine herrichten.   » zu den Bildern

Gumpelstadt/Sibiu - Seit Jahren unterstützt Torsten Kotzan gemeinsam mit anderen Helfern aus dem Moorgrund die Kinderhilfe "Siebenbürgen", die sich im rumänischen Sibiu für die Kinder von Sinti- und Romafamilien einsetzt. Ende März will er mit Ronny Braun und Sven Ißleib in zwei Transportern die insgesamt rund 3000 Kilometer lange Reise erneut antreten. Ziel sei, die Kleider- und Sachspenden, die beim letzten Transport nicht mehr in den Lkw passten, dorthin zu bringen. Und die Männer wollen vor Ort auch wieder selbst Hand anlegen.

"Diesmal wollen wir die Hütte einer blinden Frau herrichten, die allein mit ihrem elfjährigen Sohn unter schlimmen Bedingungen mitten im Wald gehaust hat", erzählt Torsten Kotzan. Übergangsweise habe die Kinderhilfe die beiden erst einmal in einer Pension untergebracht und provisorisch einen Ofen in die Hütte gebaut. "Wir wollen dann versuchen, das dort einigermaßen in Ordnung zu bringen und zum Beispiel Fenster und Türen einzubauen." Hierzu werden zwei bis drei Fenster mit Rahmen sowie zwei Türen mit Rahmen benötigt. "Vielleicht hat jemand so etwas zu Hause und würde uns die spenden", hofft Torsten Kotzan. Seit Jahren mit im Boot ist die AVS Autovermietung Schulz in Bad Salzungen, die auch diesmal wieder einen Transporter zur Verfügung stellen wird. Das restliche Baumaterial wollen die Helfer vor Ort kaufen.

Bei ihrem letzten Hilfstransport im vergangenen Jahr hatten Torsten Kotzan und seine Mitstreiter für eine kinderreiche Romafamilie, die auf einer Müllhalde unter erbärmlichen Bedingungen haust, eine neue Hütte gebaut. Zu der Familie gehört auch Torsten Kotzans Patenkind Andrea, über das er keine guten Nachrichten gehört hat. Die Leiterin des Kinderhauses, Jenny Rasche, sei mit der Zehnjährigen in der Notaufnahme gewesen, "weil sie kurz vor dem Verhungern war". Zudem habe das Mädchen im vergangenen Jahr nur einen einzigen Tag die Schule besucht. "Sie muss immer auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen."

Doch es gibt auch positive Nachrichten aus Sibiu. "Ein Junge aus dem Kinderhaus hat einen Lehrvertrag als Automechaniker bekommen", erzählt Torsten Kotzan.

Spenden

Geldspenden können auf das

Konto des MC Moorgrund unter

dem Stichwort "Rumänienhilfe"

überwiesen werden

IBAN DE64840947540102294230

BIC GENODEF1SAL

Diesmal bitten die Rumänienhelfer um haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Milch, Babynahrung und Süßigkeiten.

Zudem werden zwei bis drei Fenster mit Rahmen sowie zwei Türen mit Rahmen benötigt.

 

Weitere Infos gibt Torsten Kotzan unter: 0152/23639577

 
Fernseh-Dokumentation

Ein Filmteam hat Jenny Rasche von der "Kinderhilfe Siebenbürgen" sieben Jahre lang bei ihrer Arbeit in Rumänien begleitet. Die Dokumentation "Raus aus dem Elend - Eine Deutsche kämpft gegen die Armutsflucht" ist am 19. Februar in der ARD ausgestrahlt worden und kann in der ARD Mediathek abgerufen werden.

 
Autor
Marie-Luise Otto

Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
06. 03. 2017
16:50 Uhr

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Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
06. 03. 2017
16:50 Uhr



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