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Brodführer bleibt Bürgermeister in Bad Liebenstein

Die Wähler haben entschieden: Michael Brodführer (CDU) bleibt Bürgermeister in Bad Liebenstein. Er setzte sich am Sonntag klar mit 68,8 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Vaiko Weyh (Linke, 18,8 Prozent) und Carsten Brand (SPD, 12,4 Prozent) durch.



Brodführer bleibt Bürgermeister
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Bad Liebenstein - Der erste Anruf erreichte Wahlleiterin Irina Raßbach, bei der am Sonntagabend im Bad Liebensteiner Rathaus alle Fäden zusammenliefen, um 18.16 Uhr aus dem Wahllokal 4 in der Schweinaer Turnhalle. 525 von 1286 Wahlberechtigten hatten hier ihre Stimmen abgegeben. Der amtierende Bürgermeister Dr. Michael Brodführer (CDU) holte mit 243 die meisten Stimmen, gefolgt von Vaiko Weyh (Linke) mit 166 Stimmen und Carsten Brand (SPD). Fünf Stimmen waren ungültig. Keine drei Minuten später war der Wahlvorsteher aus Steinbach Andy Reichel (Wahllokal 5) am Apparat. Auch hier konnte der Amtsinhaber mit 316 die meisten der 400 abgegebenen Stimmen - davon 397 gültige - auf sich verbuchen. Für Weyh votierten 52 Steinbacher, 29 wollten Brand als neuen Bürgermeister im Rathaus sehen. Mit zirka 43 Prozent bei 925 Wahlberechtigten war die Wahlbeteiligung in dem Bergdorf niedrig.

18.22 Uhr hatten die Wahlhelfer im Wahllokal 3, das ebenfalls in der Schweinaer Turnhalle eingerichtet war, fertig ausgezählt. Das Ergebnis: Von 1219 Wahlberechtigten hatten 548 abgestimmt; 297 für Michael Brodführer, 132 für Vaiko Weyh und 115 Stimmen für Carsten Brand. Ungültig waren vier Wahlzettel. Der größte Stimmbezirk in der Wandelhalle 1 war um 18.36 Uhr ausgezählt. Hier lag Brodführer mit 414 Stimmen deutlich vor Weyh (102 Stimmen) und Brand (42 Stimmen). Von 1694 Wahlberechtigten hatten lediglich 565 den Urnengang angetreten.

Der Trend bestätigte sich auch bei der Briefwahl, die um 18.35 Uhr ausgezählt war. Von 657 abgegebenen Stimmen waren drei ungültig. 489 votierten für den Amtsinhaber, 93 für Weyh und 42 für Brand.

Etwas länger dauerte es im letzten verbliebenen Wahllokal 2 in der Wandelhalle. Hier mussten die Wahlhelfer noch einmal zählen, da Irina Raßbachs Computer einen Fehler registrierte. Nach zehn Minuten war auch hier klar: Von 1649 Wahlberechtigten hatten 667 eine Stimme abgegeben (10 ungültige Stimmen). Davon entfielen 534 Stimmen auf Brodführer, 81 auf Weyh und 42 auf Brand.

Eindeutiges Ergebnis

Am Ende war das Ergebnis eindeutig: Der Amtsinhaber holte in allen Wahllokalen die meisten Stimmen, insgesamt 68,8 Prozent, gefolgt von Vaiko Weyh mit 18,8 Prozent und Carsten Brand mit12,4 Prozent.

"Das ist ein starkes Ergebnis und ich freue mich über die Bestätigung unserer bisher geleisteten Arbeit", sagte der alte und neue Bürgermeister. Dies sehe er gleichzeitig als Auftrag, den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiterzugehen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 3365 Wählern bei insgesamt 6773 Wahlberechtigten bei 49,7 Prozent. "Ich hätte nicht mit fast 50 Prozent gerechnet", sagte Irina Raßbach. Der Wahltag sei eher schleppend angelaufen. "Es ist in allen fünf Wahllokalen nahezu gleich - rund 20 Prozent haben abgestimmt", hatte die Wahlleiterin gegen 13 Uhr informiert. Nach ihren Erfahrungen gebe es an Wahltagen drei Zeiten, an denen die Frequenz zunehme: Nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen und nach dem Kaffeetrinken. Dabei spiele auch das Wetter eine große Rolle. "Scheint die Sonne, gehen mehr Leute wählen."

Irina Raßbach pendelte am Sonntag zwischen den drei Standorten. In Schweina war erstmals Ralf Leuthold als Wahlhelfer tätig. "Ich bin kurzfristig eingesprungen", erzählte er. Bereits Routine haben seine Frau Ulrike und Udo Kindler. Die Kindergärtnerin und der Hallenwart sind seit mehr als zehn Jahren bei Wahlen dabei. "Langweilig wird das nicht", sagte Udo Kindler. Das bestätigt Karin Bodenstein, die im Steinbacher Vereinsheim ab mittags ihren Dienst antrat. "Ich habe das vor vielen Jahren angefangen, um die Steinbacher kennenzulernen", erzählte sie. Und, obwohl sie inzwischen eigentlich alle kenne, "sitze ich immer noch hier", sagte sie und lacht. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre ist Norbert Schwarz im Steinbacher Wahlhelfer-Team. "Man sieht Leute, die man das ganze Jahr nicht trifft, und erfährt die ein oder andere Neuigkeit", sagte er. Peggy und Peter Rübsam helfen auch nicht zum ersten Mal bei einer Wahl - eine Premiere ist es dennoch für die Geschwister aus Steinbach, denn diesmal sitzen sie in der Bad Liebensteiner Wandelhalle nebeneinander. "Das hatten wir noch nicht", sagte Peggy Rübsam und lacht. Der Wählerzuspruch sei mit dem bei vergangenen Abstimmungen vergleichbar. "Die, die immer wählen gehen, sind auch diesmal wieder da", stellte Peter Rübsam fest.

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Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
06. 01. 2019
19:54 Uhr

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Marie-Luise Otto

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06. 01. 2019
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