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Storch stirbt durch Stromschlag: Netzbetreiber rüstet Leitung nach

Nach dem Tod eines Storches bei Hemmendorf macht der Netzbetreiber die Unfallstelle sicherer. Zudem gibt es im Itzgrund weitere Kontrollen der Bestandsleitungen.



Stromtod Ende Mai im Itzgrund: Viele Großvogelarten wie Störche können an Mittelspannungsfreileitungen durch Stromschlag umkommen. Zum besseren Schutz verbaut Bayernwerk heute an drei Masten der 20-kV-Leitung zwischen Lahm und Hemmendorf Langstabisolatoren.	Foto: Patrick Pleul/dpa/dpapa
Stromtod Ende Mai im Itzgrund: Viele Großvogelarten wie Störche können an Mittelspannungsfreileitungen durch Stromschlag umkommen. Zum besseren Schutz verbaut Bayernwerk heute an drei Masten der 20-kV-Leitung zwischen Lahm und Hemmendorf Langstabisolatoren. Foto: Patrick Pleul/dpa/dpapa  

Coburg - Der Netzbetreiber reagiert: Nach dem Stromtod eines Storches bei Hemmendorf rüsten Mitarbeiter von Bayernwerk heute die Unfallstelle mit Langstabisolatoren nach. Sie sollen ein weiteres Vogelsterben an den Mittelspannungsmasten verhindern. Einer der Störche war am 29. Mai beim An- oder Abflug mit der stromführenden 20-kV-Freileitung in Berührung gekommen und gleichzeitig an Masse geraten. Ursache für den Stromschlag war vermutlich ein zu kurzer und nicht mit einer Schutzkappe versehener Isolator.

Wie der Storchenbeauftragte für den Landkreis Coburg, Hans Schönecker, mitteilte, wird der Netzbetreiber neben der Nachrüstung der Unfallstelle auch die von dort wegführende Stichleitung absichern. Zudem seien die Mitarbeiter angewiesen, ein "Augenmerk auf den Altbestand des Leitungsschutzes gegen den Stromtod von Vögeln zu legen". Seinen Angaben zufolge wurde Bayernwerk von den zuständigen Behörden auferlegt, den Itzgrund vorrangig nochmals zu kontrollieren und wenn nötig nachzurüsten. Stand der Technik sind neben Langstabisolatoren unter anderem Abdeckhauben aus wetterfestem Kunststoff sowie Sitzstangen und isolierte Leiterseile.

Eigentlich hatte der Gesetzgeber bereits im Jahr 2002 die Netzbetreiber verpflichtet, an bestehenden Masten und technischen Bauteilen von Mittelspannungsleitungen mit hoher Gefährdung von Vögeln bis zum 31. Dezember 2012 die notwendigen Schutzmaßnahmen vorzunehmen. Ebenso ist seither Vorschrift, neu zu errichtende Masten und technische Bauteile von Mittelspannungsleitungen so zu konstruieren, dass Vögel gegen Stromschlag geschützt sind. "Diesen Vorschriften sind die Netzbetreiber in Bayern und auch hier vor Ort nicht in vollem Umfang nachgekommen. Deshalb ist Hemmendorf leider kein Einzelfall", bedauert ein Sprecher vom Landesbund für Vogelschutz in Coburg. Er appelliert an die Bevölkerung, ungesicherte Masten oder solche mit unzureichender Sicherungstechnik zu melden.

"Wir nehmen den Vorfall von Ende Mai zum Anlass, die vorgesehene Nachrüstung vorzuziehen", erklärte Bayernwerk-Sprecher Christian Martens auf NP -Anfrage. Durch die Langstabisolatoren werde der vorhandene Schutz an drei Masten nachgerüstet. Dadurch vergrößere sich der Abstand zwischen Traverse und Leitung auf 78 Zentimeter.

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
11. 06. 2019
21:40 Uhr

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Christoph Scheppe

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11. 06. 2019
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