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Prozess um sexuellen Missbrauch: Gericht verurteilt Coburger Arzt

Im Prozess gegen den Coburger Hausarzt, den die Staatsanwaltschaft Coburg sexuellen Missbrauch von Patientinnen und Abrechnungsbetrug vorgeworfen hatte, ist am Dienstag das Urteil gefallen.



Coburg – Der 62-Jährige wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem muss der Arzt eine Geldauflage von 10.000 Euro bezahlen. Seinen Beruf als Hausarzt darf der Coburger aber weiterhin ausüben.

Die erste große Strafkammer am Landgericht Coburg hielt den Mediziner für schuldig, sich unter Ausnutzung des Behandlungsverhältnisses einer Patientin in drei Fällen unerlaubt sexuell genähert zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Anklageschrift ursprünglich von drei Frauen gesprochen. Im Laufe des Verfahrens wurden allerdings zwei Fälle fallen gelassen. Auch die angeblichen Unregelmäßigkeiten bei den Arzt-Abrechnungen, die der kassenärztlichen Vereinigung aufgefallen waren, haben kein strafrechtliches Nachspiel für den Hausarzt.

Seit dem 22. Oktober 2018 war gegen den Mann verhandelt worden. Weite Teile des Prozesses fanden hinter verschlossenen Türen statt, weil sowohl Verteidigung wie auch Anklagevertreter die Persönlichkeitsrechte der Frauen schützen wollten, die den Arzt angezeigt hatten und in dem Verfahren als Zeuginnen auftraten. Deshalb fanden auch die Schlussvorträge von Oberstaatsanwalt Martin Dippold und Verteidiger Johann Schwenn hinter verschlossenen Türen statt.

 

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Veröffentlicht am:
15. 01. 2019
16:35 Uhr

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15. 01. 2019
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