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Neue Spekulationen über Ursache der Buskatastrophe auf der A 9

Acht Monate nach dem Inferno von Münchberg setzt ein sächsischer Lokalpolitiker Theorien über den Unfallhergang in die Welt - und erntet Widerspruch. Nicht nur von der Staatsanwaltschaft Hof.



Ein Bild, das den Menschen der Region im Gedächtnis geblieben ist: das verkohlte Gerippe des sächsischen Reisebusses. Bei der Buskatastrophe nahe Münchberg starben 18 Menschen. Foto Matthias Balk/dpa
Ein Bild, das den Menschen der Region im Gedächtnis geblieben ist: das verkohlte Gerippe des sächsischen Reisebusses. Bei der Buskatastrophe nahe Münchberg starben 18 Menschen. Foto Matthias Balk/dpa  

Münchberg - Ein Kommunalpolitiker sorgt mit Spekulationen über die Ursache der Buskatastrophe von Münchberg, bei der am 3. Juli 2017 achtzehn Menschen ums Leben gekommen sind, für Schlagzeilen: Dietmar Buchholz, der Oberbürgermeister von Löbau in Sachsen, hat laut "Sächsischer Zeitung" in einer Stadtratssitzung vor einer Woche eine Variante des Unfallhergangs geschildert, die den Ermittlungsergebnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft Hof widerspricht. Demnach würde der bei dem Unfall ums Leben gekommene Busfahrer des Löbauer Reiseunternehmens Reimann zu Unrecht als Schuldiger des Busunglücks gelten. Buchholz hatte der Zeitung zufolge vor wenigen Tagen in der Löbauer Stadtratssitzung auf Fotos einer abgerissenen Gepäckraumklappe und eines roten Koffers, der an der Unfallstelle lag, hingewiesen. Nach einem Bericht der Zeitung zieht der Oberbürgermeister daraus folgenden Schluss: "Ein überholender Lkw hat den Bus touchiert und weggedrückt." Das könnte dazu geführt haben, dass der Busfahrer auf einen Lkw vor ihm aufgefahren sei.

- A9-Busunglück mit 18 Toten - Foto:

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Unfall Reisebus in Münchberg Münchberg
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Busunfall auf der A9
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Den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Hof zufolge hatte der Busfahrer dagegen ein Stauende zu spät bemerkt und war deshalb auf den Sattelzug eines Anhängers aufgefahren. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, liegen derzeit auch keine neuen Erkenntnisse vor, die dem bisherigen Ermittlungsergebnis widersprechen würden. Er habe extra die Ermittlungsakte noch einmal durchgearbeitet und sich alle Fotos genau angesehen, sagte Oberstaatsanwalt Dr. Andreas Cantzler. "Auf den Bildern ist kein roter Koffer zu sehen." Auch bei den Vernehmungen sei nie ein roter Koffer genannt worden.

Nach dem Bericht der "Sächsischen Zeitung" will der Chef des Busunternehmens, Hartmut Reimann, neue Ermittlungen anstoßen. "Ich will erreichen, dass der Unfall ordentlich aufgeklärt wird, weil ich nicht glaube, was die Staatsanwaltschaft ermittelt hat", zitiert ihn die Zeitung. Er habe eine Münchner Anwaltskanzlei mit der Sache beauftragt. Unsere Zeitung fragte am Donnerstag bei dem Löbauer Unternehmen wegen einer Stellungnahme an, Reimann war aber nicht zu sprechen. 

 

Lesen Sie dazu auch: Die schwierige Wahrheit

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Thomas Scharnagl

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Veröffentlicht am:
16. 03. 2018
16:25 Uhr

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Thomas Scharnagl

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Veröffentlicht am:
16. 03. 2018
16:25 Uhr



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