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Hochzeitsfeier mit Folgen: Corona kommt ins Grabfeld zurück

Ausnahmezustand in Bad Königshofen: In der größten Stadt des Grabfelds sind zehn Tage nach einer Hochzeitsfeier mindestens 30 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Alle Schulen und Kindergärten der Stadt und ihrer Ortsteile sind bis mindestens Mittwoch dicht.



Mindestens 400 Menschen sind als Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt worden und stehen bis zu einem Negativtest unter häuslicher Quarantäne. Hunderte Bürger werden seit Montag getestet, dafür ist die zentrale Abstrichstelle des Kreises Rhön-Grabfeld auf dem Sportplatz in Heustreu reaktiviert worden. Am Donnerstag soll es im Gymnasium einen Massentest für alle Schüler und Lehrer aus den betroffenen Klassen geben.

Die Bürger in Bad Königshofen sind verunsichert. Viele Menschen riefen an und fragen, wie sie sich verhalten sollen, sagte Bürgermeister Thomas Helbling dem BR. Er sieht die Infektionswelle noch nicht am Ende: „Es ist davon auszugehen, dass wir deutlich höher kommen."

Unter den 78 Gästen der  Hochzeitsfeier, die laut Landratsamt am 12. September  „im Raum Bad Königshofen“ stattgefunden hatte, waren zwei Infizierte eingeladen, die das Virus dort weitergaben. Einer davon war nach der Feier positiv getestet worden und hatte sich sofort ans Gesundheitsamt gewandt. Das startete sofort die Suche nach weiteren Kontaktpersonen, um die Infektionskette zu stoppen; auch am Dienstag ging diese Kontaktermittlung weiter. Es hätten auch Gäste von außerhalb des Landkreises mitgefeiert, erklärte das Landratsamt. Ob auch Thüringer darunter waren, wurde nicht mitgeteilt.

Landrat Thomas Habermann bezeichnete Familienfeiern in Scheunen und Innenräumen  als „unglaublich gefährlich“. Man überlege, wie man mit künftigen Veranstaltungen dieser Art in Rhön-Grabfeld umgehe.

Betroffen von dem Corona-Ausbruch ist auch eine Behindertenwerkstatt Werkstatt Bewohner der zur Einrichtung gehörenden Wohnheime sowie die Mitarbeiter der Einrichtung wurden unter häusliche Quarantäne gestellt. Alle Personen, die direkten Kontakt mit den Infizierten hatten, wurden ebenfalls unter häusliche Quarantäne gestellt.

Insgesamt sind seit März 273 Personen positiv im Kreis Rhön-Grabfeld getestet worden, das entspricht 223 pro 100000 Einwohner. Zum Vergleich: In Schmalkalden-Meiningen beträgt diese Kennzahl  158, im Kreis Hildburghausen 149.

 

 

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2020
13:10 Uhr

Aktualisiert am:
23. 09. 2020
07:54 Uhr

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2020
13:10 Uhr

Aktualisiert am:
23. 09. 2020
07:54 Uhr



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