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Geständnis: Manuel S. brachte Peggys Leiche in den Wald

Ein 41 Jahre alter Beschuldigter gibt zu, den leblosen Körper des Mädchens in den Wald nach Thüringen gebracht zu haben. Außerdem platzte das angebliche Alibi des Mannes.



Die Polizei sucht nach Zeugen, die solch einen goldfarbenen Audi 80 von S. am 7. Mai 2001 gesehen haben.   Foto: Polizei » zu den Bildern

Bayreuth/Lichtenberg/Marktleuthen – Die Ermittler sind im Fall der 2001 in Lichtenberg verschwundenen Schülerin Peggy K. der Lösung einen deutlichen Schritt näher gekommen. Der 41-jährige Lichtenberger Manuel S., der auf einem Bauernhof in Marktleuthen lebt, gestand, die Leiche des neunjährigen Mädchens vergraben zu haben. Und er beschuldigte einen zweiten Mann, das Mädchen getötet zu haben. 

12.09.2018 - Hausdurchschungen im Fall Peggy - Foto: Florian Miedl

Fall Peggy: Durchsuchungen der Polizei in Marktleuthen Marktleuthen/Lichtenberg
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Manuel S. war die Spur 1305 von mehreren Tausend im Fall Peggy. Sie galt als abgeschlossen, eine Mittäterschaft hielten die Ermittler aber bereits 2001 und 2002 für möglich, nur fehlten ihnen die Beweise. 
Die fanden sie jedoch im Jahr 2016 im Wald bei Rodacherbrunn an der deutsch-deutschen Grenze, wo ein Pilzsammler zufällig auf die sterblichen Überreste des Mädchens gestoßen war. „Wir sind überzeugt davon, den Mann gefasst zu haben, der den Körper von Peggy in das Waldstück bei Thüringen gebracht hat“, sagte Daniel Götz, Gruppenleiter der Staatsanwaltschaft Bayreuth, am Freitag in einer Pressekonferenz.


Demnach sei S. mit seinem goldfarbenen Audi 80 am 7. Mai 2001 durch Lichtenberg gefahren und habe an einem Bushäuschen einen Mann, der den Ermittlern „namentlich“ bekannt sei, mit der Leiche des Mädchens gesehen. Dieser habe S. aufgefordert anzuhalten. S. habe nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen die Leiche in eine rote Decke gewickelt und in das Waldstück gefahren. 

06.07.2016 - Fall Peggy: Erste Bilder vom Fundort - Foto: Daniel Karmann

Fall Peggy: Erste Bilder vom Fundort Rodacherbrunn
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Wer der zweite Mann war, den Manuel S. nannte, sagten die Bayreuther Ermittler jedoch nicht. Sie betonten allerdings mehrfach, dass sie „nur gegen Manuel S.“ ermittelten – und zwar wegen Mordes. Aus diesem Umstand lässt sich schließen, dass es sich um den ehemals tatverdächtigen, später wegen Mordes verurteilten und dann wieder freigesprochenen Ulvi K. (40) handelt. Nach seinem Freispruch gilt er als unschuldig. 

Rechtsanwälte wie Gerhard Strate, Experte für Wiederaufnahmen, halten es für unmöglich, dass Ulvi K. wieder angeklagt werden könne. Auch die Polizei war noch nicht in dem Heim, in dem er lebt. S. ist weiterhin auf freiem Fuß, lebt zu Hause auf seinem Bauernhof in Marktleuthen. In Untersuchungshaft kommt er nicht, weil „kein dringender Tatverdacht“ vorliege, so Staatsanwalt Götz.

Bei seiner Vernehmung hatte er den Ermittlern weitere Beweisstücke genannt, die sie später in seinem Haus fanden. Auf ihn gekommen waren sie, weil kleinste Spuren wie Pollen oder Farbreste an der Fundstelle der Leiche auf Renovierungs- und Pflanzarbeiten hinwiesen, die schon seit 17 Jahren in den Akten stehen. Fest steht für die Soko Peggy und deren Leiter Uwe Ebner auch, dass das Alibi von S. nicht stimmen kann. Auch die Personen, die es damals bestätigten, etwa dessen Mutter, sollen nochmals vernommen werden.

In dem Fall Peggy ist nach wie vor eine Belohnung von 30 000 Euro ausgesetzt. Auch darauf wies Götz hin, denn die Ermittler suchen nach Zeugen, die S. in seinem Audi an diesem Tag gesehen haben. Sie fragen auch, ob noch jemand anders mit ihm gefahren ist.

 

Lesen Sie dazu auch: 

- Das Geständnis des Manuel S.

- 17 Jahre lang geschwiegen

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Otto Lapp
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
21. 09. 2018
21:39 Uhr

Aktualisiert am:
21. 09. 2018
12:36 Uhr

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Otto Lapp

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21. 09. 2018
21:39 Uhr

Aktualisiert am:
21. 09. 2018
12:36 Uhr



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