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Bayern untersagt Großveranstaltungen bis 19. April

Das neuartige Coronavirus breitet sich immer weiter aus. In Bayern zieht die Staatsregierung nun drastische Konsequenzen für Großveranstaltungen.



Kabinettssitzung Bayern
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Melanie Huml (CSU), Gesundheitsministerin von Bayern, desinfizieren sich vor Beginn der Sitzung des bayerischen Kabinetts die Hände.   Foto: Sven Hoppe/dpa

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April. Das Gesundheitsministerium wurde beauftragt, solche Großveranstaltungen bis zum Ende der Osterferien zu untersagen, teilte die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte, das betreffe auch alle sportlichen Großveranstaltungen.

Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. «Im Zweifel lieber absagen», sagte Söder. Bei Veranstaltungen unter 500 Personen soll es weiterhin die Entscheidungen jedes einzelnen sein, ob diese durchgeführt oder besucht werden.

Der Freistaat selbst schließt von diesem Mittwoch (11. März) an bis zum 19. April alle staatlichen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser. An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie an den Kunst- und Musikhochschulen wird der Beginn der Vorlesungszeiten auf den 20. April verschoben.

Generelle Schulschließungen wird es nach Worten Söders in Bayern aber aktuell nicht geben. Es bleibe hier beim bisherigen Vorgehen, sagte er. Derzeit hätten 52 Schulen geschlossen, berichtete er.

Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonten, man wolle das öffentliche Leben nicht lahmlegen. Auch die bayerischen Kommunalwahlen an diesem Sonntag sollen wie geplant stattfinden.
Söder betonte: «Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber zu sehr ernsthafter Sorge.» Man wolle nicht «überdrehen», aber die Herausforderung keinesfalls unterschätzen. Man hoffe auf das Beste, stelle sich aber auf Schlimmeres ein. «Es gibt keinen Anlass für Hamsterkäufe», fügte Söder hinzu, es gebe aber Anlass für «vollste Konzentration».

Söder forderte zudem von allen Bundesländern ein einheitliches Vorgehen. «Es darf auf keinen Fall ein Kompetenzchaos unter den Bundesländern geben», sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in München. Kein Bundesland dürfe bei den Schutzmaßnahmen für sich entscheiden, unter den Empfehlungen der Experten zu bleiben. Für den Freistaat habe er daher entschieden, dass die Vorgaben und Empfehlungen des Bundes vollständig umgesetzt würden. Es gelte jetzt das «Primat der Medizin», dem müsse sich alles unterordnen.

Söder betonte, dass sich Bayern und Deutschland langfristig für einen seriösen Umgang mit dem Coronavirus wappnen müsse - etwa mit Blick auf die Zahl von geeigneten Krankenhausbetten. «Das ist schon ein echter Stresstest für unser Gesundheitssystem.»

 

Lesen Sie dazu auch: Veranstaltungen wegen Corona abgesagt: Rechte von Ticket-Besitzern

Veröffentlicht am:
10. 03. 2020
15:52 Uhr

Aktualisiert am:
10. 03. 2020
15:54 Uhr

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Coronavirus Deutsche Presseagentur
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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
10. 03. 2020
15:52 Uhr

Aktualisiert am:
10. 03. 2020
15:54 Uhr



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