Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

So entsteht mehr Raum im Kinderzimmer

Ein kleines Kinderzimmer kann man mit einigen Tricks optisch größer zaubern. Und auch die richtigen Möbel können mehr Platz schaffen. Was Eltern bei der Einrichtung beachten sollten.



Optische Vergrößerung
Wird das untere Drittel der Wand farblich anders gestaltet, lassen sich Räume optisch etwas vergrößern.   Foto: Alpina/DIY Academy/dpa-tmn » zu den Bildern

Das Kinderzimmer soll Rückzugsort und Spielparadies sein. Damit dies gelingt, sollten Eltern besonders in kleinen Räumen viel Stauraum schaffen und die Grundfläche mit Licht und Farbe optisch vergrößern. Zwei Einrichtungsprofis geben Tipps für Möbel und Wände.

Helle Farben öffnen, Streifenmuster strecken

Weiß ist der Klassiker unter den Wandfarben, im Kinderzimmer wirkt ein weißer Anstrich aber häufig etwas kühl. «Besser sind helle, freundliche Farben wie zum Beispiel Pastelltöne», sagt Mareike Hermann von der DIY Academy in Köln. «Sie öffnen kleine Räume optisch, schaffen Weite und lassen Wände zurücktreten», so die Heimwerker-Expertin.

Unterstützen kann man den Effekt, indem ein fünf bis zehn Zentimeter breiter Streifen unter der Decke weiß gelassen wird. «Der Raum wirkt damit gleichzeitig höher», sagt sie. Möglich ist auch, die Fußleiste im Farbton der Wände zu streichen. Das nehme das Gefühl der Enge weg, so Hermann.

Zum optischen Strecken hat sie noch weitere Ideen: So scheint ein Raum länger, wenn die kurzen Seitenwände in einem etwas dunkleren Farbton als die längeren gestrichen werden. Als Alternative schlägt sie vor, das untere Drittel der Seitenwände farbig zu streichen. Vertikale oder horizontale Streifenmuster würden ebenfalls helfen, die Wände in die Höhe oder Breite zu verlängern.

Struktur mit Farbe und Licht schaffen

«Kleine Zimmer lassen sich auch strukturieren, indem man einen Bereich zum Schlafen, Spielen und Lernen farblich absetzt», sagt Hermann. Ein Teppich zur Begrenzung kann dabei genauso helfen wie verschiedene Lichtquellen.

Nur ein zentrales Deckenlicht zu verwenden sei wenig förderlich. Es kann den Raum in der Mitte zusammenziehen. «Am Bett oder in die Kuschelecke gehört ein indirektes Licht, gern auch mit Dimmer», erklärt sie. Auch Deckenfluter oder Wandleuchten, die das Licht gut verteilen, seien geeignet, weil sie den Raum optisch höher wirken lassen.

Das beste Licht für kleine Zimmer bleibt laut der Expertin aber Tageslicht. «Deshalb so viel wie möglich reinlassen», rät Hermann. An hellen, lichtdurchfluteten Fenstern könne der Schreibtisch stehen oder der Spielbereich liegen.

«Für kleine Kinderzimmer bieten sich zudem Spiegel auf Wänden oder Schränken an, da sie den Raum optisch vergrößern», sagt Christine Scharrenbroch, Pressesprecherin im Verband der Deutschen Möbelindustrie. Umso größer der Spiegel, desto stärker sei der Effekt. Sie empfiehlt eine Breite von 50 bis 100 Zentimetern und eine Höhe von 1,50 Meter. Möbel passend zur Raumform

Standort und Art der Kinderzimmermöbel sind abhängig von der Form des Raumes. «Bei einem quadratischen Zimmer sollte das Bett hinter der Tür platziert werden. Wenn man in den Raum reinkommt, wirkt das Zimmer nicht so vollgestellt», rät Scharrenbroch. Zudem werde der Platz hinter der Tür oftmals als gemütlich und geschützt empfunden.

Für eine quadratische Bodenfläche bieten sich Eckkleiderschränke an. «Der Vorteil besteht darin, dass die Fläche, die der Schrank beansprucht, auf zwei Wände aufgeteilt werden kann und nicht eine Wand komplett zugestellt wird», sagt sie.

Ein schlauchförmiger Raum sollte durch breite Möbel nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Besser man stellt das Bett an eine der beiden kurzen Wände, lautet ihr Tipp. Sind im Kinderzimmer Dachschrägen vorhanden, empfiehlt sie maßgeschneiderte Schränke, die den vorhandenen Platz voll ausnutzen, oder niedrige Kommoden zu verwenden.

Hochbetten erst im Vorschulalter

Mehr vom Kinderzimmer haben die Kleinen, wenn ein Hochbett aufgebaut wird. «Darunter entsteht Stellfläche für einen Schreibtisch plus Regal oder Raum für eine Spielecke oder Kuschelhöhle», sagt Möbel-Kennerin Scharrenbroch. Hochbetten gibt es in unterschiedlichen Höhen ab etwa einem Meter. «Wenn ein Schreibtisch darunter passen soll, sollte das Bett etwa 1,80 Meter hoch sein», erklärt sie.

Bei herkömmlichen oder leicht erhöhten Betten sollte an integrierte Schubladen oder Rollcontainer gedacht werden, die unter das Bett geschoben werden können.

Wichtig: Hochbetten sind erst für Kinder ab fünf oder sechs Jahren geeignet, weil sie erst dann die Höhe und das damit verbundene Risiko begreifen. Darauf weist die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder hin.

«Bei Kindermöbeln sollte auch darauf geachtet werden, dass ein GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit vorhanden ist, das den Eltern die Sicherheit gibt, dass alle Normen eingehalten wurden», rät Scharrenbroch.

Viel Stauraum für Spielsachen

Kleine Zimmer sollten möglichst aufgeräumt sein. «Dabei helfen auch verschiedene Stauraumlösungen wie zum Beispiel Bücherboards oder Regale mit beschrifteten Spielzeugkisten an der Wand, Netze für die Kuscheltiere unter der Decke sowie Haken und Garderobenleisten am Eingang», sagt Hermann.

Kleine Hocker oder Bänke können Stauraum unter der Sitzfläche bieten. Schränke und Regale sollten möglichst bis unter die Decke geplant werden. Ganz oben können Dinge lagern, die das Kind nicht täglich braucht.

Damit das Ordnunghalten nicht so schwerfällt, empfiehlt Scharrenbroch Spieltruhen und Regalkisten auf Rollen. «Diese können auch jüngere Kinder eigenständig bewegen und so beim Aufräumen mithelfen.»

© dpa-infocom, dpa:200814-99-165796/4

Veröffentlicht am:
17. 08. 2020
05:03 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Betten Emotion und Gefühl Kinder und Jugendliche Kinderzimmer Möbel Möbelbranche Schreibtische Schränke Schubladen Technische Normen und Standardisierung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Notebook oder PC?

31.08.2020

Darauf muss man im Homeoffice achten

Corona hat gezeigt: Homeoffice funktioniert. Arbeitet man allerdings dauerhaft von daheim aus, sollte man sich nicht nur den Standort für den Schreibtisch genau aussuchen. Sonst scheitert die Heimarbeit. » mehr

Alte Möbel mit Selbstklebefolien

26.10.2020

Alte Möbel einfach selbst reparieren

Alte Möbel werden oftmals viel zu schnell ausrangiert. Dabei können Fundstücke vom Flohmarkt, Dachboden oder Sperrmüll schnell wieder glänzen - mit ganz einfachen Tricks. » mehr

Eine Hand hält eine Sicherung

02.12.2019

Praktische Kindersicherung fürs Haus

Kinder stellen alles auf den Kopf. Und sie klettern auf alles, was ihre Beinchen erreicht. Was sollten Eltern am dringendsten absichern - ohne gleich ihr Haus zu Fort Knox zu machen? » mehr

Stuhl Betty TK1 von &tradition

26.08.2019

Das Wiener Geflecht feiert Comeback

Stühle mit geflochtenen Sitzflächen und Kommoden mit durchsichtigen Rattantüren sind ein neuer Möbeltrend. Neu? Aber das kommt einem doch irgendwie bekannt vor! » mehr

Wohnen im neuen Landhausstil

06.04.2020

Wohnen im neuen Landhausstil

Bauernhäuser waren immer gemütlich. Dieser Stil ist in modernen Wohnhäusern, ob in Stadt oder auf dem Land, wieder sehr beliebt. Nur nicht so dunkel und eng, sondern viel großzügiger als das Original. » mehr

Zeitlos schön

23.03.2020

Neue Farben auf Balkon und Terrasse

Es gibt auch gute Nachrichten in diesen Tagen: Der Frühling ist da, es wird wärmer. Das lockt auf Terrasse oder Balkon. Wie wäre es bei den Möbeln mit ein paar knalligen Akzenten zum bekannten Grau? » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
17. 08. 2020
05:03 Uhr



^