Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagtCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFolgen Sie uns auf Instagram

 

Heizkosten steigen trotz milden Winters

Zwei kalte Monate haben in einem eigentlich eher warmen Jahr 2019 den Heizbedarf in Deutschland leicht nach oben getrieben und damit auch die Kosten. Doch wie sieht es im langfristigen Vergleich aus?



Verbrauchsmesser am Heizkörper
2019 mussten die Verbraucher zwei (Verivox) bis drei (Check24) Prozent mehr Heizenergie aufwenden als im Jahr zuvor.   Foto: Jan Woitas/zb/dpa

Trotz des vergleichsweise milden Jahres 2019 müssen die meisten Verbraucher für ihre Heizkosten tiefer in die Tasche greifen. Das ergaben Analysen der Internet-Vergleichsportale Verivox und Check24, die unabhängig voneinander Energiepreis- und Wetterdaten für das vergangene Jahr ausgewertet haben.

Demnach war 2019 zwar nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und auch die Wintermonate waren fast durchgängig sehr mild. Jedoch war der Januar regional schneereich und kalt und der Mai deutlich kühler als im Vorjahr.

Unter dem Strich mussten die Verbraucher deshalb zwei (Verivox) bis drei (Check24) Prozent mehr Heizenergie aufwenden als im Jahr zuvor. Die Vergleichsportale verwenden bei ihren Auswertungen zum Teil unterschiedliche Basisdaten und kommen deshalb zu leicht abweichenden Ergebnissen.

Gaspreise haben besonders zugelegt

Bei den Preisen hat sich vor allem Gas verteuert. Im Durchschnitt des Jahres und der verschiedenen Regionen stiegen die Gaspreise um 7,6 Prozent. Zusammen mit den Einflüssen des Wetters ergeben sich damit für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Energieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Mehrkosten von mehr als acht Prozent. Verivox kommt für Gaskunden auf Gesamtkosten von 1125 Euro im Jahr, Check24 auf 1222 Euro.

Der Brennstoff für die Ölheizung war dagegen kaum teurer als im Vorjahr. Verivox kommt auf eine Kostensteigerung von 2,5 Prozent, Check24 auf 1,7 Prozent. Demnach muss der Musterhaushalt bei Verivox durchschnittliche Kosten von 1249 Euro tragen, bei Check24 sind es 1309 Euro. Das Heizen mit Öl ist nur noch wenig teurer als mit Gas. Beim Heizöl ist wegen der schwankenden Preise der Zeitpunkt des Einkaufs entscheidend für die Gesamtkosten.

Höhere Heizkosten in früheren Jahren

Die Heizkosten liegen trotz der Mehrbelastung im vergangenen Jahr immer noch unter ihrem langjährigen Mittel, weil in früheren Jahren sowohl die Temperaturen niedriger als auch die Preise höher waren. So mussten die Verbraucher im kalten und teuren Jahr 2013 noch 1553 Euro für das Heizen mit Gas und 1915 Euro für Heizöl ausgeben. «Ob sich dieser Trend so fortsetzt, bleibt abzuwarten», sagte der Verivox-Energieexperte Valerian Vogel.

Spätestens von 2021 an kommen mit dem Klimapaket der Bundesregierung zusätzliche Kosten auf die Verbraucher zu. Bei einem CO2-Preis von 25 Euro je Tonne werden die Haushalte mit einem Energieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bei einer Gasheizung mit 119 Euro zusätzlich zur Kasse gebeten, bei einer Ölheizung mit 158 Euro. «Weil für Heizöl höhere Emissionen veranschlagt werden als für Gas, kommen auf Verbraucher mit Ölheizung höhere zusätzliche Kosten zu», sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 01. 2020
10:47 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Brennstoffe Deutscher Wetterdienst Energiebedarf und Energieverbrauch Energiepreise Gaspreise Heizen Heizkosten Heizöl Mehrkosten
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Höherer Verbrauch beim Heizen

05.09.2019

Warum die Kosten für eine warme Wohnung steigen

Seit einigen Jahren steigt der Energieverbrauch für die warme Wohnung. Auf die Heizkostenabrechnungen ist das bisher nicht durchgeschlagen. Das könnte sich einer Studie zufolge jetzt ändern. » mehr

Wohlfühltemperatur

25.11.2019

Gut gemeint, aber falsch geheizt

Heizen ist teuer: Viele Verbraucher müssen für 2018 nachzahlen, und auch für die laufende Heizsaison werden die meisten mit Mehrkosten rechnen müssen. Allerdings ist zu viel Sparen auch keine Lösung. » mehr

Preise für Gas und Strom

17.06.2020

Haushalte zahlen weniger für Gas und Strom

Erdgas ist zuletzt deutlich billiger geworden. Auch Haushaltskunden profitieren jetzt von den gesunkenen Preisen. Aber längst nicht alle, wie Vergleichsportale ermittelt haben. » mehr

Kühlschranktüren sollten immer möglichst kurz geöffnet werden

13.07.2020

Eiskalt Geld sparen: Kühlschrank regelmäßig abtauen

Wer seinen Kühlschrank regelmäßig abtaut, hält ihn nicht nur sauber - unter Umständen kann man dadurch sogar richtig sparen. » mehr

Gasflamme

21.06.2019

Wie viel muss ein Durchschnittshaushalt für Gas ausgeben?

Die Hälfte der Haushalte in Deutschland heizt mit Gas und konnte in den vergangenen Jahren von sinkenden Preisen profitieren. Dieser Trend wurde vor einigen Monaten durchbrochen - aber vielleicht nur für kurze Zeit. » mehr

Waschprogramme

25.06.2020

Langes Waschen und Spülen spart Stromkosten

Kurzprogramme bei Wasch- oder Spülmaschinen sind für viele Menschen praktisch. Zur Gewohnheit sollten sie jedoch nicht werden. Sonst machen sie sich in der Haushaltskasse bemerkbar. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 01. 2020
10:47 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.