Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Internationale Plattenbau-Renaissance in Sicht

Abriss und Leerstand waren jahrelang themenbestimmend im Bezug auf sogenannte Plattenbauten in der Bundesrepublik. Der Trend scheint sich jedoch weltweit zu drehen - Wohnen in der Platte wird gerade in Ballungszentren wieder attraktiver.



Plattenbau-Renaissance
Arbeiter montieren von einer Hebebühne aus Teile an einem Neubau.   Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Illustration » zu den Bildern

Angesichts steigender Kosten und des Fachkräftemangels in der Baubranche könnten Fertighäuser und Plattenbauten nach einer neuen Studie eine weltweite Renaissance erleben.

Das Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass das modulare Bauen mit vorgefertigten Teilen in Europa und den USA im Jahr 2030 ein Marktvolumen von 130 Milliarden Dollar erreichen könnte. Hauptvorteile sind demnach mögliche Einsparungen bei den Baukosten von mehr 20 Prozent und eine Verkürzung der Bauzeit um 20 bis 50 Prozent.

Modulares Bauen ist der Fachbegriff für Gebäude, die auf der Baustelle aus zuvor industriell gefertigten Teilen zusammengesetzt werden. Bekannteste Beispiele im deutschen Sprachraum sind die Plattenbauten der ehemaligen DDR und Fertighäuser in der alten Bundesrepublik. Im englischen Sprachraum heißt die Bauweise «prefab» (vorgefertigt). Und ebenso wie den DDR-Plattenbauten haftet «prefab housing» häufig der Ruf des Hässlichen und Billigen an. Doch das schlechte Image könnte sich nach Einschätzung von McKinsey wandeln, wenn die Hersteller bessere Baumaterialien verwenden und auf höherwertiges Design achten.

Besonders in Frage kommt das modulare Bauen laut Studie für Regionen mit großem Bedarf an neuen Wohnungen und Fachkräftemangel in der Baubranche. Dazu zählen die Studienautoren Deutschlands große Städte ebenso wie die US-Westküste oder den Osten Australiens. «Die Herstellung von Modulen außerhalb der Baustelle kann die Produktivität enorm verbessern - gerade dann, wenn möglichst viel automatisiert wird», sagte McKinsey-Baufachmann Gernot Strube. Wenn ein Hausentwurf mehrfach gebaut wird, könnte das die Kosten senken: «Je mehr Einheiten gefertigt werden, desto günstiger und effizienter ist die Herstellung.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
11:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Baubranche Baukosten Baustellen Baustoffe Bauweisen Kosten Kosteneinsparungen McKinsey Produktionsunternehmen und Zulieferer Produktivität Unternehmensberatung und Consulting
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Thermometer

06.11.2019

Beim Hausbau im Winter Temperaturen dokumentieren

Auch im Winter lassen sich Häuser bauen, sogar bei Minusgraden können viele Arbeiten umgesetzt werden. Aber eben nicht alle Materialien sind frostsicher. Bauherren sollten das im Auge behalten. » mehr

«Hoho Wien»

28.08.2019

Wenn 800 Säulen aus Fichte 24 Stockwerke tragen

Es riecht ein wenig nach Urlaub. Doch statt in einer Bergstube aus Zirbenholz sitzt man im Büro. Ein Holz-Hochhaus in Wien setzt sich nun an die Spitze eines Nischen-Trends. » mehr

Gasanschluss

06.08.2019

Teurer Anschluss ans Strom- oder Erdgasnetz

Netzbetreiber dürfen Hausbesitzern die Kosten für den Anschluss an die Energieversorgung in Rechnung stellen. Die Höhe unterscheidet sich je nach Region stark. Wie Verbraucher reagieren können. » mehr

Qualitätskontrolle

11.11.2019

Was macht ein Bauberater?

Baubegleiter kosten rund 100 Euro pro Stunde - das ist viel Geld beim eh schon teuren Hausbau. Trotzdem kann es gute Argumente geben, diese Dienstleistung einzukaufen. Sogar die Baubranche sieht Vorteile. » mehr

Lichterkette

19.11.2019

Lichterketten enthalten zu viel Weichmacher

Viele Gegenstände aus Kunststoff enthalten Weichmacher. Das gilt auch für Lichterketten. Der BUND hat hier sogar eine bedenkliche Menge des Schadstoffs gemessen. » mehr

Ab 2020 in Produktion

19.11.2019

Dieser DDR-Faltstrandkorb bietet Liegekomfort für unterwegs

Liebhaber von DDR-Möbeln dürften sich freuen: Ein Heringsdorfer Hersteller baut ab kommenden Jahr einen Faltstrandkorb aus Aluminium. Der hilft nicht nur gegen Sonne. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
11:58 Uhr



^