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Einflugschneise vom Wespennest schnell durchqueren

Nester von umtriebigen Wespen auf Balkon und am Hauseingang sind beängstigend. Bis zu einer Umsiedlung gibt es aber eine Strategie, friedlich mit den Tieren zu leben - man muss nur ihr Reaktionen kennen.



Wespennest
Wer ein Wespennest am Haus hat, sollte sich nicht in der Einflugschneise aufhalten. Das könnte die Abwehrbereitschaft der Tiere verstärken.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die Deutsche Wespe und Gemeine Wespe bauen ihre Nester durchaus mal nahe dem Menschen. Dann sollte Betroffene Fliegengitter und -netze an Fenstern und Türen anbringen, rät der Naturschutzbund Sachsen-Anhalt.

Außerdem sollten Hausbesitzer und Mieter die Einflugschneisen zum Nest zügig durchkreuzen - das sei auch ungefährlich. Erst längeres Verstellen der Flugschneisen schaffe Unruhe und steigere die Abwehrbereitschaft der Tiere.

Aggressiver reagieren die Tiere auch, wenn nach ihnen geschlagen wird. Aber auch Angstschweiß könne Angriffe auslösen, so der Nabu. Die besten Strategie lautet daher: Wer sich genervt fühlt, sollte sich ein paar Schritte entfernen und sich den Tieren entziehen.

Wenn es möglich ist, sollten Bewohner mit dem Entfernen des Nestes abwarten, bis das Wespenvolk im Herbst stirbt und die Königin zur Überwinterung auszieht. Allerdings wird laut Nabu eine frühere Umsiedlung in einigen Fällen unumgänglich sein - etwa bei Nestern in der Nähe von häufig benutzten Durchgängen und auf Balkonen.

Dann können Betroffene sich von Imkern, Naturschutzverbänden und zuständigen Behörden beraten lassen. Sie sind ebenfalls Ansprechpartner für den Umzug von Nestern geschützter Arten, etwa von Hornissen.

Eine Wespe lässt sich ganz einfach von anderen Insekten im schwarz-gelben Körperkleid unterscheiden: Sie hat eine Wespentaille. Das ist eine Art Einschnitt zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib. Die Deutsche Wespe ist eine eigene Art, die zwischen den Augen drei schwarze Punkte oder einen unterbrochenen Strich hat. Die Gemeine Wespe hat dagegen auf der Stirnplatte einen breiten schwarzen Strich.

Die Hornisse ist ebenfalls eine Wespenart, die zusätzlich zum Streifenmuster in Gelb und Schwarz rötlich-braune Streifen hat. Sie ist auch größer als andere Wespen. Bienen haben zusätzlich zum Streifenkleid einen eher bräunlichen Hinterleib, sind rundlicher und stärker behaart. Und bei einem Stich verlieren sie ihren Stachel, Wespen nicht.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
09:51 Uhr

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