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Vögel im Winter richtig füttern

Sobald es kälter wird, holen viele das Vogelhäuschen raus. Doch nicht jede Vogelart profitiert vom Füttern. Wichtig sind unter anderem die richtige Körnersorte und der richtige Ort der Futterstelle.



Futterspender für den Buntspecht
Vögel wie der Buntspecht (Dendrocopos major) fressen im Winter am besten aus einem Futterspender. Darin bleibt das Futter sauber.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Die Tage sind deutlich kürzer und kälter geworden. Viele Menschen füttern nun gerne die Vögel draußen. Aber ist das überhaupt sinnvoll? Und falls ja, in welchem Zeitraum sollte man füttern, und mit welchem Futter erreicht man die meisten Arten?

Sollte man Vögel im Winter füttern?

Wer Vögel im Winter füttert, der möchte den Tieren etwas Gutes tun. Einen wesentlichen Beitrag zum Vogelschutz leistet man damit oft allerdings gar nicht. «Unsere Untersuchungen zeigen, dass von einer Fütterung die 15 Arten profitieren, die ohnehin am häufigsten vorkommen», sagt Marius Adrion, Vogelexperte beim Naturschutzbund Deutschland in Berlin. Dazu gehören vor allem Finken, Meisen, Rotkehlchen und Drosseln. Keine dieser Arten ist in ihrem Bestand gefährdet. «Deshalb kann die Winterfütterung nur einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leisten», sagt Adrion.

Ab wann sollte man füttern?

Nach Erfahrung von Adrion nehmen die meisten Arten eine Futterstelle in der Zeit von November bis Ende Februar sehr gut an. Grundsätzlich ist auch eine ganzjährige Fütterung möglich, sagt Gaby Schulemann-Maier von der Wildvogelhilfe in Essen. Sie empfiehlt, bereits im Spätsommer mit der Fütterung zu beginnen, damit die Vögel später im Winter wissen, wo sie etwas zu fressen finden. Im Sommer sollte man dann aber den Anteil des Fettfutters deutlich reduzieren, rät sie.

Was sollte man füttern?

Der Naturschutzbund empfiehlt Sonnenblumenkerne als ein Basisfutter, das fast alle Arten gerne fressen. Viele Futtermischungen enthalten außerdem verschiedene Samen, die für unterschiedliche Arten geeignet sind. Empfehlenswert ist außerdem, an Vögel zu denken, die weiches Futter fressen: Dazu gehören zum Beispiel Rotkehlchen und Amseln. Sie fressen Rosinen, Obst oder Haferflocken. Meisen wiederum nehmen am liebsten ein Gemisch aus Fett und Samen an.

Wie füttert man am besten?

Gut geeignet sind Futterspender, damit die Tiere nicht durch das Futter laufen können und es mit ihrem Kot verschmutzen. Das Futter darin sollte auch bei Schnee und Regen trocken bleiben. Ein Futterspender hängt am besten an einer übersichtlichen Stelle, damit die Vögel Katzen und andere Feinde rechtzeitig entdecken und sich in Sicherheit bringen können. Zugleich sollte der Platz Schutz vor Greifvögeln wie Sperbern bieten.

Das Weichfutter sollte man vor allem am Boden verstreuen, da Amseln und Zaunkönige am liebsten vom Boden fressen. Um keine Ratten oder Marder anzulocken, streut man besser nur wenig Futter aus und ersetzt es stattdessen häufiger, rät Adrion.

Was ist mit anderen Tieren, zum Beispiel Eichhörnchen oder Igeln?

Igel sind in der Regel im Winterschlaf, Eichhörnchen fressen aber auch im Winter regelmäßig etwas. «Wir empfehlen sogar, Eichhörnchen das ganze Jahr über zu füttern», sagt Claudia Schäfer vom Eichhörnchen Notruf aus Kleinmachnow. Im Herbst finden die Tiere oft noch genug zu fressen. «Kritisch wird es für Eichhörnchen aber oft von März bis Juli», sagt Schäfer. Eichhörnchen fressen gerne Nüssen und Samen, darunter Wal- und Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, aber auch Früchte wie Weintrauben.

Veröffentlicht am:
01. 12. 2017
12:52 Uhr

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dpa

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01. 12. 2017
12:52 Uhr



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