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So kommen Hund und Katze gut durch den Sommer

Der Sommer ist für viele Menschen die schönste Jahreszeit. Für Haustiere kann er aber anstrengend werden. Wie Hunde- und Katzenbesitzer es ihren Vierbeinern so angenehm wie möglich machen.



Hund am Badesee
Anders als Menschen können Hunde ihre Körpertemperatur nicht mit Schwitzen regulieren.   Foto: Robert Günther/dpa-tmn » zu den Bildern

Nicht nur Menschen machen hohe Temperaturen zu schaffen, auch Tiere sind hitzeempfindlich. Wenn Hunde- und Katzenbesitzer einige Tipps beachten, kommen ihre Vierbeiner aber gut durch den Sommer.

- Wasser: Besonders wichtig sei es, immer genügend Trinkwasser bereit zu stellen, sagt Lea Schmitz, Sprecherin vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Anders als Menschen kühlen Hunde ihre Körper nicht mit Schwitzen, sondern durch Hecheln und Trinken. «Katzen können auch nicht schwitzen», sagt Tierärztin Astrid Behr vom Bundesverband praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Sie verschaffen sich Abkühlung durch die Atmung und legen sich ruhig hin.

- Spaziergänge: Von langen Gassi-Gängen in der Mittagszeit rät Schmitz ab. «Spaziergänge verlagern Hundehalter besser in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend». Solange die Sonne brennt, sollten Hunde besser nur kurz raus. «Man darf die Tiere nicht überbeanspruchen», rät Tierärztin Behr. «Fahrrad fahren mit dem Hund in der Mittagssonne ist ein No-Go».

Katzen, die Zugang nach draußen haben, haben es einfacher. «Freigänger können sich selbst ein Schattenplätzchen suchen», sagt Schmitz. Dennoch seien Katzenklappen sinnvoll. So entscheiden die Tiere selbst, ob sie rein oder raus gehen. In der Wohnung sollten sie Zugang zu kühlen und schattigen Räumen haben. «Bei Katzen ist das Badezimmer oder der Keller recht beliebt», erklärt Schmitz.

- Ernährung: Futter sollte bei Hitze nicht lange stehen bleiben. Sonst sammeln sich dort Bakterien, Fliegen legen eventuell ihre Eier in den Napf, erklärt Behr. Das könne Magen-Darm-Probleme verursachen.

- Abkühlung: Schön für den Hund ist es bei Hitze, ihn mit dem Gartenschlauch abzuspritzen oder eine Runde schwimmen zu gehen, so Behr. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann auch ein großes Handtuch befeuchten, es zehn Minuten in den Gefrierschrank legen und dann über dem Hund ausbreiten.

- Hitzefalle Auto: Auf keinen Fall sollten Hunde bei Wärme im geparkten Auto bleiben. Im Innenraum des Wagens steige die Temperatur schnell auf 50 Grad - selbst bei geöffneter Scheibe. «Das Auto kann für Hunde zur tödlichen Falle werden», warnt der Deutsche Tierschutzbund. Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod. Selbst beim Gang in den Supermarkt sollten Hundebesitzer ihren Vierbeiner lieber zu Hause lassen, oder zu Nachbarn bringen, rät Schmitz.

Entdecken Passanten im Sommer einen Hund im geschlossenen Auto, dürfen sie die Scheibe nicht einschlagen um ihn zu retten. Grundsätzlich sei das Sachbeschädigung und nicht erlaubt, sagt Andreas Ackenheil, Rechtsanwalt für Tierrecht in Mainz. Er rät zu zwei Schritten. Zunächst sollte man versuchen, den Besitzer zu finden. Gelingt das nicht, helfe ein Anruf bei der Polizei. Diese sei berechtigt, eine Scheibe im Notfall einzuschlagen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
04. 06. 2019
13:52 Uhr

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