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«Super Wespenjahr» dank Wärme und Trockenheit

Beim Frühstück im Freien geht es jetzt wieder los: Wespen stürzen sich auf Marmeladengläser und Säfte. In diesem Jahr könnte es besonders lästig werden.



Wespe
In diesem Sommer gibt es viele Wespen.   Foto: Julian Stratenschulte

Kaffee- und Grillfreunde können sich schon einmal

darauf einstellen: Wespen haben in diesem Jahr sehr von Wärme und

Trockenheit profitiert. «Es ist ein super Wespenjahr», sagte die

Biologin Melanie von Orlow von der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera

(Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu).

Die sogenannte Schafskälte

im Juni, die in früheren Jahren oft einen Rückschlag für die

Populationen bedeutete, sei diesmal kein Problem gewesen. Auch

Überflutungen seien in den meisten Regionen ausgeblieben.

Die Nester seien unter diesen Bedingungen groß und stark geworden, so

dass viele Tiere erfolgreich durchgekommen seien, sagte von Orlow.

Dadurch häuften sich bei ihr etwa seit Mitte Mai die Anfragen von

Privatleuten, die wegen Nestern in Hausnähe Rat suchen - ungefähr 400

Anrufer, vor allem aus dem Berliner Raum, hätten sich gemeldet.

Wespen bauen manchmal unter Dächern oder an Rollladenkästen Nester.

Aus Naturschutzgründen sollten Nester aber nicht ohne weiteres

entfernt werden - es braucht einen vernünftigen Grund für die

Beseitigung. Ob ein solcher vorliegt, könnten Naturschutzverbände und

Kammerjäger beantworten, erklärte von Orlow . «Bauschäden muss

natürlich niemand tolerieren.» Aber wer nur Angst vor Wespen habe,

könne sich zum Beispiel mit Gaze vor den Fenstern schützen. Experten

sind auch in der Lage, Nester umzusiedeln.

Wespen sind nicht nur da, um Menschen den Pflaumenkuchen oder das

Steak streitig zu machen. «Sie haben ihre Aufgaben in der Natur, zum

Beispiel als natürliche Schädlingsbekämpfer», sagte von Orlow. Wespen

seien zudem auch Nahrung für andere Insekten wie Hornissen. Panik sei

nicht angebracht, betonte die Biologin.

Stiche sind schmerzhaft, gefährlich werden sie in der Regel aber nur

Allergikern oder wenn die Wespe in Mund oder Rachen sticht. Im

Vergleich zu anderen schwarz-gelben Insekten kann man Wespen an

ihrer schmalen Taille erkennen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
23. 07. 2018
17:12 Uhr

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23. 07. 2018
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