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Wie Studenten einen Betreuer für den Abschluss finden

Die Abschlussarbeit ist ein großes Projekt. Ein guter Betreuer kann vieles erleichtern. Doch wie finden Studierende den? Und wie oft dürfen sie den Prüfer kontaktieren? Die wichtigsten Tipps.



Großes Projekt
Die Abschlussarbeit im Studium ist ein großes Projekt. Wer den Betreuer von seinem Thema überzeugen möchte, sollte genügend Zeit in die Vorbereitung stecken. Foto: Christin Klose   Foto: dpa » zu den Bildern

Der Dozent ist nie erreichbar, gibt kein Feedback zum Exposé, verwechselt Themen oder kann bei wichtigen Fragen zur Methode keine Antworten geben: Die Betreuungssituation bei der Abschlussarbeit kann für Studierende manchmal ein enormer Stressfaktor werden.

Wie sich das vermeiden lässt? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Wo finden Studierende den richtigen Betreuer?

Meist weckt eine Lehrveranstaltung besonderes Interesse für ein Thema oder Fachgebiet. Studierende können sich dann an den Lehrenden wenden und den Schwerpunkt der Arbeit besprechen.

Kann sich der Dozent vorstellen, die Betreuung zu übernehmen, folgt die Konzeptionsphase. Das vom Studierenden festgelegte Konzept wird später in einem Gespräch festgelegt, so Albert Busch, Professor an der Georg-August-Universität in Göttingen.

Die jeweilige Prüfungsordnung legt fest, wer unter welchen Voraussetzungen Abschlussarbeiten betreuen darf.

Wie überzeugen Studierende den Betreuer von einem Thema?

«Ich möchte gern irgendwas zum Thema XY machen» ist kein guter Gesprächseinstieg, wenn man sich zum ersten Mal mit dem Betreuer der Arbeit trifft. «Wer sich bereits im Vorfeld genauer mit seinem Thema auseinandersetzt, hat im Gespräch mit dem Betreuer bereits einige gute Argumente auf seiner Seite», erklärt Anja Centeno. Sie ist Autorin und leitet Trainings für Lehrende zur Betreuung von Abschlussarbeiten .

Dabei sei der wissenschaftliche Dreisatz aus Thema, Erkenntnisinteresse und Hypothese wichtig. Wem das nicht so leicht fällt, der findet etwa Unterstützung an den Schreibzentren der Hochschulen, erklärt Centeno.

Wie viel Hilfestellung muss der Betreuer geben?

Wie oft sich Studierende mit ihrem Betreuer treffen, hängt von Thema und Prüfer ab - dreimal sei jedoch das Minimum. «Zuerst ein Kick-off, um das Thema und die Art der Zusammenarbeit zu besprechen, dann folgt ein Zwischenstand, schließlich ein letztes Treffen zur Vorbereitung der Abgabe», sagt Centeno.

Albert Busch befürwortet häufigere Treffen. Für ihn ist es entscheidend, die wissenschaftliche Einzelleistung zu fördern und das selbstständige Arbeiten zu unterstützen, ohne inhaltlich, methodisch oder empirisch zu sehr einzugreifen.

Was kann man machen, wenn der Betreuer nie zu erreichen ist?

In diesem Fall sollten Studierende den Kontakt am besten über das Sekretariat herstellen. Meist gibt es auch einen Co-Betreuer, den man kontaktieren kann, sagt Anja Centeno . Sie empfiehlt, klare Anfragen zu formulieren. «Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Antwort», sagt sie.  

Kann man den Betreuer wechseln, wenn man nicht zurechtkommt?

Markus Rüter ist Professor und Prodekan an der Westfälischen Hochschule und betreut regelmäßig Bachelor- und Masterarbeiten. Er empfiehlt Studierenden, Ruhe zu bewahren und die Lage mit ein wenig Abstand auszuwerten. Liegt ein dauerhaftes Problem vor, oder handelt es sich nur um ein Missverständnis, das sich leicht beheben lässt? Eine Entscheidung sollte nicht übereilt getroffen werden. Wer sich in der Betreuung unwohl fühlt, «für den sind diverse Stellen im Studiendekanat, Prüfungsamt und die Prüfungskommission die ersten Anlaufstellen», erklärt Albert Busch.

Helfen Gespräche nicht und wollen Studenten trotz allem den Betreuer wechseln, sollten sie bedenken, dass damit auch ein neues Thema zusammenhängt.

Veröffentlicht am:
20. 05. 2019
11:37 Uhr

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dpa

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20. 05. 2019
11:37 Uhr



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