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Studie: Bis 2050 hält Ansturm auf Hochschulen an

Immer mehr junge Menschen drängen an die Universitäten - ein Ende des Trends ist nicht absehbar. Experten fordern die Politik daher zu einer anderen Finanzierung der Hochschulen auf.



Ansturm auf Hochschulen hält an
Immer mehr junge Menschen wollen studieren. Ein neues Finanzierungsmodell ist längst überfällig.   Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Zahl der Studienanfänger bleibt einer neuen Studie

zufolge bis zum Jahr 2050 mit mehr als 425 000 pro Jahr auf konstant

hohem Niveau. Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur

vorliegenden Erhebung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung

hervor.

Die Zahl der Studienanfänger pro Jahr in Deutschland bewegt

sich bereits seit 2011 pro Jahr um eine halbe Million. Im Jahr 2005

hatten nur 350 000 Menschen ein Studium begonnen.

Bis zum Jahr 2050 sagen die Studienautoren einen Rückgang der Zahl

der Erstsemester voraus, der nach einer Wellenbewegung eintrete.

Unter die Marke von 425 000 werde die Zahl aber nicht sinken.

Die Studie basiert auf Modellrechnungen, die auf Annahmen über die

demografische Entwicklung und die Zahl ausländischer Studenten

beruhen. Selbst wenn man keine Zunahme der Studienneigung annähme,

zeige sich, «dass ein Ende des Hochplateaus der Studiennachfrage in

Deutschland nicht in Sicht ist», so die Erhebung.

Dabei werde die Studiennachfrage in allen westdeutschen

Flächenländern und Stadtstaaten, mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz,

bis 2050 teilweise erheblich über den jeweiligen

Studienanfängerzahlen des Jahres 2005 bleiben.

CHE-Geschäftsführer Jörg Dräger sagte: «Hochschulbildung wird zum

Normalfall und zur langfristigen gesellschaftlichen Realität.» Die

Finanzierung der hohen Studierendenzahlen sei eine gesamtstaatliche

Aufgabe. Mit einem zeitlich begrenzten Hochschulpakt sei er nicht zu

bewältigen. «Für ein Studienhoch, das sich über mehr als 40 Jahre

erstreckt, kann man nicht alle paar Jahre die Finanzierung neu

verhandeln.» Nötig sei eine dauerhafte, verlässliche Finanzierung.

Bund und Länder hatten zwischen 2011 und 2015 gut 13 Milliarden Euro

für neue Studienplätze bereitgestellt. Mit der zweiten Programmphase

des «Hochschulpakts 2020» konnten laut ihrer Gemeinsamen

Wissenschaftskonferenz über 720 000 mehr Erstsemester ein Studium

aufnehmen, als dies ohne das Programm möglich gewesen wäre. Über die

Gesamtlaufzeit des Hochschulpakts von 2007 bis 2023 will der Bund

20,2 Milliarden Euro bereitstellen, die Länder 18,3 Milliarden Euro.

Derzeit studieren in Deutschland rund 2,8 Millionen Menschen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
18. 12. 2017
14:52 Uhr

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18. 12. 2017
14:52 Uhr



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