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Der perfekte Nebenjob - Drei Studenten begründen ihre Wahl

Ob Kellner, Werkstudent oder Flugbegleiter: Es gibt viele Optionen, sich neben dem Studium ein paar Euro dazuzuverdienen. Doch was macht den perfekten Studentenjob aus, und welche Tätigkeit passt zu wem? Drei Studenten berichten, worauf es ihnen ankommt.



Jobben als Kellnerin
Paula Basler studiert Französisch und Biologie auf Gymnasiallehramt und geht nebenbei Kellnern. Foto: Victoria Mertens/dpa-tmn   » zu den Bildern

Parallel zum Studium jobben: Für die Mehrheit der Studenten gehört das dazu. Nach der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks sind zwei von drei Studierenden (62 Prozent) erwerbstätig. Doch welcher Job ist der Richtige? Drei Studierende erzählen:

- Der Werkstudent: Wenn Mathias Mäser zur Arbeit geht, macht er dort weiter, wo seine letzte Vorlesung ein paar Stunden zuvor endete. Der 28-jährige Hamburger studiert Wirtschaftsinformatik und arbeitet nebenbei als Werkstudent bei der Online-Plattform Xing. Ein Job, den Mäser mit Bedacht wählte: «Für mich war wichtig, dass der Studentenjob zu meinen späteren beruflichen Zielen passt. Gerade im Studium ist man ja oft noch in der Findungsphase. Durch den Studentenjob wollte ich für mich manifestieren, dass ich wirklich im Bereich Business Intelligence arbeiten möchte.» In dem Bereich geht es zum Beispiel darum, eine Vielzahl von Daten zu sammeln und auszuwerten.

Seit einem Jahr setzt der Masterstudent in 20 Wochenstunden eigene Projekte um und unterstützt die festangestellten Kollegen bei der täglichen Arbeit. «Mir war wichtig, dass ich gefördert werde und sinnvolle Aufgaben bekomme, die auch etwas mit meinem Studium zu tun haben und ich nicht abgestellt werde zum Kaffeekochen.» Gerade schreibt Mäser seine Masterarbeit. Wie es für ihn nach dem Studium beruflich weitergeht, steht noch nicht fest: «Vorzugsweise versuche ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber zu bleiben, auch um einen geregelten Übergang zu haben. Aber alternativ höre ich mich natürlich auch woanders um.»

- Die Kellnerin: Schon jetzt in ihrem späteren Beruf zu arbeiten, kam für Paula Basler nicht infrage. Die 23-Jährige studiert Französisch und Biologie auf Gymnasiallehramt und geht nebenbei Kellnern. Das Wichtigste für die Berlinerin: «Der Job ist etwas komplett anderes als das Studieren an sich. Beim Kellnern bewegt man sich viel, statt zu sitzen, man redet viel, statt zu lesen.» Abwechslung sei ihr wichtig, sagt sie. Jeden Tag andere Gäste, andere Gespräche, andere Tagesabläufe - für die Studentin der perfekte Ausgleich zum Studium.

Seit drei Jahren nimmt sie dreimal wöchentlich Bestellungen entgegen und serviert Getränke und Speisen. «Ist die Schicht vorbei, kann ich nach Hause gehen, ganz ohne Sorgen oder jegliches Verantwortungs- oder Pflichtgefühl. Arbeit mit nach Hause zu nehmen, geht dort nicht». Der Gedanke, dass ihr Job eben nur ein Nebenjob ist, gefällt der 23-Jährigen. Zusätzlich zur Arbeit im Restaurant betreut sie Jugendliche in einem Jugendclub. «Mit Kindern habe ich also schon zu tun, aber würden sich meine Tage immer nur um meine Fächer, Jugendliche und Pädagogik drehen, würde ich mir selbst die Lust darauf nehmen, später wirklich als Lehrerin arbeiten zu wollen», sagt sie.

- Die Flugbegleiterin: «Wenn man ausschließlich Kellnern geht, weiß man gar nicht, wie es in einem Unternehmen wirklich aussieht, man hat die Erfahrung nicht gemacht», sagt hingegen Sina Denz. Erfahrungen sammeln, Kontakte knüpfen und den persönlichen Traum leben - all das verwirklichte die 33-Jährige mit ihrem Nebenjob am Flughafen Frankfurt. Als Studentin der International Business Administration mit dem Schwerpunkt Tourismusmanagement arbeitete sie nebenbei als studentische Hilfskraft bei der Deutschen Lufthansa. Eine Tätigkeit, fernab der klassischen Studentenjobs. Sie unterstützte Piloten und Crewmitglieder beim Einchecken, kümmerte sich etwa um Briefing-Papiere und Visa.

«Dieses ganz andere Leben, das man mitbekommt, war sehr spannend. Kein Tag ist wie der andere», erinnert sie sich. Außerdem wichtig für die Frankfurterin: die Nähe zum Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten, ein großes Unternehmen als Arbeitgeber und den «Fuß in der Tür zu haben». Mit dem Job stellte sich bei Sina Denz auch das Fernweh ein. Immer wieder habe sie das Fliegen im Kopf gehabt, wollte es irgendwann selbst ausprobieren: «Also habe ich mich als Flugbegleiterin beworben, und das hat dann auch geklappt». Das Studium hat Sina Denz längst erfolgreich abgeschlossen, aber die Liebe zum Fliegen ist geblieben. Noch immer geht es für die Flugbegleiterin dreimal monatlich hoch hinaus, zusätzlich arbeitet sie als Referentin im Unternehmen.

Veröffentlicht am:
08. 05. 2017
05:10 Uhr

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Autor

dpa

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08. 05. 2017
05:10 Uhr



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