Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Mit dem Rad entlang der jungen Donau

Die Donau kennt jeder. Die junge Donau vielleicht nicht. So nennt sich ein Teil des großes Stroms, von der Quelle gut 200 Kilometer gen Osten. Am besten lässt sich die Strecke mit dem Fahrrad abfahren - vorbei an Burgen und Quellen.



Karstquelle leuchtet blau
Der Blautopf ist ein Highlight der Donauradtour. Die Karstquelle leuchtet strahlend blau.   Foto: Stadt Blaubeuren/dpa-tmn » zu den Bildern

Bis zum Meer sind es noch 2840 Kilometer. Ein Schild nennt diese Entfernung, ganz unerbittlich. Zum Glück ist das nicht das Ziel - auch wenn der ein oder andere Radfahrer schwer bepackt ist, als wollte er es bis zur Mündung schaffen.

Doch hier an der Donauquelle ist das Meer ganz weit weg. Viel näher ist Ulm. Rund 200 Kilometer sind es, mit dem Fahrrad direkt an der Donau entlang. Genaugenommen an der jungen Donau entlang, so nennt sich der Flussabschnitt zwischen Donaueschingen und Ulm.

Doch bevor es losgeht mit den vier oder fünf Tagesetappen in die baden-württembergische Universitätsstadt, steht erstmal die Quelle im Mittelpunkt. Sie ist der Ausgangspunkt der Reise. In Donaueschingen fließen Brigach und Breg zusammen - wie jedes Schulkind weiß, bringen sie «die Donau zuweg». Erst ab hier heißt der Fluss offiziell Donau.

Direkt neben der Donauquelle studieren zwei Radfahrer eine große Landkarte. Ein neuer Aufzug macht es möglich, der die Räder samt Packtaschen hinunter zur Quelle befördert. Erst im vergangenen Jahr wurde er eingeweiht, nachdem die umfangreiche Sanierung der Quelle in Donaueschingen abgeschlossen war.

Zwar beansprucht auch Furtwangen im Schwarzwald, Quellort der wasserreichen und längeren Breg, gerne einmal den eigentlichen Ursprung des Donaustromes. Doch die Donaueschinger verweisen auf die Geschichte - und auf eine alte Steinfigur an der Quelle, die «Mutter Baar». Sie weist ihrer Tochter, der «jungen Donau», an dieser Stelle den Weg zum Schwarzen Meer. Und außerdem ist die Donauquelle die touristische Attraktion der Stadt.

Die erste Etappe auf dem Weg nach Ulm ist Tuttlingen. Der Weg führt vorbei an hübschen Parkanlagen. Über der Innenstadt thront die Ruine Honberg, die ehemalige Festungsanlage ist das Wahrzeichen der Stadt. Wer sportlich ist, wandert hinauf und wird mit einem schönen Blick über die Stadt und das Donautal belohnt.

Nach einem Stopp in Mühlheim grüßen zahlreiche weitere Burgen hoch oben am Rand des Tales, die kleine Radgruppe grüßt freundlich zurück ? und bleibt auf dem Fahrradweg. Der ist anstrengend genug, auch ein langes Stück Schotterpiste behindert die freie Fahrt.



Kurz vor Sigmaringen wartet dann der Inzigkofer Park: mit Amalienfelsen, Teufelsbrücke und Grotten ? dazu sagenhafte Blicken auf die schmale Donau, die sich in zäher Arbeit über die Jahrtausende einen Durchbruch schaffte. Also gilt es, wieder die Räder abzustellen und einen kleinen Ausflug zu Fuß unternehmen, bevor Stadt und Schloss Sigmaringen am Horizont auftauchen.



Der Blautopf ist der letzte Höhepunkt vor dem Ziel. Tatsächlich leuchtet er tief blau, trotz fehlender Sonne. Es handelt sich um eine weitere Karstquelle, die das Wasser der Blau zu Tage fördert. Die Blau mündet dann in Ulm in die Donau. Und dort am Ulmer Münsterturm und in der beschaulichen Innenstadt endet dann auch die Reise - es sei denn natürlich, jemand möchte noch weiterradeln, entlang der Donau bis ans Meer.

Veröffentlicht am:
18. 05. 2017
05:05 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Burgen Fahrräder Flussabschnitte Innenstädte Radfahrer Radwege Schwarzes Meer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Wildblumenprojekt auf Fehmarn

16.07.2019

Initiative auf Fehmarn für Radwege und Blühstreifen

Radfahrern auf der Ostseeinsel Fehmarn bietet sich ein farbenprächtiges Bild. Neben den Radwegen ziehen sich Streifen mit bunte Wildblumen hin. Die Idee zu beidem hatte der Landwirt Peter Haltermann. » mehr

Radwandern für Einsteiger

09.07.2019

So gelingt der erste Fahrrad-Urlaub 

Das Problem am Reisen mit dem Rad: Es kann streckenweise ganz schön anstrengend sein. Zu anstrengend für manchen Einsteiger. Daher sind vor allem zwei Dinge wichtig: die Planung und eine gute Infrastruktur. » mehr

Rügens Kreidefelsen

20.06.2019

Die Ostseeinseln von Fehmarn bis Usedom

Von Fehmarn im Westen bis Usedom im Osten gibt es vor der deutschen Ostseeküste eine ganze Reihe von Inseln. Bei Urlaubern beliebt sind sie alle, aber doch ganz unterschiedlich. » mehr

Holger Hermle

04.10.2018

Loipenspaß im «Schraubengebirge»

Lifte mit zwei Pisten, ein Plateau mit Loipen zwischen zehn Tausendern - und mittendrin ein Biathlon-Olympiastützpunkt: Die Schwäbische Alb bietet ein sportliches Winterprogramm. Falls der Schnee ausbleibt, gibt es Burge... » mehr

Reinhard Vatter

24.05.2018

Warum der Pfälzerwald seinem Namen alle Ehre macht

Tausende Täler, unzählige Felsen, Dutzende Burgen - und dazwischen vor allem eines: ganz viel Wald. Damit hält der Pfälzerwald sogar einen Rekord. » mehr

Botschaft für Natururlauber

12.04.2018

Mit dem E-Mountainbike durch den Nordschwarzwald

Freie Fahrt für freie Radler: In der Gegend um Baiersbronn im Nordschwarzwald dürfen Biker auf alten Pfaden durchs geschützte Dickicht brausen. Wer mit elektrischer Tretunterstützung unterwegs ist, erschließt sich die La... » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
18. 05. 2017
05:05 Uhr



^