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Warum die ganze Ski-Welt nach Whistler will

Whistler boomt. Nordamerikas größtes Skigebiet zieht Skiurlauber und Profis magisch an. Kanadas Skiresort Nummer eins hat einfach alles - vor allem Unmengen an Schnee.



Shopping- und Restaurant-Paradies
Blick auf Whistler: Mehr als 200 Läden sowie über 150 Restaurants und Bars gibt es in dem Wintersportort. Foto: Mike Crane/Tourism Whistler/dpa-tmn   Foto: dpa » zu den Bildern

Whistler ist die Diva unter den nordamerikanischen Skiresorts. Wunderschön, verführerisch und umschwärmt - aber auch ein bisschen launisch. Mit Wärmeeinbrüchen und Regen im Tal stellt sie die Liebe ihrer Verehrer immer wieder mal auf die Probe.

Auf 652 Metern Höhe in den kanadischen Coast Mountains nördlich von Vancouver gelegen, ist Nordamerikas größtes Skigebiet zumindest im Ort anfällig für Wetterkapriolen. Die Nähe zum Pazifik ist an wenigen Tagen im Winter ein Fluch, ansonsten aber ein Segen. «Denn wenn es unten wirklich mal heftig regnet, schneit es oben wie verrückt», sagt Darryl Bowie. Im Durchschnitt zwölf Meter pro Jahr!

Bowie ist einer der vielen leidenschaftlichen Skifahrer und Snowboarder, die der Diva verfallen sind. Schon die Anfahrt von Vancouver über den Sea-to-Sky-Highway vorbei an Fjorden und Bergen ist überwältigend, die Kulisse des von tausenden Lichterketten in Szene gesetzten Resorts atemberaubend. Rundherum glitzern mächtige Gletscher, wuchtige Gipfel ragen in den Himmel.

Whistlers Skiberge, Blackcomb mit dem Horstman Gletscher und der 2182 Meter hohe Whistler Mountain, scheinen wie geschaffen für Wintersportler. Seitdem beide durch die Peak 2 Peak Gondola verbunden wurden, ist ihr Lift- und Pistennetz annähernd perfekt. Über 3024 Meter hinweg spannt sich das Seil der Gondelbahn 436 Meter über dem Fitzsimmons Creek-Tal. Damit ist die Peak 2 Peak Gondola die längste und höchste frei über Grund schwebende Seilbahn der Welt.

Anders als in Alpen-Skigebieten darf man in Whistler innerhalb der Skigebietsgrenzen überall abfahren. «Ski what you can see», laute das Motto, sagt Bowie. So bieten sich unzählige von der Ski Patrol auf Lawinengefahr hin überwachte Tiefschneeabfahrten rechts und links der präparierten Pisten. Diese sind die Spielwiese für Könner wie Bowie. Der frühere Ski-Freestyle-Spitzensportler ist einer der Coaches von Extremely Canadian. Speziell ausgebildete Skilehrer unterrichten in kleinen Gruppen mit Videoschulung, wie man extrem steile Hänge und tiefen Pulverschnee bewältigt.

«Whistler ist zwar ein Skigebiet für jedermann, will man aber sein gesamtes Potenzial nutzen, muss man verdammt gut sein», erzählt Bowie. Und das sind viele in Kanadas Vorzeigeskigebiet. Kein Skigebiet Nordamerikas zieht Freeride-Stars so magisch an wie Whistler. Vor allem sein Hinterland im Garibaldi Provincial Park ist ein wahres Tourengeher- und Tiefschneefahrer-Paradies.

Die Experten treibt es immer häufiger hinaus ins einsame Backcountry, weil es ihnen im Skigebiet zu voll wird. Der Austragungsort der Ski-, Bob- und Rodel-Wettbewerbe der Olympischen Spiele von 2010 in Vancouver boomt. In der Nebensaison ist Whistlers Fußgängerzone mit ihren imposanten Hotels, mehr als 200 Läden sowie über 150 Restaurants und Bars voller als andere Skiresorts in den Weihnachtsferien.

Der Run auf Whistler lässt sich leicht erklären: Kein Skiresort in Nordamerika bietet mehr Abwechslung auf und abseits der Pisten, und kaum ein Skiresort hat in den vergangenen Jahren so viel und regelmäßig Schnee bekommen. Auch der günstige Kanadische Dollar hilft. Dass der US-Ski-Konzern Vail Resorts 2016 Whistler für schätzungsweise knapp eine Milliarde Dollar gekauft hat, gibt einen zusätzlichen Schub. Die Vail Resorts investieren gezielt in Optimierungen der Hütten und Lifte und schaffen mit dem in diesem Winter eröffneten Skywalk über der Whistler Bowl neue Attraktionen.

Veröffentlicht am:
28. 12. 2017
04:37 Uhr

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Autor

dpa

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28. 12. 2017
04:37 Uhr



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