Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagtCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFolgen Sie uns auf Instagram

 

Ferienhäuser an Nord- und Ostsee zu 90 Prozent ausgelastet

In den ersten Bundesländern beginnen Ferien, Reiseschranken fallen. Da haben viele doch noch einen Urlaub gebucht. Eine Art der Unterkunft ist zum Teil schon wieder so gefragt wie vor der Krise.



Ferienhäuser
Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Corona-Krise gefragt.   Foto: Christophe Gateau/dpa

Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Corona-Krise gefragt. In den Ferienorten an Nord- und Ostsee seien die Unterkünfte für die Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband der Deutschen Presse-Agentur mit.

Hoch im Kurs stünden auch beliebte Regionen in Süddeutschland wie das Allgäu und die Bodenseeregion. Dort gebe es kaum Abweichungen zum Buchungsgeschehen des Vorjahres. Wer noch etwas buchen möchte, müsse flexibel sein, empfahl der Verband.

«Die Deutschen setzen in diesem Jahr sehr stark auf naturnahem Urlaub, der den nötigen Abstand zulässt», erklärte Michelle Schwefel, die Geschäftsstellenleiterin des Verbands. Besonders stark seien Nord- und Ostseeküste gefragt, vor allem die Inseln wie Rügen. Auch an die Mecklenburgische Seenplatte ziehe es die Urlauber. «Freie Unterkünfte gibt es noch in den Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder dem Hochsauerland und in den Großstädten wie Berlin und München.»

In diesem Jahr werde kurzfristiger gebucht als üblich. Urlauber richteten ihr Augenmerk stärker auf Deutschland oder Ziele, die gut mit dem Auto angesteuert werden können. Seit den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen zögen die Buchungen an. «Die Reiselust ist da und das wird sich wahrscheinlich weiterhin positiv auf den innerdeutschen Reiseverkehr auswirken.»

Nach einer Branchenstudie aus dem Jahr 2015 gab es damals rund eine Million Betten in deutschen Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Zwei Drittel wurden von Privatleuten zur Miete angeboten. Das Sommergeschäft kann die Ausfälle des Frühjahres nicht kompensieren, wie der Verband deutlich machte.

Auch dieser Teil der Reisebranche ist durch die Corona-Krise unter Druck geraten, wie der Verband beklagte. Mehrere Monate gab es kaum Urlauber. «Die ausgelöste Stornierungswelle hat ein riesiges Finanzloch in die Kassen der Unternehmen gerissen», hieß es. Der Verband geht von Einbußen von 1,5 Milliarden Euro für die Zeit von März bis Mai aus.

«Die Existenzsorgen sind spürbar», betonte Schwefel. «Vor allem die Corona-bedingten Rückzahlungen an Reisende belasten die Unternehmen.» Bisherige staatliche Hilfen griffen zu kurz. Die Politik beschäftigte sich vor allem mit Pauschalreisen und Flugtickets, vergesse aber den Individualtourismus.

Auch der weltgrößte Tourismuskonzern Tui und Deutschlands Branchenzweiter DER Touristik hatten in dieser Woche von steigenden Buchungen berichtet. In der nächsten Woche beginnen die Sommerferien in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 06. 2020
10:32 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
DER Touristik Deutsche Presseagentur Individualtourismus Mittelgebirge und Mittelgebirgsregionen Ostseeküste Pauschalreisen Sommerferien Staatliche Unterstützung und Förderung Touristikkonzerne Urlauber Urlaubsorte Wirtschaftsbranche Reisen und Tourismus
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Sommersaison 2020 bei Tui

13.05.2020

Tui hofft auf Rettung der Sommersaison

In Deutschland wird der Tourismus wieder etwas geöffnet, an vielen ausländischen Zielen bleibt die Unsicherheit für Urlauber im Sommer aber groß. Branchenprimus Tui, von der Corona-Krise hart getroffen, blickt jetzt auf ... » mehr

Auf ins Blaue

06.08.2020

Was die Aufhebung des Türkei-Reisewarnung bedeutet

Gute Nachrichten für Türkei-Urlauber: Durch die Aufhebung der Reisewarnung können Veranstalter wieder Pauschalurlaub anbieten. Was es nun reiserechtlich zu beachten gilt. » mehr

Tui-Urlauber auf Mallorca

16.06.2020

Tui-Sommergeschäft: Neue Buchungen, gestiegene Preise

Nach drei Monaten Corona-Zwangsstillstand fährt Tui das Programm schrittweise hoch. Die ersten Touristen sind zurück auf Mallorca, etliche weitere Urlaubsorte sollen bald hinzukommen. Im Durchschnitt müssen Kunden aber z... » mehr

Anreise nach Norderney

10.07.2020

Was Urlauber auf den Ostfriesischen Inseln erwartet

Urlaub an der Nordseeküste - für zahlreiche Menschen erscheint sie während der Corona-Pandemie als bestes Ziel. Doch die Ferienorte müssen sich im Umgang mit den vielen Menschen Strategien überlegen. » mehr

Paul Degott

31.12.2019

Wie sicher ist die Pauschalreise?

Die Thomas-Cook-Pleite war ein Schlag ins Gesicht vieler Urlauber: Die Reise abgesagt, das Geld erstmal weg. Dabei galten Pauschalreisen stets als sicher. Stimmt das noch zum Start ins Reisejahr 2020? » mehr

Strandurlaub in Griechenland

14.05.2020

Sommerurlaub im Ausland: Stornieren oder nicht?

Klappt der Spanien-Urlaub im Juli? Wie realistisch ist eine Kroatien-Reise? Der Sommerurlaub steht derzeit noch auf wackeligen Beinen. Verbraucher müssen abwägen. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 06. 2020
10:32 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.