Lade Login-Box.
Sommerausklang in Südthüringen zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Bei Amsterdam denken viele Reisende auch an Coffeeshops, Gras und das berüchtigte Rotlichtviertel. Doch die Stadt hat genug von Exzessen und grölenden Männergruppen - und stellt strenge Regeln auf.



Rotlichtviertel
Rotlichtviertel in Amsterdam: Grölende Junggesellen-Touren sind dort nicht mehr erlaubt.   Foto: Koen Van Weel/epa/dpa-tmn » zu den Bildern

Amsterdam stöhnt unter dem Druck des Massentourismus. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 20 Millionen Besucher die Stadt mit ihren rund 800.000 Einwohnern.

Außer Grachten und Rembrandt sind nach wie vor die Coffee-Shops mit ihrem Cannabis und das Rotlichtviertel enorm populär - aus Sicht der Stadt zu populär. Vor allem das Rotlichtviertel ist fast ständig überfüllt. Jetzt greift Amsterdam durch.

Wer darf noch in die Coffeeshops?

Touristen ab 18 Jahre dürfen in einem der rund 160 Coffeeshops von Amsterdam Cannabis kaufen, maximal fünf Gramm pro Tag und dort auch ihren Joint rauchen. Sogenannte harte Drogen aber wie Kokain oder Ecstasy sind überall verboten. Coffeeshop-Besucher müssen sich ausweisen. Verkauf an Minderjährige ist verboten. Wer jünger ist als 18 Jahre, darf noch nicht einmal einen Coffeeshop betreten.

Wo darf man kiffen?

Im Prinzip darf man auf der Straße und in Parks kiffen, aber nicht in öffentlichen Gebäuden - und sowieso nicht in Kneipen und Cafes, denn dort gilt ein allgemeines Rauchverbot. Rund um Schulen und Kinderspielplätze ist Kiffen oft verboten.

Und wie ist es mit Alkohol?

Das ist kurios: In großen Teilen der Amsterdamer City darf man zwar auf der Straße einen Joint rauchen, aber keinen Alkohol trinken. Abseits von offiziellen Terrassen von Cafés und Kneipen kann das Bier beim Grachtenschauen 95 Euro Strafe kosten - an Ort und Stelle.

Welche Regeln gelten fürs Rotlichtviertel?

Die Wallen, das Rotlichtviertel im ältesten Teil der Stadt, waren seit Jahrhunderten ein Ort für vieles, was Gott und Gesetz nicht duldeten. Bis heute fasziniert das auch Touristen. Täglich ziehen rund 115 Gruppen mit Stadtführer durch die Gassen. Damit ist jetzt Schluss. Ab dem 1. April sind Stadtführungen verboten.

Auch das Fotografieren der Frauen ist untersagt. Und lautstarkes Pöbeln vor den Fenstern ist verboten, weil die Frauen dies als respektlos empfinden. Gruppen - dabei sind besonders die berüchtigten Junggesellenpartys gemeint - dürfen nicht mehr auf engen Gassen oder Brücken stehen bleiben. Auf der Straße Alkohol zu trinken und Drogen einzunehmen, wird ebenfalls nicht toleriert.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
14:53 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alkohol Drogen und Rauschgifte Exzesse Kneipen Kokain Marihuana Massentourismus Rembrandt Harmensz van Rijn Rotlichtviertel Stadtführer Städtereisen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
«Fontana della Barcaccia»

24.07.2020

Die Ewige Stadt verjüngt sich - Rom muss sich neu erfinden

Rom im Corona-Sommer 2020 sei wunderbar, sagen die einen. Andere sprechen von einer «Katastrophe». Italiens Hauptstadt fast ohne ausländische Touristen lässt keinen kalt. » mehr

Little France in Straßburg

02.07.2020

Straßburg abseits der Selfie-Spots

Morgens Kanäle und Kathedrale, nachmittags Europaviertel? Wer Straßburg auf seine Hotspots reduziert, verpasst Naturoasen, lebendige Viertel und die sehenswerte Neustadt. » mehr

Stoff-Masken sind auf Modellköpfe in einem Schaufenster

24.07.2020

Amsterdam ruft Touristen auf: Kommt nicht am Wochenende

Unter der Woche ist es okay, am Wochenende sieht es die Stadt derzeit nicht so gerne. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung von Corona richtet die Stadt Amsterdam einen Appell an ihre Besucher. » mehr

Surfer auf Bali

07.09.2020

Was das Ausbleiben der Touristen für Bali bedeutet

Als «Insel der Götter» ist Bali bei Surfern, Badegästen und Yogis aus aller Welt bekannt. Doch wegen Corona liegt die Reisebranche nun am Boden. Für die vom Massentourismus gebeutelte Insel ist das ein Segen, für die Bev... » mehr

Reisewarnung Paris

25.08.2020

Reisewarnung für Paris und Mittelmeerküste

Urlaub an der Côte d'Azur, ein Städtetrip nach Paris: Das war in den vergangenen Wochen trotz Corona kein Problem. Die Lage hat sich aber nun für deutsche Urlauber geändert. Für Rückkehrer gelten nun: Test und Quarantäne... » mehr

Höchste Schaukel

20.08.2020

Entdeckungen rund um Amsterdams IJ

In Amsterdam spazieren die meisten Besucher vom Hauptbahnhof in die pulsierende Innenstadt. Doch die unbekannten Schätze der Metropole finden sie, wenn sie den Hinterausgang nehmen. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
14:53 Uhr



^