Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Kritik an Schneeband im Grünen bei Kitzbühel

Naturschützer kritisieren den frühen Saisonstart im Oktober auf der noch grünen Resterhöhe unweit von Kitzbühel. Das sei «Skitourismus mit der Brechstange».



Schneeband im Grünen
Für eine schmale Piste wurde konservierter Schnee aus dem vergangenen Winter als Band in der Berglandschaft auf der noch grünen Resterhöhe in den Kitzbüheler Alpen aufgetragen.   Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa

Der frühe Saisonstart für Skifahrer auf der noch grünen Resterhöhe unweit von Kitzbühel sorgt für Streit in Österreich. Für ein schmales Pistenband wird in rund 1800 Metern Höhe konservierter Schnee aus dem vergangenen Winter genutzt.

Die Tiroler Grünen und die Naturschutzorganisation WWF kritisierten die Bergbahnen Kitzbühel als Betreiberin. «Das ist Skitourismus mit der Brechstange, wie ihn Tirol weder braucht noch notwendig hat», heißt es der österreichischen Nachrichtenagentur APA zufolge in einer Pressemitteilung von Tiroler Grünen. «In Zeiten der Klimakrise ist das nur mehr grotesk, was die Kitzbühler Bergbahnen aufführen.»

Die Bergbahnen Kitzbühel gehen bereits das fünfte Jahr in Folge im Oktober in Betrieb. Sie sehen in der Piste oberhalb von Mittersill im Pinzgau wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen.

Bergbahnenchef Josef Burger sagte dem ORF Salzburg, der ökologische Fußabdruck stimme. Das Angebot sei eine Alternative «zum aufwendigeren und teureren Gletschertraining». Der Restschnee der vorigen Wintersaison sei unter einer Plane deponiert worden. Das sei zudem günstiger und umweltfreundlicher als Schneekanonen.

Die Grünen konterten: Durch Gletscherskigebiete gebe es in Tirol ausreichend Möglichkeiten, schon im Herbst die Ski anzuschnallen. «Wer hier die Augen verschließt, der verschließt die Augen vor der Klimakrise.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 10. 2019
12:34 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Naturschutzorganisationen Naturschützer Umweltfreundlichkeit World Wide Fund For Nature Österreichischer Rundfunk
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Priel bei Cuxhaven

26.06.2019

Was das Welterbe Wattenmeer einzigartig macht

Es steht bei der Unesco auf einer Stufe mit dem Grand Canyon und dem Great Barrier Reef: das Wattenmeer. Große Teile der einzigartigen Landschaft zwischen Dänemark und den Niederlanden wurden 2009 zum Weltnaturerbe. » mehr

Buschfeuer in Australien

12.11.2019

Verheerende Buschbrände bedrohen auch die Metropole Sidney

Bei Feuern ist Australien leidgeprüft - dieses Mal sind die Buschbrände im Südosten des Kontinentstaats jedoch besonders schlimm. Direkt bedroht ist nun auch die Millionenmetropole Sydney. Und es gibt noch längst keine E... » mehr

Abrolhos Islands

07.11.2019

Neuer Nationalpark in Westaustralien

Korallen und Seelöwen: Die Houtman Abrolhos Islands sind zum Nationalpark ernannt worden. Naturschützer sehen in ihnen einen Ort von globaler Bedeutung. » mehr

Schweinswale auf der Flensburger Förde

11.06.2019

Nabu bietet Whalewatching auf der Flensburger Förde

Wale beobachten - das geht auch in Schleswig-Holstein. Der Nabu bietet im Sommer Touren auf der Flensburger Förde an - einer der Kinderstuben des Ostseeschweinswals. » mehr

Blässgänse

17.10.2019

Wo die wilden Gänse rasten

Es ist ein Naturschauspiel am Niederrhein: Bis zu 100.000 arktische Wildgänse überwintern zwischen Kleve und Duisburg. Ausflügler können die Gäste aus dem hohen Norden auf geführten Touren beobachten. » mehr

Flammenhölle

22.08.2019

Brände zerstören Brasiliens grüne Lunge

Tausende Feuer im Amazonasgebiet, schwarzer Regen in São Paulo: In Brasilien brennt es so heftig wie seit Jahren nicht. Farmer roden Waldflächen, wegen der Dürre greifen die Brände auf immer neue Areale über. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 10. 2019
12:34 Uhr



^