Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

In Reisebussen immer anschnallen

Nach dem schweren Busunglück auf der «Blumeninsel» Madeira stellen sich Reisende viele Fragen: Woran erkenne ich einen sicheren Reisebus und wie kann ich selbst zu mehr Sicherheit beitragen? Ein paar Hinweise vom ADAC und vom Bustouristikverband RDA.



Leere Parkplätze für Reisebusse
In einem Reisebus sollte man sich stets anschnallen.   Foto: Jens Büttner

Viele Urlauber tun es nicht, doch sie gefährden damit ihr Leben: In Reise- und Fernbussen sollten sich Passagiere bei jeder Fahrt und zu jeder Zeit anschnallen.

«In Deutschland gibt es eine Anschnallpflicht in Fernbussen, und die gibt es nicht ohne Grund», sagt ADAC-Sprecher Johannes Boos. «Diese Gurte verhindern, dass Sie bei einem Aufprall durch den Bus oder gar aus dem Fahrzeug heraus geschleudert werden. Das heißt, als Fahrgast sollten Sie diese Gurte auch zwingend anlegen.»

Die Sicherheit eines Reisebusses lässt sich gerade im Ausland nicht ohne weiteres erkennen. «Als Laie, da können Sie den technischen Zustand des Busses natürlich auf die Schnelle gar nicht so richtig beurteilen», sagt Boos. Es helfe aber, auf den eigenen Instinkt zu hören. «Wenn Reifen oder das gesamte Fahrzeug insgesamt einen schlechten Eindruck machen, dann sollten Sie eben besser nicht ein- oder bei der nächsten Gelegenheit wieder aussteigen.» Gleiches gelte, wenn der Fahrer einen unkonzentrierten Eindruck macht.

Nach Einschätzung des Internationalen Bustouristikverbands RDA sollten Touristen vor dem Einsteigen in Reisebusse deren Zustand prüfen. Mit einem Blick ließen sich offensichtliche Mängel wie abgerissene Spiegel oder gesprungene Frontscheiben erfassen, sagte der RDA-Sicherheitsbeauftragte Johannes Hübner. Er empfehle auch einen Gang um den Bus herum, um nach dem Reifenprofil zu sehen, sagte Hübner. Am Heck des Busses müssten zudem Aufkleber die bestandene Hauptuntersuchung und eine halbjährliche Sonderprüfung nachweisen.

Das Unternehmen SAM, zu dem der auf Madeira verunglückte Bus gehöre, sei auf der portugiesischen Urlaubsinsel führend und gut beleumdet, sagte Hübner. «Madeira ist eine Insel mit viel Kreuzfahrtverkehr, deswegen haben die Busunternehmen viel investiert in den letzten Jahren.» Der ADAC sieht in Reisebussen generell ein sicheres Verkehrsmittel, das Unfallrisiko sei deutlich geringer als mit dem eigenen Auto.

Auf Madeira verunglückte am 17. April ein Bus auf dem Weg zu einem Abendessen in Funchal. Er ist von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 04. 2019
13:23 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ADAC Auto Busunglücke Busunternehmen Fahrzeuge und Verkehrsmittel Fernbusse Hauptuntersuchungen Reisebusse Reisende Urlaubsinseln
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Sicherheitskräfte in Sri Lanka

26.04.2019

Tui holt Gäste aus Sri Lanka zurück

Bei Anschlägen im Urlaubsziel Sri Lanka sterben am Ostersonntag mehr als 250 Menschen - und es gibt neue Warnungen vor Angriffen. Tui sagt vorerst alle Reisen ab und organisiert die Heimkehr der Gäste vor Ort. Auch ander... » mehr

Rauchverbot

13.04.2018

Reise-News: Rauchverbot, Inselsperrung, Majestätsbeleidigung

Reisende in Österreich erwartet demnächst eine Einschränkung: In Autos mit Minderjähringen darf nicht mehr geraucht werden. Außerdem müssen Philippinen-Urlauber auf den Trip zu einer beliebten Urlaubsinsel verzichten. Ti... » mehr

Umweltmaut in London

09.04.2019

London wird für viele Autofahrer teurer

Auch in der Weltstadt London treibt die Luftverschmutzung Bürger und Politik um. Die Metropole setzt nicht auf Fahrverbote - sondern auf den Geldbeutel der Pkw-Besitzer. Die neuen City-Maut trifft auch Touristen. » mehr

Dicke Luft in Paris

27.02.2019

Paris und Lille verhängen Fahrverbote

Wer heute mit dem Auto nach Paris oder Lille hineinfahren möchte, sollte sichergehen, dass er die richtige Schadstoff-Plakette hat. Denn wegen zu hoher Feinstaubwerte dürfen keine emissionsstarken Fahrzeuge in die Städte... » mehr

Murenabgang in Italien

29.10.2018

Brennerpass weiträumig umfahren

Fast in ganz Italien richten zurzeit Unwetter starke Schäden an. Auch die Brenner-Autobahn ist davon betroffen. Der ADAC rät daher Reisenden, den Brennerpass großräumig zu umfahren. » mehr

Volocopter

09.03.2018

Hyperloop und Drohnentaxi: Wie wir zukünftig reisen könnten

Hyperloop, Überschallflugzeuge, unbemannte Flugtaxis und autonome Autos: All das könnten für Urlauber Verkehrsmittel der Zukunft sein. Eine neue Studie zeigt, was Reisende über diese Möglichkeiten denken. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 04. 2019
13:23 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".