Lade Login-Box.
Corona Newsletter
Topthemen: Coronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf Instagram

 

Bahn überarbeitet Bordbistros und Service

Vor vielen Jahren erwog die Bahn, die Speisewagen abzuschaffen. Daran denkt sie längst nicht mehr. Das Unternehmen will näher an den Gast heran und reagiert auch auf Änderungen im Essverhalten.



Bordrestaurant im ICE
Die Deutsche Bahn will ab Dezember das Preisniveau ihrer Gerichte im Bordrestaurant senken.   Foto: Christoph Soeder

In den Speise- und Bistrowagen der Deutschen Bahn werden die Fahrgäste ab Dezember auf ein neues Angebot stoßen. Die Auswahl in der Speisekarte wird etwas kleiner. Dafür setzt die Bahn noch stärker auf Leibgerichte, die es aber in verfeinerten Varianten geben soll.

Das Preisniveau im Bordrestaurant werde «bei gleichbleibender Qualität» gesenkt, kündigte das Unternehmen bei einer Produktpräsentation in Berlin an. In welchem Umfang das geschieht, ließ die Bahn offen.

Zusätzlich will die Bahn in den 650 Bordrestaurants und Bistros in ihren ICE und Intercitys für einige Wochen mit Sonderangeboten locken und zum Beispiel den Kaffee in dieser Zeit für 2,50 statt 3,00 Euro anbieten. Auf der Speisekarte sollen noch häufiger Klassiker wie Currywurst oder Chili con Carne zu finden sein, jedoch in einer modernen Variante - die Wurst etwa mit Tortilla-Streuseln, das Chili mit einem Klecks Schmand.

Weniger unterschiedliche Gerichte in der Bordküche vereinfachten die Logistik, sagte der Marketingchef der Bahn-Fernverkehrssparte, Michael Peterson. Dadurch könnten mehr von den beliebtesten Speisen eingelagert werden. So müssten Gäste seltener enttäuscht werden, wenn ihr Wunschgericht nicht mehr vorrätig sei. Auf der Speisekarte werde es eine Mischung von Snacks und Hauptgerichten geben. Alle Speisen könnten nun auch an den Platz mitgenommen werde, sagte Peterson.

Die Bahn wolle auch ein besserer Gastgeber werden, dazu gehöre auch ein persönlicherer Auftritt. «Wir wollen die Gäste umsorgen», erläuterte die Leiterin der Service-Strategie im Fernverkehr, Ramona Fellner. Die Bordgastronomen und Zugbegleiter würden entsprechend geschult. Sie sollen weniger Bahndeutsch sprechen und dürften je nach Region die Passagiere künftig auch mit «Moin, moin» oder «Grüß Gott» begrüßen.

Bahnchef Richard Lutz hatte sich schon früher zum Angebot von Speisen und Getränken an Bord bekannt: «Solange ich Bahnchef bin, wird's Gastronomie in den Zügen geben, das ist gar keine Frage.» Auf der Veranstaltung am Donnerstag sagte er, die Bahn sei bereit, die Voraussetzungen für mehr Fahrgäste in den Zügen zu schaffen, so wie das die Bundesregierung wünsche. Die Kapazitäten im Schienennetz und bei den Fahrzeugen müssten vergrößert werden.

Es sei nicht zu übersehen, «dass wir in manchen Bereichen und in bestimmten Situationen an der Grenze der Belastung angekommen sind.» Mehr Kapazität sei der Schlüssel für die Lösung dieser Probleme.

Die Bahn zeigte auf der Präsentation auch, wie sie die erste IC-Generation derzeit modernisiert, damit diese Wagen noch einige Jahre im Einsatz bleiben können. Die Züge bekommen zum Beispiel Monitore, die in Echtzeit über den Fahrtverlauf, die nächsten Bahnhöfe und Anschlüsse informieren. Außerdem werden komplett neue Toiletten eingebaut.

Veröffentlicht am:
25. 10. 2018
13:09 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bahnchefs Chili con Carne Deutsche Bahn AG Gott Hauptgerichte Lieblingsgerichte Marketing Director Speisekarten
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
DB-Fernzug

25.11.2019

Züge der Deutschen Bahn werden immer voller

Eine Fahrt im ICE fühlt sich noch länger an, wenn man sie auf dem Fußboden verbringt. Die Bahn versucht gegenzusteuern. Die ultimative Gegenmaßnahme aber scheuen Konzern und Fahrgastvertreter gleichermaßen. » mehr

ICE im Berliner Hauptbahnhof

08.05.2019

Bahn kündigt Halbstundentakt zwischen Berlin und Hamburg an

Verkehrsminister Scheuer will einen «Wow-Effekt» auf der Schiene. Bis dahin dürfte es allerdings noch ein weiter Weg sein. Die Deutsche Bahn immerhin hat etwas mitgebracht zum «Schienengipfel». » mehr

Bordservice in der Bahn

07.03.2019

Wie die Bahn den Bordservice nachschärft

Frühmorgens im Zug: Am Sitzplatz ankommen, per DB-Navigator-App das Ticket entwerten - und dann erstmal ab ins Bordbistro. So machen es Tag für Tag zahllose Reisende in Deutschland. Die Speisekarte im Zug ist seit dem Wi... » mehr

ICE Züge der Bahn

16.12.2019

«S-Bahn» durch Deutschland - ICE sollen häufiger fahren

Wer in Berlin, Hamburg oder München den ICE verpasst, soll nicht lang auf den nächsten warten: Die Bahn plant einen 30-Minuten-Takt und steckt Milliarden in Züge. Das nächste ICE-Modell könnte die Fahrgäste überraschen. » mehr

Ufer des Tegernsee

17.01.2019

Reise-Anbieter mühen sich um Barrierefreiheit

Das Interesse an barrierefreien Urlaubsangeboten wächst - auch weil die Gesellschaft immer älter wird. Doch bislang sind noch nicht alle Anbieter und Tourismusregionen darauf eingestellt. » mehr

Deutsche Bahn

10.01.2019

Jeder vierte Fernzug war 2018 zu spät

Die Bilanz ist ernüchternd: Jeder vierte Fernzug kam 2018 zu spät. Die Deutsche Bahn hat damit ihr Ziel weit verfehlt. Zum Jahresende gab es einen Hoffnungsschimmer. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
25. 10. 2018
13:09 Uhr



^