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Was der «Shutdown» in den USA für Urlauber bedeutet

In den USA gibt es nach fünf Jahren wieder einen «Shutdown»: Die Regierung steht still, Ämter und Behörden bleiben geschlossen. Die Auswirkungen für USA-Reisende halten sich aber noch in Grenzen.



Joshua Tree National Park
Besuch im Joshua Tree National Park in Kalifornien: Wegen des Shutdowns hat der staatliche Nationalpark-Service seine Dienste eingestellt, viele Parks bleiben aber zugänglich.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Der «Shutdown» in den USA hat zwar aktuell Auswirkungen auf den Tourismus. Die Folgen sind allerdings nicht so weitreichend wie 2013, als der US-Regierung zuletzt das Geld ausgegangen war, weil die Schuldenobergrenze erreicht war.

Anders als vor fünf Jahren sind diesmal zum Beispiel nicht alle Nationalparks geschlossen. Manche Parkgebiete blieben zugänglich, andere würden komplett schließen, erklärt der US National Park Service (NPS).

Lodges und Restaurants privater Anbieter könnten geöffnet und Dienstleistungen buchbar sein. Xanterra Parks & Resorts zum Beispiel betreibt die touristischen Einrichtungen in Nationalparks wie Grand Canyon, Crater Lake, Mount Rushmore, Rocky Mountain und Zion. Das Unternehmen teilte mit, Lodges und Gastronomie dort blieben offen.

Das US-Innenministerium erklärte, das Personal in den Nationalparks werde zwar reduziert, diese müssten aber nicht zwangsläufig schließen. «Straßen, Aussichtspunkte, Wege und Gedenkstätten unter freiem Himmel bleiben zugänglich», hieß es. Toiletten, Müllsammlung und Besucher-Informationen werden aber vorerst nicht mehr angeboten. Auch die Wartung der Straßen wird vorübergehend eingestellt - was auf Mietwagen-Touren im Winter Probleme bereiten kann.

«Wir haben derzeit von keinem der bekannten Nationalparks eine Information, dass dieser geschlossen bleibt», sagte Tilo Krause-Dünow vom Nordamerika-Reiseveranstalter Canusa Touristik am Montag (22. Januar). Grundsätzlich kämen Reisende an die Attraktionen heran.

Tui Deutschland hat nach eigenen Angaben erst Anfang Februar wieder Gäste in den USA. «Wir gehen nicht davon aus, dass dieser Zustand länger anhält», sagte Tui-Sprecher Mario Köpers. Es gebe allenfalls sehr geringe Auswirkungen für Reisende. DER Touristik teilte mit, Gästen könnten einzelne Reiseleistungen wie Besuche von Museen und Nationalparks kostenlos umbuchen oder stornieren. Derzeit gebe es aber keine Beeinträchtigungen für Rundreisen.

Einige Museen bleiben trotz «Shutdown» offen. Die Smithsonian Institution teilte am Wochenende mit, ihre 19 Museen und Galerien in Washington sowie den National Zoo auch am Montag geöffnet zu halten. In New York zum Beispiel ist die Freiheitsstatue wieder offen, weil der Bundesstaat New York finanziell einspringt. Die Aufgaben von Flugsicherung und Grenzschutz werden nach Angaben des US-Verkehrsministerium auch im «Shutdown» fortgesetzt.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) in Berlin verweist darauf, dass derzeit keine Urlaubshochsaison für die USA ist. Generell gilt: Pauschalreisende können ihren Reisevertrag kostenlos kündigen, wenn absehbar ist, dass wichtige Höhepunkte der Reise ausfallen werden. Urlauber sollten sich jeweils bei ihrem Veranstalter informieren.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
22. 01. 2018
14:42 Uhr

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22. 01. 2018
14:42 Uhr



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