Lade Login-Box.
Corona Newsletter
Topthemen: Coronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf Instagram

 

EU geht gegen Irreführung auf Reiseportalen vor

Online-Reiseportale werben oft mit besonders niedrigen Preisen. Die Nutzer müssen nach einer neuen EU-Untersuchung allerdings aufpassen. Nicht alles, was auf den ersten Blick günstig wirkt, ist am Ende wirklich ein Schnäppchen.



Frau mit Laptop
Wer über ein Online-Portal eine Reise bucht, ist oft mit irreführenden Angaben konfrontiert. Die EU-Kommission will nun die betreffenden Betreiber ermahnen. Foto: Jens Kalaene/dpa  

Wer im Internet eine Reise buchen will, stößt laut einer Untersuchung der EU-Kommission bei zahlreichen Anbietern auf irreführende Angaben.

Bei einer Untersuchung von 352 Reiseportalen sei festgestellt worden, dass 235 von ihnen nicht zuverlässig über Preise informierten, teilte die Behörde mit. Zudem seien angepriesene Sonderangebote in einem Fünftel der Fälle gar nicht erhältlich.

Um das Problem zu beheben, werden die Betreiber der Webseiten nun von den zuständigen Verbrauchschutzbehörden kontaktiert. Sollten die Missstände bleiben, müssten die Verantwortlichen Konsequenzen fürchten, hieß es. Möglich seien beispielsweise Gerichtsverfahren.

«Das Internet bietet den Verbrauchern zahlreiche Informationen, um ihren Urlaub zu planen und dabei Urlaubsreisen zu vergleichen und zu buchen. Wenn jedoch die Bewertungen auf Vergleichsportalen verzerrt oder die Preise nicht transparent sind, sind die Informationen für die Verbraucher irreführend», kommentierte EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourová. Internetunternehmen müssten europäische Vorschriften genauso einhalten wie Reisebüros.

Neben irreführenden Preisangaben und Sonderangeboten entdeckte die EU-Kommission bei der Untersuchung nach eigenen Angaben noch etliche andere kritikwürdige Punkte. So wurden von jedem fünften untersuchten Portal Verbraucherbewertungen in einer unklaren oder nicht transparenten Art und Weise veröffentlicht. Rund 23 Prozent der Anbieter gaben zudem nur äußerst begrenzt Informationen über sich selbst preis. Vier Prozent machten überhaupt keine Angaben.

Einen falschen Eindruck können nach Angaben der Brüsseler Behörde auch Angaben zur Verfügbarkeit von Hotelzimmern erwecken. So beziehen sich zur Buchung verleitende Formulierungen wie «nur noch 2 verfügbar» oder «nur heute verfügbar» in etlichen Fällen gar nicht auf das Hotel, sondern nur auf die Verfügbarkeit über das jeweilige Reisebuchungsportal.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 04. 2017
16:25 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesgerichtshof Europäische Kommission Europäischer Gerichtshof Reiseportale
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Lufthansa-Tocher Germanwings

31.12.2019

Das müssen betroffene Passagiere wissen

Kein schöner Start ins neue Jahr: Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings fallen streikbedingt viele Flüge aus. Was können betroffene Passagiere tun? Welche Rechte haben sie? » mehr

Eine Frau betrachtet Hotelangebote im Internet

06.12.2019

Kriterien für Ranking müssen transparent sein

Wer im Internet nach Hotels sucht, erhält auf Reiseportalen eine Trefferliste. So mancher fragt sich vielleicht, wie die Auswahl eigentlich zustande kommt. Dazu urteilte nun ein Landesgericht. » mehr

Flugzeug

26.11.2019

Wann Rabatte auf Flugportalen unzulässig sind

Das Reiseportal wirbt mit einem tollen Flug-Schnäppchen, doch am Ende der Buchung folgt die Ernüchterung: Der Rabatt gilt nur mit einer seltenen Kreditkarte. Ist das erlaubt? Die Rechtslage ist eindeutig. » mehr

Hotel

20.11.2019

Schlichtungsstelle hilft bei Streit mit Reiseportalen

Bei Ärger rund um Pauschalreisen haben Urlauber eine neue Anlaufstelle: Erste Online-Reisebüros arbeiten ab Dezember mit der Schlichtungsstelle SÖP zusammen. Was heißt das? » mehr

Reisen versichern

12.11.2019

Schutz für Urlaub besser direkt abschließen

Wer über Reiseportale seinen Urlaub bucht, bekommt häufig Zusatzleistungen wie eine Reiserücktrittsversicherung angeboten. Doch wie sinnvoll ist das? Und worauf sollten Urlauber dabei achten? » mehr

Ansprüche bei Flugverspätung

26.03.2020

Pauschalreisende darf bei Flugverspätung am Abflugort klagen

Ein wichtiges Urteil für viele Pauschalreisende hat der Europäische Gerichtshof gesprochen. Die Richter stellen klar, wo und von wem die Urlauber bei verspäteten Flügen eine Entschädigung verlangen können. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 04. 2017
16:25 Uhr



^