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Granatenhagel und Prinz auf Brautschau sind neu fürs Handy

Smartphone-Spieler können mit «World of Warships Blitz» in See stechen und Schlachten schlagen. Auf dem Land lädt «Final Fantasy» zu epischen Abenteuern ein. Dunkel und mysteriös wird es hingegen bei «The Room: Old Sins».



Szene aus World of Warships
Rabumms, da fliegen die Granaten der Schiffsgeschütze. In «World of Warships» treten historische Schlachtschiffe in gänzlich unhistorischen Online-Teamgefechten gegeneinander an.   Foto: Wargaming » zu den Bildern

Schlachtkreuzer, ein Prinz auf Freiersfüßen und Sprung-Action - das gibt es in den Spiele-Neuheiten für Smartphones. Sechs Titel im Überblick:

Seeschlachten im Hosentaschenformat

Nach den Panzern von «World of Tanks» dampfen nun die Schlachtschiffe auf das Smartphonedisplay. In «World of Warships Blitz» (Android/iOS) treffen historische Schlachtschiffe in gänzlich unhistorischen Schlachten aufeinander. In den Online-Scharmützeln stehen sich zwei Teams mit je sieben Spielern gegenüber. Gekämpft wird mit Schiffen aus Deutschland, Japan, den USA und der Sowjetunion, die mit gewonnenen Erfahrungspunkten freigeschaltet werden können.

Die vier Schiffstypen fordern verschiedene Spielweisen: Zerstörer sind schnell, haben aber keine große Feuerkraft, bei Schlachtschiffen ist es genau andersherum. Kreuzer sind hingegen ausgewogen. Flugzeugträger haben ein ganz eigenes Gameplay und greifen mit ihren Fliegern aus der Luft an, sind im Nahkampf aber hilflos. Die Schiffe können aufgerüstet werden, um ihren Kampfwert zu steigen.

Wie nahezu jedes Free-to-Play-Spiel, bietet auch «World of Warships Blitz» eine Fülle von optionalen Käufen an. Spiel-Währung, Premium-Account oder exklusive Schiffe stehen gegen echtes Geld im Shop zum Kauf bereit. Es geht aber auch komplett kostenlos.

Großes Abenteuer auf kleinen Bildschirmen

«Final Fantasy», der Klassiker unter den japanischen Rollenspielen, hat es bereits auf etliche Folgen gebracht. Der neueste Ableger mit der Nummer 15 erhält nun mit der «Final Fantasy XV Pocket Edition» einen Ableger für Mobilgeräte spendiert. Damit das Riesenspiel auf Smartphones passt, hat Entwickler Square Enix einiges geändert. Zunächst wurde die Geschichte um den Prinzen Noctis, der Prinzessin Lunafreya ehelichen und damit zwei Reiche vereinen soll, in zehn Episoden unterteilt. Die Prachtgrafik der Konsolenversion ist einer Manga-Optik gewichen. Auch die Steuerung musste überarbeitet werden.

Inhaltlich sind die Original- und die Pocket-Version aber identisch. So kann das komplette Abenteuer auch unterwegs erlebt werden. Die erste Episode ist kostenlos, für das komplette Spiel werden dann aber 21,99 Euro fällig. Erschienen ist das gewaltige Rollenspiel für iOS und Android.

Düstere Geheimnisse in einer verlassenen Villa

Schon dreimal rief «The Room» in eine Welt voller Rätsel. Im vierten Teil, «The Room: Old Sins» (Anroid/iOS), verschwindet ein Ehepaar aus der High Society. Der Mann arbeitete an einem mysteriösen Projekt, das mit einem wertvollen Artefakt zu tun hatte. Doch wohin sind sie verschwunden und ist das Artefakt noch irgendwo in ihrer verlassenen Villa versteckt?

Spieler erforschen die Räumlichkeiten gründlich mit der intuitiven Touch-Steuerung und entdecken dabei nicht nur Hinweise, sondern stoßen auch auf viele clevere Rätsel. Deren Lösungen werfen oft die nächsten Fragen auf. So zieht einen das Spiel immer tiefer in seinen Bann, während sich die Geschichte langsam in den dunklen Räumen ausbreitet. Unterstützt wird das durch die detailverliebte Grafik und den passenden Soundtrack. «The Room: Old Sins» kostet Rätsel-Freunde im Appstore 5,49 Euro, die Android-Version erscheint in Kürze.

Eine bewegende Geschichte

«Florence» von Mountains ist eher ein interaktiver Film für iOS als ein Spiel. Die Geschichte wird eher miterlebt als gestaltet. Die namensgebende Protagonistin Florence ist 25 Jahre alt und lässt sich ohne feste Ziele treiben. Das ändert sich, als jemand Neues in ihr Leben tritt. Mehr wird hier nicht verraten, denn «Florence» ist ein kurzes Spiel, und die Geschichte ist schnell auserzählt. Nach maximal einer Stunde sollte jeder das Spiel beendet haben und mit einem warmen Gefühl etwas fröhlicher auf das Leben schauen.

Trotz seiner Kürze schafft es «Florence», Emotionen zu wecken. Die Geschichte ist gefühlvoll erzählt, in einem ansprechenden Zeichentrick gehalten und mit schöner Klavier- und Streicher-Musik unterlegt. Das Gameplay ist minimalistisch und darauf ausgelegt, den Erzählfluss nicht zu behindern. So sind die kleinen Schieberätsel nicht schwer, aber sinnvoll eingefügt. All das macht «Florence» zu einem liebevoll gestalteten Kleinod, das die 3,49 Euro im Appstore trotz der Kürze absolut wert ist.

Alleine Karten spielen garantiert ohne Solitaire

«Meteorfall: Journey» von Slothwerks ist ein Einzelspieler-Kartenspiel mit magischem Touch. Das Spiel liefert vier verschiedene Kampagnen, die jeweils mit einem Charakter und dessen Deck gespielt werden. Das Deck des Zauberers setzt auf Magie-Karten, der Krieger nutzt Karten mit brachialer Angriffskraft. Auch die Kampagnen bestehen aus Kartendecks. Nach jeder Runde wird eine Karte gezogen, die festlegt, ob nun ein Kampf, ein Beutezug oder ein besonderes Ereignis folgt. Oft gewinnen Spieler dabei weitere Karten und können entscheiden, ob diese zu seinem Kartendeck passen.

Die Optimierung des eigenen Decks ist ein wichtiger Faktor im Kampf. Dort wird klassisch Karte gegen Karte gezogen, bis die Lebenspunkte heruntergespielt sind. Sind diese aufgebraucht, beginnt das Spiel von vorn. Das macht «Meteorfall» zu einem kurzweiligen und schnellen Spiel für zwischendurch. Der Preis: rund 3 Euro für Android und iOS.

Springen ist das neue Laufen

«Dandara» ist ein Action-Plattformer, der richtig gut auf Mobilgeräten funktioniert. In dem Spiel von Long Hat House erforscht Heldin Dandara unterirdische Gewölbe. Dabei bewegt sie sich nicht wie gewohnt zu Fuß, sondern springt gezielt von einer weiß markierten Stelle zur nächsten. Diese Einschränkung ist die Stärke des Spiels, denn in Kombination mit der einfachen Steuerung bewegen sich Spieler flott durch die labyrinthartige Spielwelt. Diese ist in einer 16 Bit-Retro-Optik gehalten und ziemlich groß.

In den vielen Räumen und Tunneln warten nicht nur Gegner und Fallen, sondern auch Geheimnisse und verschlossene Türen, die sich erst im Laufe des Abenteuers öffnen lassen. Oft heißt das, Teile der Welt noch einmal zu bereisen. Die Mühen werden aber belohnt - nicht nur durch Beute, sondern auch durch kleine Happen der unterhaltsamen Geschichte. Die Android-Version von «Dandara» kostet derzeit 14,99 Euro, die iOS-Version 16,99 Euro. Viel für eine App, dafür bietet das Spiel den Umfang eines vollwertigen Konsolen- oder PC-Titels.

Veröffentlicht am:
06. 03. 2018
04:59 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
06. 03. 2018
04:59 Uhr



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