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Neue Konsolenspiele: Freiheitskämpfer und Flotten-Admirale

Eine Shinto-Göttin muss die Welt vor dem bösen Drachen retten, und auch ein Fledermaus-Chamäleon-Gespann stürzt sich in den Kampf gegen das Böse. Wer es auf der Konsole gern weniger dramatisch mag, kann auf die Rennstrecke gehen - oder Raumschiffe in Stücke schießen.



Gear Club Unlimited
«Gear Club Unlimited» für Nintendo Switch ist eine Renn-Simulation für nicht allzu professionelle Couch-Rennfahrer.   Foto: Anuman Interactive/dpa-tmn » zu den Bildern

Heiße Reifen, bunte Freunde und waffenstarrende Weltraum-Schlachtschiffe: Auf die Spielkonsolen rollen zum Jahresende gewichtige Neuerscheinungen zu. Vier Titel im Überblick:

Renn-Simulation für Einsteiger

Rennspiele auf Nintendo-Konsolen? Da gibt es die Funracer-Serie Mario Kart, manche erinnern sich noch an «Need for Speed»-Umsetzungen für Gamecube oder Wii U. Aber das liegt schon lange zurück. Eden Games springen mit ihrer Rennsimulationen «Gear Club Unlimited» für die Nintendo Switch in diese Lücke. Der Ansatz ist gar nicht einmal schlecht: Die Präsentation dürfte Motorsportfans gefallen. Die Boliden wirken ansehnlich und einigermaßen detailreich. Mit Tuning-Paketen lassen sich die Wagen aufmotzen.

Die Entwickler vermeiden es allerdings, zu sehr in die Tiefe zu gehen und damit Gelegenheitsspieler zu überfordern. Kern des Spiels ist die Einzelspieler-Kampagne - der Multiplayer-Modus hat eher Alibi-Funktion. 24 Kurse in abwechslungsreichen Umgebungen stehen zur Auswahl, dazu rund 32 Autos. Wie bei Rennsimulationen üblich, können Fahrhilfen genutzt werden oder - für ein realistisches Fahrgefühl - abgeschaltet werden. «Gear Club Unlimited» hat keine Altersbeschränkung und kostet rund 50 Euro.

Weltenrettung mit Wolf

«Okami HD» ist eine modernisierte Neuauflage des gleichnamigen Playstation-2-Klassikers von 2006. In dem japanischen Action-Adventure retten Spieler als Shinto-Göttin Amaterasu in Form einer weißen Wölfin die Menschheit. Die wird vom bösen Drachen Orochi mit seinen dämonischen Schergen bedroht, denen man nur mit Taktik und viel Magie begegnen kann. Die weiße Wölfin hat mit Issun einen interessanten Gefährten, der in ihrem Pelz haust. Gemeinsam begegnen beide skurrilen Wesen und Bösewichten, etwa einem überdimensionierten Sperling, der sich als Boss einer kriminellen Bewegung herausstellt.

Zwei Grundwaffen - Spiegel und Rosenkranz - stehen zur Auswahl, wobei sich nach und nach ein ungeahnter Variantenreichtum abzeichnet. Wirklich innovativ wird es, wenn mit einer von 13 möglichen Pinselstrichtechniken Bomben erschaffen werfen, die den Gegnern besonders zusetzen. Dazu wird reichlich gekämpft und geknobelt, was «Okami HD» zu einem abwechslungsreichen Spaß macht. Das Spiel gibt es für Playstation 4 und Xbox One für je rund 25 Euro.

Wenn Weltraum-Flotten aneinander geraten

Auf den Weltmeeren stand das Schiff Dreadnought Anfang des 20. Jahrhunderts für eine radikale Modernisierung im Schlachtschiffbau. Die Berliner Entwickler von Yager schicken nun statt öliger Eisenschiffe kanonenstarrende Raumschiffe in große Flottenschlachten. Das Spielprinzip von «Dreadnought» ist denkbar einfach: Man tritt in Teams in den Spielemodi «Deathmatch» oder «Elimination» gegeneinander an und versucht, mit ein wenig Strategie und viel Feuerkraftkraft das gegnerische Team zu bezwingen.

Was man sonst eher von Kämpfen und Schlachten am Boden gewohnt ist, wird hier eben in ein Weltraum-Science-Fiction-Setting getaucht. Das Konzept geht auf. Über 60 Raumschiff-Typen unterschiedlichen Klassen stehen zur Wahl. Der Einstieg in das Spiel ist recht intuitiv. Die eine oder andere Schwierigkeit bei der Steuerung lässt sich rasch überwinden. Eine Story wird nicht erzählt und eine Einzelspielerkampagne gibt es auch nicht - «Dreadnought» ist ein reiner Multiplayer-Titel mit Free2Play-Modell. Gegen echtes Geld können neue Schiffe gekauft oder andere Extras freigeschaltet werden. Die Altersfreigabe des Schiffeversenkens im Weltall auf der Playstation 4 liegt bei zwölf Jahren.

Fledermaus und Chamäleon bekämpfen «Novellisator 64»

Auf der Playstation 4 und der Xbox One sind Chamäleon Yooka und Fledermaus Laylee schon länger unterwegs. Jetzt kommt das farbenfrohe Duo auch auf Nintendos Switch. Das Setting ist reichlich abgedreht, macht aber Laune. Bösewicht Capital B hat eine Maschine entwickelt, mit der man alle Bücher der Welt ansaugen kann. Das Ziel: Ein Monopol schaffen und damit den Reichtum mehren. Yooka und Laylee treten an, dem übermächtigen Gegner mit seinem «Novellisator 64» zu stoppen. Im Spielverlauf entwickeln die beiden eine Menge Tricks und Fähigkeiten, mit Namen wie Reptilrolle und Kumpelkracher.

Das Abenteuer erstreckt sich über fünf unterschiedlich gestaltete Welten, die so genannten Großwälzer, die von der Oberwelt aus erreichbar sind. «Yooka-Laylee» ist ein sehr unterhaltsames Spiel, basierend auf einer schönen Spielidee. Die Switch-Version mit ihrer im Vergleich deutlich verbesserten Steuerung kostet rund 40 Euro, die anderen Versionen gibt es schon für unter 30 Euro. Mithüpfen und springen können alle Spieler ab sechs Jahren.

Veröffentlicht am:
26. 12. 2017
04:47 Uhr

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dpa

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26. 12. 2017
04:47 Uhr



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