Lade Login-Box.
Topthemen: Ministerpräsidentenwahl ThüringenFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Wie wichtig Schutzsoftware für Windows ist

In Zeiten steigender Bedrohungen im Internet scheint Schutz für den PC unerlässlicher denn je. In Windows arbeitet standardmäßig ein Virenschutz namens Defender. Genügt der schon?



Kostenloser Virenscanner
Windows 10 hat mit dem Defender einen kostenlosen Virenscanner an Bord, der als sehr sicher gilt.   Foto: Robert Günther/dpa-tmn » zu den Bildern

An Antiviren-Software herrscht kein Mangel. Zahlreiche Entwickler haben sich darauf spezialisiert. Sie bieten kostenlose Versionen ihrer Virenscanner oder dienen ihre Programme Herstellern gleich zur Installation ab Werk auf neuen PCs oder Notebooks an.

Und die Bedrohungslage scheint der Angebotsfülle Recht zu geben: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registriert stetig mehr Angriffe . Und Schadsoftware agiert immer gefährlicher, wie etwa die Ransomware Emotet. Guter Schutz ist alternativlos.

Defender hat aufgeholt

Der in Windows 10 integrierte, kostenlose Virenscanner Defender galt in seiner Schutzwirkung lange Zeit nur als unzureichend. Doch in jüngster Zeit hat Microsoft mächtig aufgeholt. Der Defender bietet nun kontinuierlich sicheren Schutz, wie etwa die regelmäßigen Tests des Magdeburger IT-Sicherheit-Instituts AV-Test bestätigen.

Der Defender erzielt dort sehr gute oder sogar Bestwerte bei der Erkennung von Schädlingen und besonders bei den gefährlichen Zero-Day-Angriffen, also jenen Attacken, die Sicherheitslücken noch am selben Tag ausnutzen, an denen sie entdeckt wurden.

Kostenlose Virenprogramme mit hohem Schutz

Ist andere Antiviren-Software damit überflüssig? «Tatsächlich bieten andere auch nicht mehr Schutz», sagt Ronald Eikenberg vom Fachmagazin «c't». Die kostenlosen Versionen der Virenschutz-Anbieter seien sich alle sehr ähnlich und böten einen etwa gleichwertigen hohen Schutz.

Doch für Eikenberg haben auch die Wettbewerber eine Daseinsberechtigung. «Viele Hersteller bieten einen persönlichen Support, den der Defender nicht anbietet.» Das ist besonders gut für unerfahrene Benutzer, die bei Unsicherheiten nicht allein gelassen werden wollen. Solch einen Service gibt es allerdings nur bei den kostenpflichtigen Premium-Versionen der Virenscanner.

Diese enthalten zudem noch meist andere Tools, etwa zum sicheren Löschen von Dateien oder zum Aufräumen der Festplatte von Datenmüll. Ob diese Tools einen Kauf rechtfertigen, hängt von den persönlichen Bedürfnissen des Nutzers ab. Wer schon seit Jahren einen Virenscanner benutzt, braucht sein gewohntes Programm jedenfalls nicht gegen den Defender austauschen, wenn kein Grund dafür besteht.

Ganz anders sieht es beim Thema Werbung aus. Viele kostenlose Virenscanner nerven mit Werbeeinblendungen auf dem Desktop. Selbst bei den kostenpflichtigen Premium-Versionen sind Pop-ups, die auf andere Produkte des Herstellers hinweisen, keine Seltenheit. Der Defender verzichtet erfreulicherweise auf solche Einblendungen. Werbegeplagte finden hier eine unaufdringliche Alternative.

Unverzichtbare Updates

Für den Defender - wie auch für jede andere Antivirus-Software - gilt eine wichtige Regel: Er muss immer auf dem neuesten Stand sein.

Ab Werk ist der Defender so eingestellt, dass er automatisch nach Updates sucht und diese selbstständig installiert. Ein Eingreifen des Nutzers ist nicht notwendig. Diese Einstellungen sollten am besten unverändert bleiben, um einen sicheren und bequemen Betrieb zu gewährleisten. Wie für alle Virenscanner gilt aber auch beim Defender, dass er keinen vollständigen Schutz gewährleisten kann.

Deshalb kommt es auch auf das Verhalten des Nutzers an. «Halten Sie ihren Computer stets aktuell und installieren Sie Updates umgehend», rät David Bothe vom Gelsenkirchener Institut für Internet-Sicherheit, das zur Westfälischen Hochschule gehört. Dies gilt insbesondere für den Webbrowser, das Betriebssystem und alle anderen Programme, die mit dem Netzwerk oder mit dem Internet kommunizieren.

Etwas herunterladen sollte man indes nur von bekannten und seriösen Quellen. Und auch Links, die einem verdächtig vorkommen, klickt man lieber nicht an. Oft verbirgt sich dahinter Schadsoftware.

Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
10:29 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Betriebssysteme Browser Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Computer Dateien Drohung und Bedrohung Informationstechnik Internet Microsoft Personalcomputer Produktionsunternehmen und Zulieferer Sicherheitslücken
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Ist das noch sicher oder nicht?

10.01.2020

Windows 7 weiter nutzen oder nicht?

Bei Ihnen läuft noch Windows 7? Damit sind sie nicht allein. Das Betriebssystem war und ist beliebt. Sie befinden sich trotzdem in schlechter Gesellschaft - denn Windows 7 ist bald brandgefährlich. » mehr

Office-Paket

12.11.2019

Mit Web-Apps unabhängiger arbeiten

Installieren Sie noch, oder arbeiten Sie schon? Viele Programme und Dienste laufen inzwischen als Web-Apps im Browser. Was zwar praktisch ist, aber auch Nachteile mit sich bringen kann. » mehr

RSS-Feeds

04.02.2020

Schnüren Sie sich Ihr persönliches Nachrichtenpaket

RSS-Feeds sind von gestern? Stimmt, sie stammen aus den ausgehenden 1990er Jahren. Deshalb sind sie aber noch lange nicht unzeitgemäß. Wer sie einmal abonniert und mobil nutzt, muss Vorurteile revidieren. » mehr

«Dare2Del»

13.01.2020

Wie Forscher «Desktop-Messies» helfen wollen

Unmengen von Daten zu speichern ist technisch kein Problem - aber es kann belastend sein für die Psyche, die Energiebilanz und den Geldbeutel. Künstliche Intelligenz soll dem Menschen nun beim Aufräumen helfen. » mehr

Veraltetes Betriebssystem

15.07.2019

Was das Support-Ende für Windows 7 für Nutzer bedeutet

Es hat schon einige Jahre auf dem Buckel und bald drohen Nutzern klaffende Sicherheitslücken. Microsoft will den Support für Windows 7 einstellen - und das schon in wenigen Monaten. Was sollten Nutzer jetzt tun? » mehr

Mehr Sicherheit

08.10.2019

Sieben goldene Regeln für mehr IT-Sicherheit

Ransomware, Phishing, Viren: Ein unbedachter Klick im Browser kann ausreichen und schon landet Schadsoftware auf dem Computer. Mit etwas Strategie und Verstand surft man aber stets sicher im Netz. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
10:29 Uhr



^