Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Strategien gegen Spam-Mails

Werbung für Pillen oder eine vermeintlich seriöse Mitteilung einer Bank, die einen fiesen Trojaner transportiert: Spam-Mails landen immer wieder im Posteingang. Wenn die unerwünschte Post überhand nimmt, sollten Nutzer aktiv werden. Nur wie?



Junk-E-Mail
Ein regelmäßiger Blick in den Junk-E-Mail-Ordner lohnt sich. Manchmal gehen ganz harmlose E-Mails darin verloren.   Foto: Andrea Warnecke » zu den Bildern

Nicht jeder User erkennt eine Spam-Mail gleich auf Anhieb. Ein falscher Klick - und schon ist die Schadsoftware auf dem Rechner. Dies kann in der Folge zu einem Totalausfall des Computers führen.

Damit Verbraucher nicht in die Spam-Falle geraten, legen sich die meisten zunächst eine Virenschutzsoftware zu und halten ihr Betriebssystem auf dem neusten Stand. Schon mal nicht schlecht. Die Verbraucherzentralen haben noch ein paar Tipps auf Lager: zum Beispiel raten sie, bei der Wahl der eigenen E-Mail-Adresse darauf zu achten, keine vollständigen Namen zu offenbaren. Außerdem sollten Nutzer ihre E-Mail-Adresse möglichst nur Personen mitteilen, die sie persönlich kennen.

Adressen nicht öffentlich platzieren und keine Links öffnen

Stephan Dörner vom Magazin für digitale Zukunft «t3n» rät Nutzern: «Es ist besser, wenn die E-Mail-Adresse nicht öffentlich im Web auffindbar ist, so dass diese nicht automatisiert von sogenannten Web-Crawlern aufgelesen und damit für Spam-Nachrichten missbraucht werden kann.»

Wer erkannt hat, dass es sich bei einer Mail um eine Spam-Nachricht handelt, sollte nicht den Fehler machen, einen Link darin zu öffnen oder auf die Nachricht zu antworten. «Werden Links angeklickt, könnte das der Verifizierung der eigenen Mail-Adresse dienen», erklärt Lisa Hinze vom Telekommunikationsmagazin «Teltarif». Zudem sollten Verbraucher nie auf Links klicken, die vermeintlich dazu dienen, sich aus einer Empfängerliste auszutragen. Denn: Spam-Versender können dadurch ebenfalls eine Bestätigung für die Existenz des betreffenden E-Mail-Kontos erhalten - die Folge ist eine weitere Mail-Flut.

Absender prüfen und mehrere Adressen einrichten

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Verbrauchern, schon bei Betreffzeilen vorsichtig zu sein: «Bevor Mails mit Betreffzeilen wie «Re: Ihre Anmeldung» oder «Sie haben gewonnen!» geöffnet werden, sollte man besser erst einmal auf den Absender schauen.» Hierbei wird meist die kryptische Mailadresse des Versenders sichtbar, und die Mail kann als Spam markiert werden.

Idealerweise besitzen Verbraucher mehrere Mailadressen. Diese sollten nach Wichtigkeit sortiert werden. Sprich: Eine Adresse gilt nur für berufliche Kontakte und eine andere für private Zwecke wie soziale Netzwerke oder Online-Shopping.

Spamfilter kontrollieren und Alias verwenden

Einige Mail-Anbieter bieten außerdem praktische Services an: Bei Gmail, dem E-Mail-Dienst von Google, kann man seine Mailadresse um einen Alias erweitern. Wenn die E-Mail-Adresse beispielsweise robert@gmail.com lautet, kann auch robert+onlinebanking@gmail.com als Adresse angegeben werden. Die E-Mails kommen trotzdem an, beschreibt es Stephan Dörner.

Bei vielen Mail-Dienstleistern gehört ein Spamfilter mittlerweile zum Standardprogramm. GMX beispielsweise bietet neben einem Spam- und Virenschutz auch eine Blacklist. Die fungiert als persönliche Sperrliste. Hier werden alle Mailadressen aufgenommen, von denen der Nutzer auf keinen Fall Post erhalten möchte. «Der Spam-Schutz ist allerdings bei allen wichtigen E-Mail-Anbietern auch automatisch aktiv», sagt Stephan Dörner. Viele Spamfilter sind darüber hinaus lernfähig. Sprich: Wenn Nutzer eine Mail als «Spam» markieren, wird die nächste Nachricht vom gleichen Absender in häufigen Fällen als Spamverdacht abgespeichert. Allerdings können hierbei auch Fehler passieren.

Manuell Spam verwalten

Deswegen haben Anwender die Möglichkeit, manuell nachzukorrigieren, um so fälschlich als Spam markierte Mails aus dem Spam-Ordner zu fischen. Ebenso können nicht erkannte Spam-Mails nachträglich markiert werden, sagt Lisa Hinze. Wenn diese Lernphase abgeschlossen ist, arbeiteten diese Filter in der Regel recht zuverlässig, so ihre Erfahrung.

Veröffentlicht am:
09. 05. 2019
05:04 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Computer E-Mail Google Googlemail Informationstechnik Online-Shopping Soziale Netzwerke Spam Spam-Mails Verbraucherzentralen World Wide Web
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Phishing im Internet

03.10.2019

Das sind die Tricks der Phishing-Betrüger

Gefälschte Rechnungen, fingierte Anwaltsschreiben, angebliche Steuerrückzahlungen gegen Angabe der Kreditkartennummer: Phishing gibt es in vielfältiger Form. Wie erkennt man den Betrug? » mehr

Fabian von Keudell

17.10.2019

Internetbetrug hat viele Facetten

Mal soll man ein immenses Erbe antreten, mal einem Menschen in Not helfen: Um an Geld zu kommen, erfinden Betrüger im Internet die abenteuerlichsten Geschichten. Oder sie versprechen die große Liebe. » mehr

Bilder im Browser bearbeiten

12.11.2019

Mit Web-Apps unabhängiger arbeiten

Installieren Sie noch, oder arbeiten Sie schon? Viele Programme und Dienste laufen inzwischen als Web-Apps im Browser. Was zwar praktisch ist, aber auch Nachteile mit sich bringen kann. » mehr

Ulrike Kuhlmann

11.04.2019

Warum Firmware-Updates wichtig sind

Updates für Computer und Smartphones sind den meisten Nutzern vertraut. Aber auch andere Geräte wie Drucker, Kameras und Fernseher werden regelmäßig mit neuer Software versorgt. Ignorieren sollte man das nicht - vor alle... » mehr

Mehr Sicherheit

08.10.2019

Sieben goldene Regeln für mehr IT-Sicherheit

Ransomware, Phishing, Viren: Ein unbedachter Klick im Browser kann ausreichen und schon landet Schadsoftware auf dem Computer. Mit etwas Strategie und Verstand surft man aber stets sicher im Netz. » mehr

De-Mail

16.07.2019

De-Mail wartet noch auf den Durchbruch

Rechtsverbindlich und zuverlässig: De-Mail sollte der neue digitale Standard für sichere Kommunikation werden. Doch Jahre nach dem Start fristet das Angebot ein Schattendasein. Dabei hat es viele Vorteile. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
09. 05. 2019
05:04 Uhr



^