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Kamera-Highlights auf der Photokina

Zwei Jahre ist es her, seit die letzte Photokina stattgefunden hat. Seitdem hat sich viel geändert: Die Messestars sind 2018 handliche Systemkameras mit Vollformatsensoren, für die selbst Profis immer öfter ihre klobige Spiegelreflex links liegen lassen.



Canon EOS R
Die Canon EOS R ist primär auf Touchscreen-Bedienung ausgelegt.   Foto: Robert Guenther » zu den Bildern

Smartphones haben den Fotomarkt längst umgekrempelt. Die Verkäufe von Digitalkameras haben sich seit 2014 ungefähr halbiert. Der Photo-Industrieverband (PIV) prognostiziert 2,35 Millionen verkaufte Apparate in diesem Jahr.

Und wer sich noch eine Kamera kauft, will keine günstige Knipse, die kaum bessere Bilder als sein Handy liefert. So stehen auf der Photokina (Besuchertage 26. bis 29. September) besonders Systemkameras (Wechselobjektivkameras ohne Spiegel) sowie Kompaktkameras mit großen Sensoren im Mittelpunkt.

S-Serie von Panasonic

Dass Nikon und Canon ihre ersten Systemkameras mit Vollformatsensoren, auch Kleinbildformat genannt, mit nach Köln bringen, war schon bekannt. Und Vollformat-Systemkamera-Pionier Sony hatte mit der Alpha 9 und der Alpha 7 Mark III schon früher im Jahr entsprechende Neuheiten präsentiert. Überraschend hat nun Panasonic mit der S-Serie ebenfalls Vollformat-Systemkameras angekündigt.

Bislang war der Hersteller für Systemkameras mit Sensoren im Micro-Four-Thirds-Format (G-Serie) bekannt, die aber parallel weiterentwickelt werden sollen. Die S-Modelle sind mit einem neuen Objektivanschluss (Bajonett) namens L-Mount ausgestattet, das auch Leica und Sigma als Kooperationspartner von Panasonic einführen. Es ist so dimensioniert, dass es sich nicht nur für Vollformat-, sondern auch für APS-C-Sensoren eignet.

Panasonic will die neue Familie mit der S1R mit 47 Megapixeln (MP) und mit der S1 mit 24 MP starten. Gehäuse, Bedienung und Features sind ansonsten identisch. Beide Kameras können 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen, haben ein auf drei Achsen klappbares Display und bieten eine duale Bildstabilisierung im Gehäuse und in den Objektiven.

Darüber hinaus sollen die S-Kameras auch mit einer kompletten Gehäuseabdichtung - Bedienrädchen und Knöpfe eingeschlossen - und einem extrem robusten Verschluss überzeugen. Zu haben sein werden die S-Kameras erst 2019, in Köln sind nur Vorserienmodelle zu sehen. Preise stehen auch noch nicht fest.

Z6 und Z7 von Nikon

Nikons erste Vollformat-Systemkameras, die Z6 (25 Megapixel) und die Z7 (46 Megapixel), können Messebesucher hingegen schon ausprobieren. Auch sie unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die Sensoren. Und auch mit ihnen wird ein neues Bajonett (Z) als Basis für eine ganz neue Objektivserie eingeführt.

4K-Videos liefern die Z-Kameras mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde, Full-HD-Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde. Es wird einen Adapter (FTZ) geben, damit Kunden Objektive mit F-Bajonettanschluss von Vollformat-Spiegelreflexkameras des Herstellers weiternutzen können - bei voraussichtlich 3700 Euro Gehäusepreis für die ab Ende September erhältliche Z7 lässt sich so etwas sparen. Die für November angekündigte Z6 schlägt mit rund 2500 Euro zu Buche.

EOS R von Canon

Als Dritter im Bunde hat auch Canon seine erste spiegellose Systemkamera im Vollformat präsentiert: die EOS R mit 30-MP-Sensor. Auch sie kommt mit neuem Bajonett (RF). Aber wer bereits andere Canon-Optiken besitzt, kann diese über einen Adapter (EF-EOS R) weiternutzen.

Die Kamera ist primär auf Touchscreen-Bedienung ausgelegt. Es gibt aber auch praktische Bedienelemente wie einen Objektivring, über den etwa Belichtungszeit oder Blende geregelt werden können sowie einen frei belegbaren Touch-Taster rechts oberhalb des Displays. Der elektronische Sucher ist wie bei Canons Z-Kameras mit 3,69 MP extrem hochauflösend. Die EOS R kommt Anfang Oktober zum Body-Preis von 2500 Euro.

X-T3 von Fujifilm

Es gibt aber auch Systemkamera-Neuheiten mit kleineren Sensoren: Im gewohnten Retrodesign hat Fujifilm die X-T3 (Bodypreis 1500 Euro) mit neu entwickeltem APS-C-Sensor (26 MP) ins Portfolio aufgenommen. Alle, die filmen, wird die Möglichkeit freuen, 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzuzeichnen. Mit dem elektronischen Verschluss können beim Fotografieren bis zu 30 Bilder pro Sekunde mit 16 MP aufgezeichnet werden, so dass die Grenzen zum Video verschwimmen.

Veröffentlicht am:
26. 09. 2018
12:42 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
26. 09. 2018
12:42 Uhr



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