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Moto Mod: Polaroid Insta-Share Printer im Test

Warten statt wedeln: Mit dem Moto Mod Insta-Share Printer will Motorola Smartphones und Sofortbild-Fotografie vereinen. Das macht im Praxistest erstaunlich viel Spaß - auch wenn sich die fotografischen Offenbarungen in Grenzen halten.



Vault Boy auf Polaroidbild
Lächelnder Vault Boy auf Polaroidbild: Mit dem Insta-Share Printer bringen Polaroid und Motorola die Sofortbildfotografie als Smartphone-Modul heraus.   Foto: Robert Guenther » zu den Bildern

Das mit den Polaroidfotos war immer ein kleines Glückspiel: Zielen, auslösen, das Summen abwarten und dann noch das bange Warten, während auf dem Fotopapier die ersten blassen Farben durchscheinen.

In den meisten Fällen war das Ergebnis eher originell als ein wirklich gelungenes Foto. Dieses Fotoerlebnis wollen Motorola und Polaroid in modernisierter Form zurückbringen - mit dem Insta-Share Printer.

Das weiße Gerät ist ein so genanntes Moto Mod, also ein Zusatzmodul für Motorolas Smartphones der Z-Serie. Die gibt es zum Beispiel als Akku, Kamera, Lautsprecher - oder eben als Sofortbildmodul. Wie der Name schon andeutet, macht der Insta-Share-Printer dabei einiges anders als die Polaroid-Urahnen. Streng genommen ist er nämlich nur ein Miniatur-Fotodrucker im Telefonformat. Die Fotos werden nicht etwa entwickelt, sondern in einem Thermodruckverfahren direkt auf Fotopapier ausgegeben.

Die Handhabung ist denkbar einfach. Nutzer stecken das Modul hinten an das Smartphone und starten die zugehörige App. Zur Aufnahme verwenden sie die Smartphonekamera. Wie der bei Sofortbildkamera auch, gibt es am Mod einen großen Auslöserbutton, nötig ist er aber nicht. Ist das Bild einmal geschossen, fangen die Unterschiede zum gewohnten Sofortbild an. Denn war dabei nach dem Druck auf den Auslöser alles ein Ergebnis der Fotochemikalien, ist mit dem Insta-Share Printer noch allerlei Bildbearbeitung möglich.

Bilder lassen sich vergrößern, beschneiden, drehen, spiegeln oder mit diversen Filtern einfärben oder auch entfärben. So kann man sich etwa den Filmwechsel sparen, wenn es mal keine Farbfotos sein wollen. Außerdem gibt es zahlreiche Rahmen, Emojis oder Texte zur Auswahl, mit denen sich die Bilder verschönern lassen. Neben selbst aufgenommen Fotos können auch Bilder von Facebook, Instagram oder Google Fotos bearbeitet und auf den Drucker geschickt werden.

Der wiederum versieht nach kurzer Aufwärmzeit klaglos, aber auch nicht sonderlich schnell seinen Dienst und schiebt langsam das fertige Foto heraus. Zwar entfällt das Warten auf die Bildentwicklung, wirklich schneller als ein echtes Polaroid ist der Drucker aber auch nicht. Die Qualität bewegt sich ebenfalls in einem ähnlichen Bereich. Wirkliche Meisterwerke sollte man nicht erwarten.

Fazit: Wer Sofortbilder mag und die Ausgabe von knapp 160 Euro nicht scheut, findet mit dem Insta-Share Printer eine der praktischsten Sofortbild-Drucklösungen auf dem Markt. Ein Moto-Z-Smartphone (ab circa 400 Euro) muss man natürlich auch noch haben. In der Kombination wird die Idee des Polaroidfotos sinnvoll modernisiert, inklusive des etwas unberechenbaren Ergebnisses, was ja eigentlich schon immer den größten Spaß an der Sache ausmachte. Abgesehen von den Anschaffungskosten ist der Sofortbildspaß nicht einmal sonderlich teuer: Papier für 20 Aufnahmen kostet im Onlinehandel rund 13 Euro, der 50er-Pack rund 24 Euro.

Unterwegs Sofortbilder ausdrucken geht auch ohne Motorola-Smartphone und das Insta-Share Printer Mod. Die Drucktechnik verkauft Polaroid auch als einzelnes Gerät, das per Bluetooth angesteuert wird. Die Kombination aus Smartphones und ansteckbarem Mod ist im Alltag allerdings deutlich praktischer.

Veröffentlicht am:
05. 03. 2018
12:04 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 03. 2018
12:04 Uhr



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