Lade Login-Box.
Gemeinsam handeln zum Digital-Abo
Topthemen: #GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilft

 

Tricks für eine längere Akku-Laufzeit des Smartphones

Handy-Akkus sind empfindliche Geschöpfe. Sie leeren sich zu schnell, gehen kaputt und haben ihre eigenen Regeln. Wer diese jedoch beachtet, kann das Beste aus seinem Akku rausholen - sodass er vielleicht sogar bis zum nächsten Tag durchhält.



Smartphone-Akku aufladen
Ran an den Strom: Das müssen Smartphones in der Regel einmal am Tag. Wer etwas sparsamer ist, kommt länger Steckdose aus. Foto: Christin Klose   » zu den Bildern

Akkus sind meistens genau dann leer, wenn man das Handy am dringendsten braucht. Dabei kann so ein Smartphone-Akku durchaus lang durchhalten, wenn man ein paar Dinge beachtet.

In der Regel verbraucht das Display am meisten Energie. «Der Akku kann geschont werden, wenn die Helligkeit des Displays herabgesetzt wird», empfiehlt Hannes Czerulla vom Fachmagazin «c't». Tatsächlich sind Displays oft heller eingestellt als nötig. Volle Helligkeit braucht man nur bei starker Lichteinstrahlung - beispielsweise, wenn die Sonne scheint. Das Display in den Einstellungen zu dimmen, kann sich erheblich auf die Akkuleistung auswirken. Viele Smartphones verfügen auch über einen Lichtsensor, der die Helligkeit nach Bedarf einstellt und so beim Stromsparen hilft.

Zu den Top-Stromfressern gehören außerdem die Funk-Verbindungen. Dazu gehört alles, womit das Gerät eine Verbindung zur Außenwelt aufnimmt. Der Mobilfunk wird in der Regel immer gebraucht. Anders sieht es beim WLAN aus. Ist es aktiviert, sucht es konstant nach bekannten Netzen. Unterwegs ist das nicht unbedingt sinnvoll und kostet viel Energie.

Bluetooth wird nur selten dauerhaft benötigt und sollte daher nur bei Bedarf eingeschaltet werden. Auch GPS zehrt am Akku. Die Standortbestimmung ist sowieso nur für wenige Apps wirklich notwendig, etwa für die Navigation oder Lauf-Apps. Meist wird sie nur genutzt, um das Nutzerverhalten aufzuzeichnen - in den meisten Fällen kann sie also ohne Nachteile deaktiviert werden.

Einen Trick hat Czerulla für Nutzer, die einen Mobilfunkvertrag mit niedriger Datentransferrate haben: «LTE-Funk verbraucht mehr Strom als 3G. Wer also eh nur 3G nutzt, kann LTE deaktivieren.»

Wenn schon alles versucht wurde, der Ladestand aber dennoch weiter schmilzt, können Apps daran schuld sein, da einige von ihnen verschwenderisch programmiert sind. Sie belasten den Prozessor mit unnötigen Operationen im Hintergrund und bremsen damit die Performance das Handys aus. Darunter leidet auch der Akku.

Die Stromsünder lassen sich über die Einstellungen aber leicht ausfindig machen. Unter Batterie oder Akku werden die Apps nach ihrem Stromverbrauch aufgelistet - auch danach, wie viel Strom sie im Hintergrund verbrauchen. Fällt eine App aus der Reihe und hat einen immensen Verbrauch, sollte die deaktiviert oder deinstalliert werden. In den Einstellungen zur Datennutzung lässt sich auch für einzelne Apps die Abfrage von Hintergrunddaten beschränken. Das kann den Akku und zusätzlich das Datenvolumen schonen.

Auch das Ladeverhalten spielt eine wichtige Rolle für Lebenszeit und Leistung des Akku. «Viele Weisheiten zur Akku-Nutzung beziehen sich noch auf Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH)», sagt Prof. Michael Brodmann vom Energieinstitut der Westfälischen Fachhochschule Gelsenkirchen. Diese Akkus gibt es heute meist nur noch in Batterieform, aber nicht in modernen Smartphones. Für NiMH-Akkus galt: Immer vollständig auf- und entladen, um den Memory-Effekt zu verhindern, der den Akku von Mal zu Mal schwächer werden ließ.

Auf moderne Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) und deren Nachfolger Lithium-Polymer-Akkus (Li-Po) trifft das nicht zu, sagt Brodmann. Einen Memory-Effekt gibt es hier nicht. Im Gegenteil ist es sogar ratsam, den Akku schon vor dem roten Bereich zu laden und auch vor dem Erreichen der 100-Prozent-Marke vom Ladegerät zu trennen. Ideal, aber auch ein wenig unpraktisch wäre es, den Akku im Bereich von 30 bis 70 Prozent Ladung zu nutzen. Darunter oder darüber wird er stark strapaziert, was seine Lebensdauer verkürzen kann. Deshalb ist es auch wenig sinnvoll, das Handy über Nacht am Ladekabel zu lassen.

Auch sollte der Akku nicht extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Unter 0 Grad Celsius sinkt die Leistungsfähigkeit. Temperaturen von 40 Grad und mehr beschleunigen den Alterungsprozess des Geräts. Im Winter sollte das Telefon also vielleicht besser nicht in die äußerste Tasche, im Sommer lieber in den Schatten.

Wenn alles nichts hilft und der Akku unterwegs schlappmacht, helfen Powerbanks weiter. Das sind Zusatzakkus, die als Ladegerät verwendet werden können. Für das Zubehör gibt es eine unüberschaubare Auswahl. Die Stiftung Warentest hat in «test» (06/2016) 20 Powerbanks getestet und teils deutliche Unterschiede bei Ausstattung, Preis und Leistung festgestellt. Schon für unter 20 Euro gibt es allerdings gute Geräte. Wer den Strom für sein Smartphone umweltbewusst und sportlich selbst erzeugen will, kann das sogar mit einem USB-Fahrraddynamo tun.

Veröffentlicht am:
24. 01. 2017
05:10 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Apps Displays Fachhochschule Gelsenkirchen Ladegeräte Smartphones Stiftung Warentest Stromfresser
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Smartphone übers Autoradio nutzen

31.03.2020

Sound und Navi im Auto verbessern

Kaum etwas im Auto altert so schnell wie das Entertainment-System: Irgendwann lahmt das Navi, das Display wird zu klein - und war der Sound nicht auch schon mal besser? Jetzt ist nachrüsten angesagt. » mehr

Über Ebay

26.03.2020

Das alte Smartphone im Netz zu Geld machen

Das alte Smartphone tut noch brav seinen Dienst, da ist das neuere Modell schon zur Hand. Soll man das alte Schätzchen jetzt verkaufen? Und wenn ja - wo? » mehr

Das Moto G8 Power im Test

06.03.2020

Das Moto G8 Power im Test

Ein dicker Akku für mehr als nur einen Tag - davon träumen viele Smartphone-Nutzer. Mit dem G8 Power verspricht Motorola Unabhängigkeit vom Stromnetz - und bügelt Schwächen des Vorgängers aus. » mehr

Ultra-Weitwinkel-Objektiv

02.10.2019

Das neue iPhone 11 im Praxistest

In der Einladung zum Launch der neuen iPhones hieß es «By innovation only». Nun sind iPhone 11 und iPhone 11 Pro in den Läden. Wie viel Innovation in den Modellen steckt, zeigt ein Praxistest. » mehr

Shiftphone 6m

02.10.2019

Das Shiftphone 6m im Test

Funktionierende Smartphones sind toll, kaputte nicht. Denn selbst reparieren lassen sich die wenigsten. Das Shiftphone 6m ist nicht nur hier anders unterwegs. » mehr

Royole Flexpai

26.12.2019

Sind Galaxy Fold, Moto Razr und Co. die Zukunft?

Aus zwei mach eins, und zusammengeklappt passt Samsungs Galaxy Fold auch noch fast in die Hosentasche. Sind innovative Smartphones zum Zusammenklappen die Zukunft? Ein Ausblick. » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
24. 01. 2017
05:10 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.