Lade Login-Box.
Sommerausklang in Südthüringen zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Abzocke über Fake-Airbnb-Seiten

Günstige Wohnangebote finden sich immer seltener. Für Cyber-Kriminelle eine Möglichkeit, Wohnungssuchende abzuzocken.



Tastatur und Airbnb-Logo
Vorsicht bei vermeintlich günstigen Wohnungsangeboten: Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche mit Fake-Webseiten, die der Wohnungsplattform Airbnb nachempfunden sind. Betroffene sollten am besten den echten Airbnb-Support kontaktieren und die Zugangsdaten ändern.   Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn

Die Wohnung ist zentral gelegen und kostet wenig: Was nach einem tollen Angebot aussieht, könnte ein Betrugsversuch sein. Die Polizei in Niedersachsen warnt derzeit vor betrügerischen Internetseiten, die an Airbnb erinnern - und gibt Ratschläge zur Enttarnung der Fake-Webseiten.

Ein Beispielfall: Eine Frau hatte über Ebay-Kleinanzeigen eine Wohnungsuche inseriert und bekam per E-Mail ein vermeintlich verlockendes Angebot. Sie wurde aufgefordert, sich auf einer Fake-Seite zu registrieren, die der Wohnungsplattform Airbnb nachempfunden war.

Nachdem sie sich dort registriert hatte, erhielt sie die Aufforderung, eine Mietkaution zu überweisen. Sie schaute genauer hin, witterte Betrug und informierte die Polizei.

Adresszeile und Bilder überprüfen

Die Experten raten: Bei Weiterleitung auf eine Seite immer die Adresszeile im Browser prüfen, ob es sich dabei um die korrekte Webadresse handelt. Gerade bei mobilen Endgeräten sei das nicht immer gleich erkennbar. Hat man sich schon mit seinen richtigen Zugangsdaten auf der Fake-Seite angemeldet, dann am besten sofort den echten Airbnb-Support kontaktieren und die Zugangsdaten ändern.

«Diese Webseiten von Dritten haben nichts mit Airbnb zu tun», stellt das Unternehmen klar. «Wir ermutigen Nutzer, verdächtige E-Mails oder Websites an report.phishing@airbnb.com zu melden», so eine Sprecherin von Airbnb. Man arbeite mit Partnern, um diese Seiten untersuchen und entfernen zu lassen. Nutzer sollten Kommunikation, Buchung und alle Zahlungen immer über die Airbnb-Seite abwickeln.

Positive Bewertungen vermeintlich zufriedener Kunden sind ein weiterer Trick, um die Echtheit der Webseite vorzutäuschen. Eine Google-Bilder-Rückwärtssuche ergab in diesem Fall, dass es sich um Fake-Profile handelte. Auch Fotos der angebotenen Wohnung ließen sich auf anderen Seiten im Netz finden.

Überweisung schnell stoppen

Die Polizei hat noch einen grundsätzlichen Ratschlag: Niemals Geld an unbekannte Personen vorab überweisen. Sollte man auf die Masche hereingefallen sein, kann man noch versuchen, die Bank zu informieren und die Überweisung zu stoppen. Schon nach ein paar Stunden könnte es dafür aber zu spät sein.

© dpa-infocom, dpa:200805-99-53325/3

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 08. 2020
17:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abzocke Betrug Betrugsversuch Browser Cyberkriminelle E-Mail Mietkautionen Polizei Unternehmen Webadressen Websites
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Ruhig und kritisch bleiben

28.07.2020

So nehmen Sie es mit Datenräubern auf

Die Bank fordert per Mail zum Ändern des Banking-Passwortes auf? Der E-Mail-Provider schickt eine Nachricht, man möge bitte seine Log-in-Daten bestätigen? Dann ist Gefahr in Verzug. » mehr

Online-Shopping

13.05.2020

Vorsicht vor gefakten Amazon-Mails

In der Corona-Zeit bestellen viele Menschen online von zu Hause aus. Das nutzen Cyberkriminelle aus: Etwa mit Phishing-Mails, die angeblich vom Versandhändler Amazon stammen. » mehr

Abzock-Warnung: «Yourfone24.de» ist ein Fakeshop

26.05.2020

«Yourfone24.de» ist ein Fakeshop

Auf «.de»-Webseiten fühlen sich viele Surfer intuitiv gut aufgehoben. Eine verschlüsselte Verbindung, gutes Design und Siegel schaffen zusätzlich Vertrauen. Doch das alles muss gar nichts heißen. » mehr

Gefälschte Marken-Websites

01.09.2020

Cyberkriminelle nutzen gefälschte Marken-Webseiten

PayPal, Apple, Amazon: Im Internet kursieren derzeit gefälschte Websites bekannter Unternehmen. Betrüger fischen so Zugangsdaten ab. » mehr

Internetbetrug

06.02.2020

Falsche Freunde betteln per Mail um Hilfe

Der Rucksack mitsamt Geld und Reisepass im Urlaub gestohlen. Und das Hotel ist noch nicht bezahlt. Bitte leih mir doch schnell etwas! Bei Mails mit solchem Inhalt sollten die Alarmglocken schrillen. » mehr

QR-Code-Generator bei Chrome

13.08.2020

Browser: Chrome erhält neue Scan-Funktion

Webseiten lassen sich auch über einen QR-Code öffnen. Gerade mit dem Smartphone gelangt man auf diesem Weg schnell zu bestimmten Inhalten. Zum Genieren solcher Codes hat Chrome jetzt eine neue Funktion eingeführt. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 08. 2020
17:44 Uhr



^