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Über Weitergabe von Handy-Daten mitentscheiden

Handy-Bewegungsdaten liefern Live-Stauinfos für Navis oder helfen Verkehrsplanern. Nun sollen sie auch Erkenntnisse liefern, ob Corona-Maßnahmen greifen. Nutzer haben aber oft ein Mitspracherecht.



Mann mit Handy in der Hand
Wie viele Menschen bewegen sich wo? Handydaten sollen dabei helfen, die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bewerten zu können.   Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-tmn

Sind Kontaktverbote und Schließungen wirksame Mittel zur Bewältigung der Corona-Krise? Um diese Frage beantworten zu können, hat das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) von der Telekom bereits anonymisierte Handy-Bewegungsdaten erhalten.

Zudem hat die EU-Kommission angekündigt, mit Hilfe solcher Mobilfunknetzdaten die Wirksamkeit von Ausgangssperren in den Mitgliedsstaaten analysieren zu wollen.

Opt-out-Funktion nutzen

Zwar erlauben etwa die Telekom-Daten nur Rückschlüsse darüber, wie viele Telefone sich in welchen Gebieten bewegt haben. Trotzdem können Mobilfunkkunden widersprechen, wenn sie nicht damit einverstanden sind, dass ihre Daten in solche Auswertungen auch nur einfließen.

Dazu bietet die Telekom eine Opt-out-Seite im Netz, auf der die eigene Mobilfunknummer angegeben werden muss. Danach erhält man per SMS einen vierstelligen Code zur Eingabe auf der Seite.

Ähnlich funktioniert der Widerspruchsprozess für Mobilfunkkunden im O2-Netz. Dessen Betreiber Telefónica verkauft ebenfalls anonymisierte Bewegungsdaten zu kommerziellen Zwecken oder gibt diese an staatliche Stellen oder Forschungseinrichtungen weiter. Der Netzbetreiber versichert, dass die Daten keinerlei Personenbezug mehr enthalten.

Kein Widerspruch bei Vodafone möglich

Eine Widerspruchsmöglichkeit sieht Vodafone, der dritte in Deutschland aktive Mobilfunknetzbetreiber, bislang nicht vor. Allerdings gibt es bei Vodafone auch keinen Verkauf und standardmäßig auch keine Weitergabe solcher Daten. In der Corona-Krise will das Unternehmen aber eine Ausnahme machen und auf deren Anfrage «Regierungen bei der Entwicklung von Erkenntnissen auf der Grundlage großer anonymisierter Datensätze unterstützen.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
31. 03. 2020
14:18 Uhr

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31. 03. 2020
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