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Gefälschte Speicherkarten sind Datenschredder

USB-Sticks mit Terabyte-Kapazität für unter zehn Euro? Kann das sein? Nein! Wer im Netz Flash-Speichermedien kaufen möchte, muss genau hinschauen. Sonst riskiert er seine Daten.



Speicherkarte
Am Aussehen kann man die Fälschungen oft kaum erkennen.   Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Auf Shopping-Plattformen und Marktplätzen im Internet wimmelt es nur so von gefälschten Speichermedien.

Egal, ob USB-Sticks mit angeblich ein oder zwei Terabyte Kapazität oder SD-Speicherkarten mit angeblich 256 oder 512 Gigabyte (GB) für jeweils unter zehn Euro: Tatsächlich bieten solche Fake-Flash-Speicher meist nicht mehr als 32 GB, berichtet das «c't»-Fachmagazin. Es hat dubiose Sticks und Karten bestellt und getestet (Ausgabe 4/20).

Schlimmer noch als die Tatsache, dass man nur einen Bruchteil der versprochenen Speicherkapazität erhält: Wer nichts ahnt und gutgläubig mehr als beispielsweise diese 32 GB an Daten auf gefälschte Medien schreibt, schreddert unwissentlich seine Daten. Denn ist das Fake-Medium voll, fängt es einfach an, den Speicherplatz wieder von vorne zu beschreiben.

Wer die Preise kennt, kann sich schützen

Da die Fälscher Logos, Typenbezeichnungen und Symbole bekannter Hersteller dreist auf ihre Sticks und Karten drucken, ist der beste Schutz vor Fehlkäufen, die aktuellen Preise für echte Flash-Speichermeiden zu kennen. Handelt es sich um ein echtes Produkt, kosten 32 GB Speicherkapazität derzeit rund 12 Euro - sowohl als USB-Stick als auch als SD- und Micro-SD-Karte.

Für 256 GB Speicher werden je nach Art des Speichermediums zwischen 40 und 45 Euro fällig, bei 512 GB Speicher sind es 90 bis 135 Euro. Und bei 1 Terabyte Kapazität reicht die Spanne von 160 bis 400 Euro. Und 2 Terabyte gibt es bislang nur in Gestalt eines USB-Sticks für stolze 950 Euro.

Typisch für gefälschte USB-Sticks ist den Angaben zufolge auch die nicht mehr zeitgemäße USB-2.0-Schnittstelle - auch wenn die Fake-Speicher mit USB 3.0 beworben werden.

Die wahre Größe offenbart eine Test-Software

Wegen manipulierter Firmware der Speichermedien ist die vom Rechner angezeigte Speicherkapazität bei Fake-Sticks und -Karten nicht verlässlich. Hier setzt man besser ein Windows-Testprogramm wie H2testw ein, sollte jedoch einstellen, dass nur 50 GB geprüft werden, damit der Vorgang nicht zu lang dauert.

Viel mehr echter Speicher steckt den Experten zufolge derzeit ohnehin nicht in den Fake-Medien. In der Regel träten nach den ersten 4, 8, 16 oder 32 geprüften GB die ersten Fehler auf. Ein vergleichbares Programm für macOS-Rechner ist F3 .

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 02. 2020
12:08 Uhr

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12. 02. 2020
12:08 Uhr



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