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So erkennen Sie Fake-Bewertungen

Ein Blick auf die Bewertungen, und schon kennt man das vermeintlich tollste Produkt oder das schönste Hotel. Doch den Beurteilungen sollte man nicht blind vertrauen. Oft trügt der Schein.



Sterne-Bewertungen eines Online-Portals
Es gibt laut Verbraucherzentrale Hersteller, Dienstleister oder Portal-Betreiber, die Kunden oder Nutzer mit Gutscheinen belohnen, wenn sie positive Bewertungen abgeben.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Online-Bewertungen sind auf den ersten Blick praktisch und nützlich - Verbraucherschützer warnen allerdings davor, ihnen blind zu vertrauen. «Es ist für den Verbraucher sehr schwierig zu entscheiden, welche Bewertungen echt sind und welche nicht», sagt Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern.

Viel und schnell bewerten ist verdächtig

Wichtig sei es deshalb, einzelne Bewerter genau unter die Lupe zu nehmen, rät Halm. Es gebe Menschen, die sehr viel bewerten. Wenn jemand im kurzen Abstand viele Geschäfte und Restaurants an unterschiedlichen Orten bewertet, sei das ein Hinweis auf Fake-Bewertungen. Die können etwa gekauft sein.

Gleiches gelte für sehr viele negative Bewertungen gefolgt von mehreren positiven. In so einem Fall dränge sich der Verdacht auf, jemand aktiv versuche, die schlechten Urteile quasi auszugleichen, erklärt die Verbraucherschützerin.

Mit Gutscheinen manipulierte Meinungen

Es gibt auch Hersteller, Dienstleister oder Portal-Betreiber, die Kunden oder Nutzer mit Gutscheinen belohnen, wenn sie positive Bewertungen abgeben. Kommen Bewertungen mit Hilfe solcher manipulativer Praktiken zustande, bewertet Tatjana Halm diese ebenfalls als Fälschung. «Man sollte sich unterschiedliche Portale anschauen und Vergleiche ziehen», rät die Verbraucherschützerin deshalb.

Hilfreich sei auch eine klare Information des Portals oder Händlers darüber, wer alles eine Bewertung abgeben darf. Für die Seriosität eines Angebots sprechen sogenannte verifizierte Bewertungen. Das bedeutet, dass tatsächlich nur Kunden oder Käufer eine Bewertung abgegeben dürfen - und nicht einfach jedermann.

Letztlich bleibe aber fraglich, ob Online-Bewertungen überhaupt ein repräsentatives Bild abgeben, meint Tatjana Halm. «In letzter Konsequenz muss man immer misstrauisch sein.»

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
10:43 Uhr

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Dienstleister Händler Kunden Manipulation Produktionsunternehmen und Zulieferer Verbraucherzentralen
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14. 11. 2019
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