Lade Login-Box.
Gemeinsam handeln zum Digital-Abo
Topthemen: #GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-HilfsbörseFreies Wort hilft

 

Lässt sich der Router auf Strom-Diät setzen?

Kabel herausziehen, die gerade nicht gebraucht werden. Oder in den Einstellungen die WLAN-Sendeleistung reduzieren. Was spart beim Router wirklich Strom - und wo müht man sich vergeblich?



Router
Schaltzentrale im digitalen Zuhause: Der WLAN-Router verbraucht laufend Strom - allerdings taugt nicht jede Einstellung als Sparmaßnahme.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Ein durchschnittlicher WLAN-Router verbraucht im Leerlauf rund zehn Watt Strom. Das ist der quasi unveränderliche Verbrauch, der im Wesentlichen die Kosten bestimmt, berichtet das «c't»-Fachmagazin (Ausgabe 13/19).

Um diesen Grundverbrauchswert herum gibt es im Betrieb nur wenig Einsparpotenzial. Wer etwa einen Router mit integrierter Funkbasis für Festnetztelefonie (DECT) besitzt, diese aber gar nicht nutzt, kann durch Deaktivieren der DECT-Funktion in den Einstellungen den Stromverbrauch um einige Zehntel Watt reduzieren.

Wie aus weniger Leistung ein höherer Verbrauch wird

Aber lässt sich nicht auch durch das Absenken der WLAN-Sendeleistung in den Einstellungen Energie sparen? Die Antwort lautet in fast allen Fällen nein. Ein Herunterfahren der Leistung reduziere nicht nur die Reichweite, sondern verschlechtere sogar fast immer die Energiebilanz.

Das hängt damit zusammen, dass das Empfängergerät ein schwächeres Signal bekommt, weshalb die Datenrate sinkt und der Durchsatz derselben Datenmenge länger braucht. Unterm Strich muss der Router so häufiger senden und verbraucht mehr Strom.

Einzige Ausnahme: Ein Reduzieren der WLAN-Sendeleistung kann sinnvoll sein, wenn sich der gesamte Funkverkehr immer nur in dem Raum abspielt, wo auch der Router steht. Dieses Szenario dürfte aber die Ausnahme sein.

Kein Netzwerkkabel, kein Verbrauch

Und wie sieht es beim kabelgebundenen Netzwerk aus? Ein Zurückschalten der LAN-Geschwindigkeit von Gigabit- auf Fast-Ethernet in den Router-Einstellungen lohnt erst dann, wenn nur ein Gerät angeschlossen ist, das nie mehr als 100 MBit/s benötigt, haben die Experten ermittelt. Das kann etwa bei einem Smart-TV der Fall sein.

Denn aktuell nutze kein Streamingdienst 100 MBit/s Datendurchsatz auch nur annähernd aus. Das Zurückschalten bringt aber ohnehin nur dann eine Einsparung, wenn der Port aktiv ist. Steckt kein Kabel in der Buchse, schlummert die Schnittstelle im Ruhezustand.

Unnötige Geräte ausmustern

Wer über das gesamte Netzwerk hinweg sparen möchte, sollte unnötige Hardware identifizieren. Etwa einen aktiven LAN-Verteiler (Switch), in dem nur zwei Kabel stecken. Dieser ließe sich durch eine passive LAN-Doppelbuchse (RJ45-Kupplung) ersetzen, die keinen Strom verbraucht.

Das Abschalten der LED-Leuchten am Test-Router brachte übrigens ebenso wenig einen Stromspar-Effekt wie das Zurückschalten der USB-Ports von Schnittstellen-Version 3.0 auf 2.0.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
14:34 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Datenvolumen Digital Enhanced Cordless Telecommunications Drahtloses Netz Festnetz Funkverkehr Hardware Netzwerkkabel Routers Schnittstellen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Geforce Now

04.02.2020

Nvidia startet Spiele-Streamingdienst

Spielen an nahezu jedem Gerät mit Internetzugang lautet das Versprechen von Geforce Now. Der Streamingdienst für Videospiele ist ab sofort offen für alle. Der Basiszugang ist sogar kostenlos. » mehr

Internetgeschwindigkeit Test Speedtest

10.04.2020

Liefert der Provider genug Internet-Tempo?

Tempo, Tempo: Das Internet daheim soll einfach flott laufen. Schließlich zahlen Kunden ja dafür - und werden dennoch viel zu oft enttäuscht. » mehr

Immer erreichbar

14.11.2019

So kommt das Festnetz aufs Handy

Einen Festnetz-Telefonanschluss hat längst nicht mehr jeder. Dafür gibt es ja das Smartphone mit Allnet-Flatrate. Doch was ist mit Anrufern? Für die kann es nach wie vor teuer werden, es sei denn... » mehr

Microsofts neue Bluetooth-Kopfhörer Surface Headphones 2

06.05.2020

Microsoft erneuert Surface Book und Surface Go

Microsoft hat seine Kunden zuletzt auf frische Hardware warten lassen. Es gab sogar Spekulationen, für das Surface Book 2 werde es keinen Nachfolger geben. Das alles wischt der Konzern nun beiseite. » mehr

Kamera-Ersatz

07.04.2020

Smartphone zur Webcam machen

Videochats stehen in der Corona-Krise hoch im Kurs. Aber am Rechner gibt es ohne Webcam kein Bild, und aktuell sind viele Modelle vergriffen. Macht nichts: Es gibt Alternativen. » mehr

Audio-Streaming

30.04.2019

Stereoanlagen fit fürs Streaming machen

Eine Musikanlage hat fast jeder daheim. Und oft klingt sie sogar richtig gut. Nur das Streaming beherrschen viele ältere Anlagen nicht. Kommt man um einen Neukauf herum? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
14:34 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.