Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Betrüger nutzen neue EU-Richtlinie PSD2 aus

Eine neue EU-Richtlinie steht vor der Umsetzung: Verbraucher müssen Zahlungen im Netz künftig auf zwei verschiedenen Wegen autorisieren. Das sorgt für Verwirrung, die Betrüger schamlos ausnutzen.



Online-Shopping
Online-Shopping soll künftig sicherer sein - doch die neuen Regeln rufen auch Betrüger und Abzocker auf den Plan.   Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Eigentlich soll die zweite europäische Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) den Betrug beim Bezahlen im Netz stoppen. Doch schon vor Beginn der Umsetzung von PSD2 am Samstag (14. September) fahren Phishing-Betrüger auf der Thematik Trittbrett.

Sie versuchen etwa, Verbrauchern ihre Kontodaten abzujagen, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. So kursierten Phishing-Mails, in denen Bankkunden aufgefordert werden, ihre Kundendaten zu bestätigen - angeblich wegen der PSD2, was natürlich frei erfunden sei. Tatsächlich landen die Verbraucher auf gefälschten Portalen, wo sie dann ihre Banking-Daten den Betrügern preisgeben.

Auch Zahlungsdienste wie Paypal betroffen

Auch Kunden von Zahlungsdiensten wie Paypal sollten auf der Hut sein. Denn die Betrüger verschicken auch Mails, die auf den ersten Blick realistisch aussehen. Darin fordern sie anlässlich der PSD2 die Verifizierung des Paypal-Kontos, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Druck versuchten die Kriminellen mit der Drohung aufzubauen, dass ein Konto «eingefroren» wird, sollte man der Aufforderung nicht nachkommen. Die Verbraucherschützer raten: E-Mail ignorieren und unbeantwortet in den Spamordner verschieben.

Unseriöses Kreditkarten-Marketing

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt zudem vor unseriösen Marketing-Aktionen im Dunstkreis von PSD2. Besonders dreist sei jüngst ein Anbieter teurer Prepaid-Kreditkarten vorgegangen. Verbrauchern sei telefonisch vorgegaukelt worden, dass sie ihre alte Kreditkarte nicht mehr verwenden könne.

«Wegen der Gesetzesänderungen» werde eine neue Kreditkarte zugesandt. Anschließend erhält man, so die Verbraucherschützer, eine Postsendung mit einer Kreditkarte, für die ein Nachnahmebetrag von 100 Euro fällig wird.

Gesundes Misstrauen angebracht

Um sich zu schützen, raten die Verbraucherschützer zu gesundem Misstrauen - insbesondere, weil Phishing-Mails sehr seriös und überzeugend echt wirken könnten. Doch bekannte Absenderangaben seien oft gefälscht und sollen beim Empfänger Vertrauen wecken. Bei zweifelhaften Mails sollte man niemals Links anklicken oder Dateianänge öffnen.

Zudem gelte, dass Banken oder Zahlungsdienste grundsätzlich niemals Kundendaten oder Zugangsdaten zum Konto per Mail oder am Telefon abfragen. Im Zweifel sollte man direkt beim Kreditinstitut oder Dienstleister nachfragen, wenn man rund ums Thema PSD2 kontaktiert wird.

Umfangreiche Informationen darüber, was genau sich beim Onlineshopping und -banking ändert, haben die Verbraucherzentralen online in einem Dossier zusammengefasst.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
12:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Banken Bankkunden Betrüger Dienstleister Kreditinstitute Kunden Kundendaten Phishing Verbraucherschützer Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Phishing im Internet

03.10.2019

Das sind die Tricks der Phishing-Betrüger

Gefälschte Rechnungen, fingierte Anwaltsschreiben, angebliche Steuerrückzahlungen gegen Angabe der Kreditkartennummer: Phishing gibt es in vielfältiger Form. Wie erkennt man den Betrug? » mehr

Auf Nummer sicher

01.08.2019

Das ändert sich beim Onlineshopping

Es passiert beim Online-Shopping: Nach Eingabe der Kreditkartennummer erscheint die Meldung «Der Bezahlvorgang kann nicht ausgeführt werden.» Die Karte sei nicht beim Authentifizierungssystem registriert. Was ist denn hi... » mehr

Apple Pay

10.12.2019

So funktioniert Apple Pay in Deutschland

Mit dem Apple-Gerät bezahlen? Das geht jetzt auch für Kunden der Sparkassen und der Commerzbank. Aber wie geht das Bezahlen mit Smartphone oder Uhr eigentlich, und welche Technik steckt dahinter? » mehr

Sterne-Bewertungen eines Online-Portals

14.11.2019

So erkennen Sie Fake-Bewertungen

Ein Blick auf die Bewertungen, und schon kennt man das vermeintlich tollste Produkt oder das schönste Hotel. Doch den Beurteilungen sollte man nicht blind vertrauen. Oft trügt der Schein. » mehr

Lisa Brack

12.12.2019

Weihnachtsgeschenke gekonnt loswerden

Nicht gebraucht, ungeliebt oder doppelt bekommen: Weihnachten ist stets auch die Zeit unnützer Technik-Geschenke. Doch wie wird man die Smartwatch, das Tablet oder die DVD elegant wieder los? » mehr

Eine Frau tippt auf dem Smartphone

05.12.2019

Paket-Betrug mit Datenklau und Abofalle

Weihnachtszeit ist Paketzeit. Das wissen auch Betrüger - und nutzen die Sorge und Neugierde von Schenkenden aus, ob ihre Weihnachtssendungen wohl schon angekommen sind. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
12:58 Uhr



^