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Telefonie-App bietet Handynummer ohne SIM-Karte

Ohne SIM-Karte, Mobilfunknetz und Vertrag mobil telefonieren - das ist über eine App möglich, die nun auch für Android-Smartphones verfügbar ist. Voraussetzung ist aber eine Datenverbindung - etwa per WLAN.



Telefonie-App Satellite
Die Satellite-App soll so aussehen und sich so benutzen lassen, als ob man die System-Telefoniefunktion des Smartphones nutzen würde.   Foto: Sipgate/dpa-tmn

Per Handynummer erreichbar sein - ganz ohne Mobilfunknetz, Handyvertrag oder SIM-Karte. Diese Möglichkeit bietet der Internet-Telefonie-Provider Sipgate mit seiner Satellite-App , die nach iOS nun auch für Android verfügbar ist.

Voraussetzung ist allerdings eine aktive Datenverbindung über WLAN oder das Mobilfunknetz. Selbst anrufen kann man über Satellite auch: 100 Freiminuten monatlich für Gespräche in Fest- und Mobilfunknetze von 55 Ländern sowie eine deutsche Handynummer (015678-Vorwahl) samt Voice-Mailbox sind kostenlos.

Eine Grundgebühr gibt es nicht. Für fünf Euro monatlich ist eine Telefonie-Flatrate für iOS zubuchbar (Satellite Plus) - die Buchbarkeit für Android soll bald folgen. Die Telefonie-App ist dem Anbieter zufolge tief in die Betriebssysteme integriert, damit sich die Nutzung genau wie die jeweilige Systemtelefonie anfühlt.

Sipgate plant nach eigenen Angaben, Satellite zu einer vollwertigen Alternative zu klassischen Mobilfunkverträgen auszubauen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, seine Mobilfunknummern mitzunehmen. Der Dienst lässt sich aber auch parallel zum bestehenden Mobilfunkvertrag nutzen.

Die Installation und Nutzung auf mehreren Geräten ist ebenso möglich. Es gibt allerdings Netze, aus denen Satellite nicht erreichbar ist. Diese dokumentiert der Anbieter in seinem Hilfebereich.

Der beim Telefonieren genutzte Audiocodec soll je nach Bandbreite nur 30 bis 130 Megabyte Daten pro Stunde verbrauchen. In Zukunft planen die Entwickler weitere praktische Funktionen wie ortsbasierte Weiterleitungsregeln, systemübergreifende Konferenzgespräche oder die parallele Nutzung auf Desktop und mobilen Geräten.

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dpa

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Veröffentlicht am:
28. 05. 2019
05:07 Uhr

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