Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Apple entfernt mehrere Kindersicherungs-Apps aus App Store

Kindersicherungs-Apps können stark in die Privatsphäre der Nutzer eingreifen. Apple hat das erkannt und entsprechende Programme aus seinem Store genommen.



Apple App Store
Mehrere Kindersicherungs-Apps sind aus Apples App Store herausgeflogen. Grund sind Datenschutzmängel.   Foto: Silas Stein

Apple hat mehrere Anwendungen aus seinem App Store

verbannt, mit denen Eltern die Nutzung eines iPhones oder iPads ihrer

Kinder kontrollieren und begrenzen können. «Sie gefährden die

Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer», begründete der Konzern die

Sanktionen.

Man sei im vergangenen Jahr darauf aufmerksam geworden,

dass mehrere Kindersicherungs-Apps eine «stark eingreifende

Technologie namens Mobile Device Management (MDM) verwenden». Mit

Hilfe dieses Verfahrens konnten die App-Anbieter die Geräte

kontrollieren und sensible Informationen wie den Benutzerstandort,

die Nutzung der Apps, E-Mail-Konten und den Browserverlauf einsehen

und auch die Verwendung der Kamera kontrollieren.

Apple betonte, es gebe durchaus legitime Einsatzmöglichkeiten von

MDM. «Unternehmen installieren manchmal MDM auf Unternehmensgeräten,

um eine bessere Kontrolle über proprietäre Daten und Hardware zu

behalten.» Es stelle aber ein großes Risiko dar, wenn ein privates,

verbraucherorientiertes App-Unternehmen eine MDM-Kontrolle über das

Gerät eines Kunden übernehme. MDM-Profile könnten auch von Hackern

verwendet werden, um sich für bösartige Zwecke einen Zugang zu

verschaffen.

«Eltern sollten ihre Ängste über die Gerätenutzung ihrer Kinder nicht

gegen Risiken für Privatsphäre und Sicherheit eintauschen müssen und

der App Store sollte keine Plattform sein, um diese Entscheidung zu

erzwingen. Niemand außer den Eltern sollte uneingeschränkten Zugriff

auf die Geräteverwaltung ihres Kindes haben.» Man habe deshalb den

betroffenen Anbietern 30 Tage Zeit gegeben, um die Apps so

umzustellen, dass sie nicht mehr gegen die Richtlinien des App Stores

verstoßen. «Diejenigen, die es nicht getan haben, wurden aus dem App

Store entfernt.»

Apple wies den Vorwurf von betroffenen App-Entwicklern zurück, der

iPhone-Konzern wolle die Anbieter von Kindersicherungs-Software

zurückdrängen, weil Apple inzwischen ein eigenes System zur

Überwachung der Nutzungsgewohnheiten anbietet. «Sie töten

systematisch die Branche», sagte Amir Moussavian, Chef des

App-Anbieters OurPact der «New York Times». Apple entgegnete, es gehe

nicht um das Geschäft, sondern um die Sicherheit. Im App Store gebe

es viele äußerst erfolgreiche Anwendungen, die Funktionen und Dienste

bieten, die auch von Apple selbst offeriert werden. «Wir sind

bestrebt, diesen Apps einen Ort zu bieten, an dem sie wachsen können,

da sie die Benutzerfreundlichkeit für alle verbessern.»

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
15:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
App Store Apple Daten und Datentechnik Gerät Hacker Hardware New York Times Schutz Technik iPhone Überwachung und Kontrolle
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Ronald Eikenberg

16.05.2019

Ist Virenschutz für Androiden notwendig oder überflüssig?

Smartphones mit Android-Betriebssystem sind längst im Visier von Kriminellen. Eine Antivirus-App kann zwar helfen. Am besten schützen sich Nutzer aber durch ihr eigenes Verhalten. » mehr

Ultra-Weitwinkel-Objektiv

02.10.2019

Das neue iPhone 11 im Praxistest

In der Einladung zum Launch der neuen iPhones hieß es «By innovation only». Nun sind iPhone 11 und iPhone 11 Pro in den Läden. Wie viel Innovation in den Modellen steckt, zeigt ein Praxistest. » mehr

Fingerabdruckscanner

11.03.2019

Wie sicher ist die biometrische Authentifizierung?

Pins und Passwörter waren gestern. Handy- und Laptophersteller setzen zunehmend auf Fingerabdruck, Iris-Scan und Co. und versprechen dabei Komfort und Sicherheit. Vor allem bei Letzterem fordern Hacker die Industrie imme... » mehr

Amazon-Lautsprecher Echo Studio

26.09.2019

Amazon zeigt neue Lautsprecher und smarte Ringe

Amazon hat verschiedene Neuigkeiten vorgestellt. Neben Updates für bereits bekannte Produkte zeigt der Onlinehändler auch ganz neue Dinge - etwa eine Brille mit der Sprachassistentin Alexa. » mehr

iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max

11.09.2019

Apples neues iPhones erhält bessere Kamera

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft gibt es neue iPhones von Apple. Bei den Top-Modellen beeindrucken innovative Kamera-Funktionen. Beim Einsteigermodell fällt der Preis unter die 800-Euro-Schwelle. Und bei der Uhr Apple Wa... » mehr

Lampe trifft Lautsprecher

02.08.2019

Ikea Symfonisk - Sonos-Sound trifft auf Schweden-Design

Bei Ikea gibt es neuerdings zwei vernetzte Lautsprecher, die aus einer Partnerschaft mit Multiroom-Pionier Sonos hervorgegangen sind. Aber taugen die Geräte auch etwas? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 05. 2019
15:58 Uhr



^