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Radarsensor Vayyar Haus erkennt Stürze im Bad

Stürze und ungewöhnliches Verhalten erkennen und bei Gefahr Hilfe rufen: Das soll der Sensor Vayyar Haus im Bad oder Schlafzimmer erledigen. Gezeigt wird das Gerät nun auf IFA.



Vayyar Haus schlägt Alarm
Erkennt Vayyar Haus einen Sturz, wird nach kurzer Zeit Alarm geschlagen. Dann klingelt etwa das Telefon der Kinder oder der Betreuungsperson.   Foto: Franziska Gabbert » zu den Bildern

Ob bei Unfällen oder abweichenden Tagesabläufen - der neue Radarsensor Vayyar Haus schlägt Alarm. Die Kombination aus Mobiltelefon und Sensor überwacht Wohnräume mit Hilfe sehr schwacher Radarstrahlung.

So erkennt der Sensor, ob jemand im Raum ist, ob die Person steht, sitzt oder vielleicht gestürzt ist. Wird ein Sturz erkannt, ruft das Gerät nach einer festgelegten Zeit automatisch bei einem eingestellten Kontakt an. Über das an der Wand montierte Gerät kann so Sprechkontakt ins überwachte Zimmer aufgenommen werden.

«Viele Leute wollen keine Kamera im Bad oder im Schlafzimmer», sagt Vayyar-Repräsentantin Noga Barpal im Vorführ-Badezimmer auf der Elektronikmesse IFA (Publikumstage 31. August bis 5. September). Durch die Radarerkennung soll die Privatsphäre der Nutzer gewahrt werden, da keine Bilder aufgenommen werden. Die automatische Erkennung soll auch das Problem beheben, dass viele ältere Menschen nach einem Sturz nicht mehr zum Alarmknopf oder zur Notfallschnur gelangen.

Das Überwachungssystem erkennt außerdem die Gewohnheiten seiner Nutzer. Putzt sich ein älterer Mensch etwa jeden Morgen um 7.00 Uhr die Zähne und taucht am nächsten Tag nicht mehr auf, kann das Anlass für einen Anruf bei der Kontaktperson sein.

Das israelische Unternehmen will den Sensor für das Bade- oder Schlafzimmer Anfang 2019 auf den Markt bringen. Ein Preis wurde noch nicht genannt. Die Sensorik in Vayyar Haus ist Teil eines modularen Systems von Radarsensoren mit verschiedenen Antennenkonfigurationen. Die Anwendungen gehen laut Noga Barpal von der Tumorerkennung über die Analyse von Flüssigkeiten bis hin zur nicht optischen Raumüberwachung und der biometrischen Zugangskontrolle.

Die beim Einsatz freigesetzte Strahlung ist nach Unternehmensangaben nicht ionisierend und auf einem geringeren Niveau als ein WLAN-Netz. Mit dem Walabot DIY hat das Unternehmen auch schon einen Sensor zum Anstecken ans Smartphone auf dem Markt. Mit ihm lässt sich einige Zentimeter tief in Wände schauen - etwa um Kabel oder Leitungen aufzuspüren.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
30. 08. 2018
10:24 Uhr

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30. 08. 2018
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