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Erpressung nach angeblichem Pornoschauen

Zurzeit sind E-Mails mit der Drohung im Umlauf, privates Filmmaterial des Nutzers öffentlich zu machen, wenn dieser kein Geld zahle. Betroffene sollten auf den Erpressungsversuch nicht reagieren.



Webcam
Die Erpresser behaupten im Besitz von Filmmaterial zu sein, das zeige, wie sich Nutzer pornografische Filme im Netz ansehen.   Foto: Sven Hoppe/Symbolbild

Geld an Erpresser zahlen oder sie schicken ein höchstpeinliches Webcamvideo an Freunde und Familie? Mit dieser Masche versuchen Erpresser per E-Mail, Empfänger zur Zahlung hoher Geldbeträge zu drängen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt davor, auf die Forderungen einzugehen.

Die Erpressung kommt per E-Mail. Angeblich ist der Rechner mit einer Schadsoftware infiziert, damit seien Aufzeichnungen gemacht worden, wie sich Nutzer pornografische Filme im Netz ansehen. Pikantes Detail: Angeblich wurde gleichzeitig eine Aufnahme mit der eingebauten Webcam gemacht. Zahlt man nicht die geforderte Summe, so die Erpresser, lande das Video bei Freunden, Familienmitgliedern oder gar dem Arbeitgeber. Manchmal nutzen die Erpresser in ihrem Anschreiben sogar wirklich existierende Benutzernamen und Passwörter der Angeschriebenen.

Wie «heise online» berichtet, stammen diese Daten meist aus illegalen Datenbankeinbrüchen - einen direkten Bezug zur E-Mail gibt es nicht. Erkennen Empfänger solcher Schreiben darin genannte Passwörter, sollten sie bei den betreffenden Onlinediensten sofort geändert werden.

Das LKA Niedersachsen rät davon ab, die Forderungen zu begleichen. Folgt man den Anweisungen der Erpresser, wird die Zahlung in der Kryptowährung Bitcoin geleistet, und das Geld ist weg. Die Beamten gehen davon aus, dass an den Erpresserschreiben nichts dran ist. Der Rat des LKA: nicht zahlen, stattdessen Anzeige erstatten, Passwörter ändern.

Wer auch künftig sicher sein will, vor dem Computer nicht gefilmt zu werden, kann auch im Handel nach speziellen Schiebern zum Verdecken der in vielen Computern eingebauten Webcams suchen. Alternative ist ein Stück Klebeband.

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dpa

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2018
15:24 Uhr

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