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Nicht auf Werbe-SMS reagieren

Oft versprechen sie hohe Gewinne oder günstige Kredite, doch in Wahrheit locken viele Werbe-SMS in eine Kostenfalle. Die Bundesnetzagentur hat jetzt zahlreiche Abzock-Nummern abgeschaltet. Doch Verbraucher bleiben am besten vorsichtig.



Bundesnetzagentur
Um Verbraucher vor unseriösen Werbe-SMS zu schützen, hat die Bundesnetzagentur jetzt 220 Abzock-Handynummern abgeschaltet.   Foto: Silas Stein

Verbraucher sollten grundsätzlich nicht auf Werbe-SMS von unbekannten Absendern reagieren. Das gilt auch für vermeintlich persönliche Inhalte oder Gewinnversprechen, warnt die Bundesnetzagentur, die gerade 220 Mobilfunkrufnummern abgeschaltet hat.

Über die Rufnummern waren unerwünschte und somit unerlaubte Werbe-SMS versandt worden. Darin war unter anderem von angeblichen Gewinnen und verfügbaren Krediten oder vermeintlich persönlichen Nachrichten die Rede. Jede SMS enthielt zudem einen Link, der auf Seiten mit pornografischen Angeboten führte, die zum Abschließen von kostenpflichtigen Abos auffordern.

Mehrere hundert Verbraucher haben sich den Angaben zufolge bereits bei der Behörde über die Werbe-SMS beschwert. Betroffene, die dies noch nicht getan haben, können die Belästigung nach wie vor melden - etwa online auf der Seite der Bundesnetzagentur . Wer unbeabsichtigt ein Abo abgeschlossen hat, sollte sich zivilrechtlich zur Wehr setzen und die Verbraucherzentralen um Unterstützung bitten.

SMS-Werbung ist gesetzlich verboten, wenn der Adressat ihr nicht vorher ausdrücklich zugestimmt hat. Fehlt die Einwilligung, handelt es sich um unerlaubte Werbung, die gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstößt.

Die Bundesnetzagentur hat auch Dutzende weißrussische Rufnummern abgeschaltet, die für sogenannte Ping-Anrufe missbraucht worden sind. Dabei lassen es die Betrüger vornehmlich auf Handys ganz kurz klingeln, um einen teuren Rückruf zu provozieren. Die Behörde weist darauf hin, dass Opfer dieser Masche den entsprechenden Posten auf der Rechnung ihres Mobilfunkanbieters nicht zahlen müssen. Die Betrüger hatten eine Ähnlichkeit zur Ortsvorwahl 0375 in Sachsen ausgenutzt - die Vorwahl für Weißrussland lautet 00375. Etwa 300 Menschen hatten sich bei der Bundesnetzagentur über Anrufe beschwert.

Zwar muss in Mobilfunknetzen eine kostenlose Preisansage für bestimmte internationale Vorwahlen geschaltet werden. Der Anrufer erfährt damit zu Beginn eines Telefonats, dass er eine hochpreisige ausländische Rufnummer anwählen wird, so dass er noch auflegen kann. Trotzdem rät die Bundesnetzagentur Verbrauchern dazu, ausländische Nummern, die auf dem Telefon auftauchen, gar nicht zurückzurufen, wenn von dort kein Anruf erwartet wird oder die Nummer unbekannt ist.

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dpa

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Veröffentlicht am:
01. 06. 2018
13:39 Uhr

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