Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Hälfte der Nutzer erwägt Social-Media-Abmeldung

Der Facebook-Skandal stimmt viele Social-Media-Nutzer nachdenklich. Laut einer Umfrage hat fast jeder zweite Nutzer in Deutschland schon einmal über eine Abmeldung nachgedacht.



Facebook
#deletefacebook: Über die Aufforderung zum Löschen des Facebook-Accounts denken viele Nutzer ernsthaft nach.   Foto: Thibault Camus/AP

Aus Sorge um den Datenschutz hat fast jeder zweite Nutzer von sozialen Medien in Deutschland bereits über eine Abmeldung nachgedacht. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Nachrichtenmagazins «Focus» hervor.

49 Prozent hätten einen solchen Schritt bereits erwogen, hieß es. Männer (53 Prozent) tendieren demnach eher zu einer Abmeldung als Frauen (44 Prozent). Bekannte soziale Netzwerke sind Facebook, Instagram und Twitter.

Angesichts des Facebook-Skandals um den Missbrauch von Nutzerdaten sieht der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Arne Schönbohm, Verbesserungsbedarf. Das Beispiel zeige, «dass der Schutz in der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen noch höherer Qualität bedarf», sagte Schönbohm der «Rheinischen Post». Der Fall gehöre aufgeklärt und transparent gemacht. Noch sei allerdings unklar, ob Facebook vielleicht unwissend Datenlieferant und Opfer war.

Zuletzt war bekannt geworden, dass die britische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica sich über eine App unerlaubt Zugang zu einigen Daten von mehr als 50 Millionen Profilen von Facebook-Nutzern verschafft hatte. Mit dem Datenbestand soll auch gezielt der Wahlkampf von US-Präsident Trump unterstützt worden sein.

Die Möglichkeit einer Beeinflussung von Wahlen in Deutschland sieht Schönbohm aber nach eigenem Bekunden nicht. «Wir haben in Deutschland im Vorfeld vergangener Bundestags- und Landtagswahlen Schutzmaßnahmen ergriffen, um Datenmissbrauch, wie er im Zuge der US-Wahl erfolgt sein soll, zu vermeiden.» Man habe «keine Hinweise darauf, dass es zu solch einem Datenmissbrauch bei Wahlen in Deutschland gekommen sei.

Der Unternehmer und Multimillionär Elon Musk löschte unterdessen am Freitag (23. März) offensichtlich die Facebook-Präsenzen seines Autoherstellers Tesla sowie seiner Raumfahrtfirma SpaceX. Er war zuvor von mehreren Twitter-Anhängern dazu herausgefordert worden.

WhatsApp-Gründer Brian Acton hatte ihm die Nachricht «Es ist Zeit» mit dem Hashtag «#deletefacebook» (lösche Facebook) gesandt. Am Freitag (Ortszeit) reagierte Musk zunächst mit der polemischen Frage: «Was ist Facebook?» Später sagte er auf Twitter, er habe nicht gewusst, dass es eine SpaceX-Seite bei Facebook gebe. Auch den Tesla-Auftritt in dem sozialen Netzwerk wolle er löschen, versicherte Musk: «Die sieht sowieso langweilig aus», sagte er zur Begründung.

Berichten zufolge sind beide Facebook-Seiten kurz darauf vom Netz genommen worden. Ein Twitter-Anhänger Musks zeigte angebliche Bildschirmfotos der gelöschten Seiten auf seinem Konto. Bei Facebook sind die Seiten nicht mehr zu finden.

Seit Bekanntwerden des Daten-Skandals macht auf Twitter der Hashtag «#deletefacebook» (lösche Facebook) die Runde.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 03. 2018
11:02 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Autofirmen Brian Acton Datenmissbrauch Datenschutz Deutscher Bundestag Donald Trump Elon Musk Facebook Medien in Deutschland Nachrichtenmagazine Nutzerdaten Polemik SpaceX TNS Emnid Tesla Motors Twitter Umfragen Wahlen in Deutschland
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
OneWeb-Satelliten

20.02.2019

Internet aus dem All - Gibt es bald Netz für alle?

Ein Leben ohne Internet können sich viele nicht mehr vorstellen. Doch nicht überall auf der Welt gibt es Netz - und nicht jeder kann sich einen eigenen Zugang leisten. Das soll sich mithilfe von Satelliten ändern. » mehr

Auf Kombinierbarkeit achten

13.08.2019

Bei Smart-Home-Geräten auf Kombinierbarkeit achten

Wer sein Heim vernetzen möchte, hat viele Angebote zur Auswahl - und sollte gut vergleichen, um am Ende nicht daneben zu greifen. Genau das ist Verbraucherschützern zufolge aber gar nicht so einfach. » mehr

«Like»-Button im Auge

29.07.2019

Auch Websites beim «Like»-Button mit in der Verantwortung

Viele Websites binden Facebooks «Like»-Button und ähnliche Plug-ins ein, die Daten wie IP-Adressen der Nutzer senden. Website-Betreiber sind laut einem Urteil für die Erhebung der Daten mitverantwortlich und müssen event... » mehr

Facebook

24.09.2019

Facebook kauft Start-up für Geräte-Steuerung per Gedanken

Schon vor mehr als zwei Jahren schwärmte Facebook-Chef Mark Zuckerberg von der Vision, Menschen nur mit der Kraft ihrer Gedanken schreiben zu lassen - und dann hörte man nichts mehr davon. Doch das Projekt wurde nicht zu... » mehr

Facebook

19.12.2018

Facebook verschafft Firmen Zugang zu Nutzerdaten

Facebook gerät schon wieder in Bedrängnis: Der Konzern soll anderen Firmen Zugang zu Nutzerdaten - in einigen Fällen sogar zu Privatnachrichten - ermöglicht haben. Der jüngste Skandal ist ein weiterer Höhepunkt in einem ... » mehr

Cookies

28.01.2019

Drei Regeln für mehr Datenschutz

Nutzerdaten sind begehrt, nicht nur bei der Werbeindustrie. Darum sollten Verbraucher persönliche Informationen im Internet nur sparsam preisgeben und Angreifern möglichst sichere Riegel vorschieben. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
26. 03. 2018
11:02 Uhr



^