Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

Facebook und Twitter erfüllen Verbraucherschutz nicht

Die großen sozialen Netzwerke kommen aus den USA - sollen sich in der Europäischen Union aber auch an hießige Verbraucherschutz-Regeln halten. Ein wenig haben Facebook und Twitter ihr Geschäftsgebaren schon angepasst. Doch Brüssel will sich damit nicht zufrieden geben.



Facebook und Twitter
Die EU hat Facebook und Twitter gerügt. Beide verletzen Verbraucherrechte.   Foto: Franz-Peter Tschauner

Brüssel (dpa) - Die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter erfüllen die EU-Regeln zum Schutz ihrer Nutzer nur unzureichend. Das geht aus einem Papier der EU-Kommission hervor.

Nach Einschätzung der Brüsseler Behörde ändert Twitter seine allgemeinen Geschäftsbedingungen nach wie vor, ohne die Nutzer darüber in Kenntnis zu setzen. Grundsätzlich habe der Kurznachrichtendienst zwar zugestimmt, 30 Tage vorher über sein Vorgehen zu informieren - allerdings gebe es Ausnahmen, die präzisiert werden müssten.

Twitter mache seine Nutzer auch nicht darauf aufmerksam, dass sie ihren Vertrag mit dem Netzwerk kündigen können, falls sie mit neuen Nutzungsbedingungen nicht einverstanden sind. Außerdem lasse sich das amerikanische Unternehmen weiter offen, Nutzerkonten ohne Angabe von Gründen zu löschen. Facebook und Twitter würden zudem von den Nutzern hochgeladene Inhalte löschen, ohne sie vorher darüber zu informieren.

Da Verbraucherschutz Sache der Mitgliedstaaten sei, könnten mögliche Strafen nur dort und nicht von der EU verhängt werden, hieß es aus der EU-Kommission. EU-Justizkommissarion Vera Jourova forderte am Donnerstag dennoch Konsequenzen: «EU-Verbraucherschutz sollte respektiert werden und falls die Unternehmen ihn nicht erfüllen, sollten sie mit Strafen rechnen müssen», sagte sie. Die EU-Kommission will im April eine Reform des Verbraucherschutzes vorstellen.

In dem aktuellen Bericht werden Änderungen aufgeführt, die die sozialen Netzwerke aus den USA seit vergangenem Jahr auf Druck der EU-Behörden gemacht haben - und solche, die noch ausstehen. Die EU-Verbraucherbehörden hatten Facebook, Twitter und Google Plus im März unter anderem dazu gedrängt, unzulässige Klauseln in den Geschäftsbedingungen zu überarbeiten und dazu aufgefordert, europäischen Nutzern zum Beispiel ein Klagerecht im eigenen Heimatland zuzugestehen. Dieser Punkt sei ebenso von allen erfüllt worden wie die Kennzeichnungs-Pflicht von Werbung und gesponsortem Inhalt. Google Plus hat dem Papier zufolge alle Anforderungen der EU-Behörden erfüllt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 02. 2018
17:38 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Deutsche Presseagentur EU-Behörden Europäische Kommission Facebook Google Twitter Verbraucherschutz
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Samsung

16.01.2019

Samsung tritt Login-Allianz Verimi bei

Sich mit den Account-Daten auf verschieden Webseiten anmelden - das machen nicht Facebook oder Google möglich. Als Konkurrent ist in Deutschland inzwischen die Plattform Verimi angetreten, die mit Samsung nun einen neuen... » mehr

Bewertung

01.03.2019

Sechs Frauen entwickeln App für feministische Filmkritik

Wie werden Frauen in Filmen dargestellt? Mit einer App kann man das nun bewerten. Dabei stehen vor allem Streifen aus zwei Ländern im Vordergrund. » mehr

Tafel mit Formeln

23.05.2018

Umfrage zu Algorithmen: Viele fühlen sich unbehaglich

Dating-Apps, Google, Facebook und Twitter - überall arbeiten im Hintergrund Algorithmen. Eine Studie beleuchtet, was die Deutschen über diese meist streng geheimen mathematischen Formeln als Helfer der großen Plattformen... » mehr

Entwicklerkonferenz Google I/O

08.05.2019

Google bringt Gesichtserkennung ins vernetzte Zuhause

Ein neues Google-Gerät erkennt, wer vor ihm steht und passt die angezeigten Informationen daran an. Das sei hilfreich für die Nutzer, betont der Internet-Konzern - und will Datenschutz-Ängsten mit umfangreichen Versprech... » mehr

Google

02.05.2019

Google ermöglicht automatisches Löschen von Nutzerdaten

Daten zum Nutzerverhalten sind für Google und Facebook die die Basis ihres Milliarden-Geschäfts. Doch Nutzern bereiten die auf Jahre zurückreichenden Sammlungen zunehmend Unbehagen. Google erlaubt jetzt den Nutzern, ein ... » mehr

Googles Android

27.02.2019

Android-Betriebssystem wird an Falt-Smartphones angepasst

Mit dem neuen Formfaktor der Falt-Smartphones ändert sich auch die Bedienung der Geräte. Die Funktionen dafür werden ins Betriebssystem Android einfließen, verspricht Google-Manager Hiroshi Lockheimer. Die Namensgebung d... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 02. 2018
17:38 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".